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2. Monocotyledones 2 (1907)
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bis 3 cm breit, ohne Brutzwiebeln. Blütenstiele viel länger als die Blüte (Fig. 335 b), ungleichlang, die äusseren heräbgebogen und kürzer, die innern bis über 2 cm lang. Perigonblätterstumpf oder spitz bis plötzlich stachelspitzig, 4 bis 6 mm lang, gewöhnlich purpurrot,seltener hell rosarot oder weisslich mit grünem Mittelstreifen,rauh gekielt. Staubblätter fast so lang als die Perigonblätter.Aeussere Staubfäden linealisch. Die mittlere Haarspitze der innernStaubfäden 1 /s bis J / 2 s0 lang als die Seitenspitzen und viel kürzerals das ungeteilte, untere Stück des Staubfadens (Fig. 335 c). Griffelkurz. VI bis VIII.

Ziemlich selten auf Aeckern, unter Getreide, in Weinbergen,auf sonnigen, buschigen Hügeln; in der Ebene und in der Berg-region (vereinzelt bis ca. 1200 m). Fehlt oft auf weite Strecken hin.

In Deutschland besonders im südwestlichen Gebiet in Baden, Württem-berg (fehlt im Albgebiet; im Oberland einzig am Donauufer bei Ehingen), in Bayern(fehlt auf der obern Hochebene und im bayer. Waldgebiet gänzlich), im Westen nördlich

bis zur südlichen Rheinprovinz (in den Tälern desRheins, der Nahe, Mosel [aufwärts bis Metz] undder Ahr) in Thüringen (nördlich bis LangensalzaSondershausen, Naumburg etc.). In O esterreichzerstreut in Böhmen, Mähren, Niederösterreich (be-sonders im Gebiete der pannonischen Flora), Ober-österreich, im südlichen Steiermark und in Istrien.In der Schweiz sehr vereinzelt in den KantonenWallis (angeblich bei Visp) und Schaffhausen(mehrfach), sowie im Berner-Jura (bei Pruntrut).Ausserdem selten vorübergehend adventiv (z. B.bei Frankfurt a. O.). Eine sehr vielgestaltige Art.

Allgemeine Verbreitung: Südeuropa und zer-streut im mittlem Europa, Orient.

Im? südlichen Baden und in Schaffhausen erscheint diese Lauch-Art gelegentlich auf brachliegenden, verwilderten Gemeinfelder im Verein mitverschiedenen andern, z. T. südeuropäischen, wärmeliebenden Unkräutern,wie Adonis aestivalis und flammea, Fumaria Vaillantii, Bupleurum rotundi-folium, Caucalis daueoides, Torilis infesta, Linum tenuifolium, Anthemistinetoria. Lactuca perennis, Lamium amplexicaule, Teucrium botrys, Euphorbiaverrucosa (an den Wegrändern) etc. (Mitteil, des bad. botan. Vereins 1904,pag. 349).

591. Allium vineäle 1 ) L. (= A. laxiflorum Tausch, = A.litoreum Bert., = Porrum vineale Rchb.). Weinbergs-Lauch.Südfranz.: Porre-de-ser; engl: Wild Garlic, Field Garlic,Crow Garlic. Fig. 336.Ausdauernd, 30 bis 70 (100) cm hoch. Zwiebel ei-förmig, von weisslichen, zuletzt zerfasernden Häuten umgeben,nicht selten mit Nebenzwiebeln. Stengel zierlich, ungefährbis zur Mitte hinauf beblättert. Laubblätter aus dreikantigem,röhrigem Grunde fast stielrund, oberseits schmalrinnig, schwachlängsgerippt, graugrün, am Grunde hohl, glatt oder hie undda ± rauh. Hülle 1-klappig, plötzlich lang zugespitzt, so langoder länger als der Blütenstand, gewöhnlich bald abfallend,seltener stärker verlängert und deutlich laubartig. Schein-

Fig. 335. Allium rotun-dum L. C/8 natürl. Grösse).

aa 1 Habitus, b Blüte.

c Inneres Staubblatt.

Fig.336. Allium vineale L. «Habitus( a /8 natürl. Grösse), b Köpfchen ausBrutzwiebeln (keine Blüten ausgebildet).cBlüte. rfAeusseresStaubblatt, «InneresStaubblatt mit Perigonblatt.

') Nach dem häufigen Vorkommen in Weinbergen (= lat. vinca).Hegi, Flora.

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