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2. Monocotyledones 2 (1907)
Entstehung
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211
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Fig. 332.

Gagea pratensis (Pers).

Rocm. et Schult, a Habitus

{'/3 natürl. Grösse), b Peri-

gonblatt mit Staubblatt.

c Frucht mit Griffel.

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585. Gagea pratensis (Fers.) Roem. et Schult. (= G. bracteoläris Salisb.. == G. luteaDubv. G. stenopetala Rchb., = G. polymörpha F. Schultz, Ornithogalum pratense

Pers.). Wiesen -Gelbstern. Fig. 332.

Ausdauernd. 6 bis 30 cm hoch, neben der den blühenden Stengel entsendendenHauptzwiebel noch 2 nackte, keulenförmige Nebenzwiebeln, welche zur Blütezeit die Zwiebel-hülle, den Rest des vorjährigen Laubblattes, bereits verlassen haben(selten der Stengel ganz verkürzt und daher alle Blätter grundständig:var. simplex Becker). Das grundständige (selten2) Laubblatt linealisch,beiderends verschmälert, gekielt, schwach bewimpert. Die beidenStengelblätter dem Blutenstand stark genähert, gewimpert; das untere± weit mit dem Blütenstengel verbunden, das obere zuweilen mit einerkleinen Zwiebel in der Achsel. Hüllblätter ganz oder fast kahl, seltener(var. ciliäta Beck) am Rande reichlich krauswollig. Blütenstand dolden-artig, 1- bis 5- (6-) blutig. Blütenstiele sehr lang, kahl. Perigonblätterschmal, länglich (Fig. 332b), 10 bis 16 mm lang (an trockenen Ortengrossblütig), stumpflich. Frucht länglich, nach oben nicht oder kaumverbreitert (Fig. 332 c). III, IV.

Zerstreut auf Aeckern, Hügeln, Grasplätzen, Rainen, an Hecken,in Weinbergen; nur im Tief lande.

Diese Art. die zuweilen gesellig oft als lästiges Unkraut auftritt,fehlt vollständig in Oberbayern, Salzburg, Kärnten, Krain und in den Küstenländern.

Zerstreut erscheint sie im norddeutschen Flachlande (fehlt auf den Inseln), in Württemberg (im Oberamt Mergent-heim), in Tirol (einzig in der Bozener Gegend) und in der Schweiz (nur aus den Kantonen Genf, Aargau, Zürichund Schaffhausen bekannt).

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im nördlichen Russland,in Skandinavien, auf den britischen Inseln, im grössten Teil von Frankreich und fast voll-ständig auf der iberischen Halbinsel), Kleinasien.

Hierher gehört auch die subsp. Pomeränica R. Ruthe (= G. pratensis Koch, = G. pratensisspathäcea Pari.). Pflanze heller grün. Nebenzwiebeln oft fehlend. Stengel und Laubblätter starrer. UnteresStengelblatt spateiförmig, mit breitem, eiförmigem Grunde das nächst obere und die Blütenstiele umfassend,gewöhnlich kürzer als der Blütenstand, am Rande spärlich bewimpert. Blütenstiele etwa doppelt so lang alsdie Blüten. Perigonblätter breiter (nur 3 bis 4 mal länger als breit), mit kurz abgerundeter Spitze, aussen zu-weilen rotbräunlich überlaufen. Frucht deutlicher dreikantig, nach oben verbreitert, abgestutzt. Bis jetztin Pommern, Anhalt, Thüringen und Mittelfranken beobachtet; aber wohl noch weiter verbreitet. Diese Rassewird von einzelnen Autoren (in neuer Zeit auch wieder von Pascher) auch als Bastard von G. pratensisRoem. et Schult. G. lutea Ker-Gawler angesehen.

586. Gagea lutea Ker-Gawler (= G. silvätica Loud., G. fasciculäris Salisb., = G. Trans-silvänica Schur, = Ornithogalum luteum ß. L., = O. silväticum Pers., = O. Persoönii Hoppe,= O. malus Gilib.). Gemeiner Gelbstern. Engl.: Yellow Star of Bethlehem. Taf. 59,

Fig. 2 und Fig. 327h.

Nach der Form der gelben Blüte wird die Art im Riesengebirge gelbe Sternblume, gelberMilchstern, Himmelsstern, in Niederösterreich Gilgen stern [Gilge = Lilie] genannt; ausserdem heisst sienoch Grasblume, gelbes Schneeglöckchen, gelbe Haferblume (Ostpreussen), Gilgen [= Lilie](Niederösterreich).

Ausdauernd, 10 bis 30 cm hoch, am Grunde nur 1 Zwiebel tragend (im Habitusstark an nr. 585 erinnernd). Das grundständige Laubblatt breit-linealisch (gewöhnlich 7 bis8 [9] mm breit), an der Spitze gewöhnlich plötzlich mützenförmig zusammengezogen undpfriemenförmig zugespitzt. Die beiden Stengelblätter dicht unter dem Blütenstand, lanzettlich,gekielt, das obere kleiner, am Rande spinnwebig-gewimpert. Hüllblätter meist klein (selten

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