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2. Monocotyledones 2 (1907)
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eines laubblattartig). Blüten 1 bis 7 (selten bis 10), einander gewöhnlich genähert. Perigon-blätter länglich, meist ca. 10 bis 16 mm lang, an der Spitze abgerundet. Blütenstieleziemlich lang, kahl. Staubblätter etwa halb so lang als die Perigonblätter. III bis V.

Ziemlich häufig und verbreitet auf Grasplätzen, in Wäldern, unter Gebüschen, inObstgärten, Hecken, auf Wiesen, in Auen, an Bachrändern, in Weinbergen, Strassengräben,Dünentälern (gern auf Lehm- und Humusboden); von der Ebene bis in die subalpine Region(vereinzelt bis ca. 1700 m: Schrenit in der westl. Säntiskette in der Schweiz).

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt in Irland, im nördl. Skandinavienund Russland, sowie im südl. Spanien. Balkan [einzig in Bosnien], auf Korsika undSardinien), Kaukasus, Sibirien.

Aendert wenig ab: f. tenuis Fr. Leeder. In allen Teilen auffallend zart. var. Brentae Evers.Grundständiges Blatt linealisch, kaum halb so breit als beim Typus, an der Spitze nicht plötzlich mützenförmigzugespitzt. Perigonblätter spitz (nicht stumpf), beiderseits hellgelb (aussen nicht grün), mit 3 bis 5 grünenNerven, durchscheinend (selten im Süden). var. glaüca (Blocki). Laubblätter hechtblau, das grundständigeBlatt etwas steifer und die Blüten etwas grösser als beim Typus (selten). Gagea lutea gehört zu den ziemlich weitverbreiteten Frühlingsgewächsen unserer Laubwälder und erscheint bald nach der Schneeschmelze, oft zusammenmit Leucoium vernum, Anemone ranunculoides und hepatica, Corydalis cava, Lathyrus vernus und (stellenweise)L. montanus, Daphne mezereum, Lathraea squamaria, Asarum Europaeum, Arum maculatum (Bd. II, pag. 132) etc.

587. Gagea ptlSllla Roem. et Schult. ( G. Clusiäna Roem. et Schult., = Ornithogalumpusillum Schmidt, O. tunicätum Presl, = O. Clüsii Tausch). Zwerg-Gelbstern. Fig. 333.Ausdauernd, 3 bis 5 cm hoch, am Grunde nur eine Zwiebel tragend. Das grund-ständige Laubblatt schmal-lineal bis fast fadenförmig (kaum über 2 mm breit), rinnig(Fig. 333b), nach der Spitze zu allmählich verschmälert. Die beiden Stengelblätter einandergenähert, in der Regel fast gegenständig (seltener voneinander entfernt), am Rande kahl,das untere schmal-lanzettlich, meist länger als der Blütenstand, das obere meist schmal-linealisch (an den einblütigen Exemplaren gewöhnlich fehlend). Hüllblätter sehr klein oderfehlend. Blütenstand wenigblütig (1 bis 3 [6] Blüten). Blütenstiele aufrecht, kahl, gewöhnlichnicht viel länger als die Blüten. Perigonblätter länglich-lanzettlich,ca. 13 mm lang, an der Spitze schmäler und abgerundet (Fig. 333c).Staubblätter ca. 2 / 3 s0 l an g a ^ s die Perigonblätter. Frucht eiförmig,etwa halb so lang als das Perigon (Fig. 333 d). III, IV.

Selten und zerstreut (im Gebiet der pannonisch-pontischen Flora)auf sandigen Hügeln, Rainen, Feldern, an waldigen, steinigen Orten.

Fehlt in D euts chland (früher bei Regensburg) und in der Schweiz gänzlich.In Oesterreich im südlichen Mähren, in Niederösterreich (im Marchfeld und Wiener-becken), Steiermark, in Krain und im Küstenland (hier auf Karstwiesen und in Dolinenverbreitet). Wie viele andere pontisch-illyrische Gewächse (z. B. Sesleria autumnalis,Gladiolus Illyricus, Aristolochia pallida, Dianthus Tergestinus, Paeonia peregrina, Genistasericea Wulf, und silvestris Scop., Lathyrus versicolor G. Beck, Rhamnus rupestris Scop.,Ferula galbanifera, Convolvulus Cantabricus, Melampyrum barbatum, Centaurea leuco-lepis DC, rupestris L. und cristata Barth, Senecio lanatus Scop., Crepis andryaloidesFritsch etc.) schliesst auch diese Art um Adelsberg in Krain ihre Verbreitung nach Nordenab (nach Beck, Vegetationsstudien in den Ostalpen II, pag. 100).

Allgemeine Verbreitung: S.-O.-Europa (westlich Nieder-österreich und Istrien), Kaukasus, Kleinasien, Turkestan, Dsungarei, Altai.

Aendert wenig ab: var. reflexa Czerniajef. Laubblätter in den Achseln Brut-zwiebeln tragend, daher nach abwärts geschlagen. var. oboväta Beck. Perig° n "blätter verkehrt eirund-länglich. Laubblätter breiter, bis 3,5 mm breit. Von Bastardensind bekannt: 1. G. minima Schult. X G. Liotärdi Roem. et Schult. (= G. inter-media Rchb., = G. Theobäldii Brügger). Das grundständige Laubblatt deutlich flach.

Fig. 333. Gagea pn-silla Roem, et Schult.a Habitus ('/a natürl.Grösse), b Querschnittdurch das grundständigeLaubblatt, c Perigon-

blatt mit Staubblatt.

d Fruchtknoten mitGriffel.