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2. Monocotyledones 2 (1907)
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blätter. Blütenstiele kahl, in der Regel 2 bis 3 mal länger als die Blüten. Perigonblätterlänglich-lanzettlich (1,1 bis 1,3 cm lang), stumpf. IV, V.

Stellenweise in schattigen, humosen Wäldern, in feuchtem Gebüsch des Tieflandes.

In Deutschland nur im nördlichen Teil (besonders in den Küstengebieten der Nord und Ostsee; jedochauf den Nordseeinsela fehlend) von Oldenburg durch Mecklenburg und Holstein bis Pommern (vereinzelt auchnoch in Ost- und Westpreussen), südlich in der Rheinprovinz bis zum Westervvald (Stegskopf bei Daaden), Nassau(Dillenburg). Westfalen, Niederhessen, durch Süd-Hannover, Braunschweig, Pr. Sachsen (Neuhaldensleben), die Alt-mark (früher bei Tangermünde) und bis in die Prignitz; ferner vereinzelt in Thüringen (im Steiger bei Erfurt),sowie in Meiningen (Löhlein bei Rentwertshausen, Donnerheideschlag bei Wolfmannshausen, Wallenbrunn beiBehrungen), im Königreich Sachsen (bei Leipzig, Moritzburg bei Dresden und in der Lausitz bei Kleinwelkeunweit Bautzen), sowie im bayer. Grabfeld (Herrschaftsholz bei Irmelshausen). Fehlt in Oesterreich undin der Schweiz gänzlich. Pflanzengeographisch ist diese Art der nordatlantischen Flora zuzuzählen.

Allgemeine Verbreitung: Belgien. Niederlande (vereinzelt), Norddeutschland,Dänemark, Schweden, südliches Norwegen.

584. Gagea Liotärdi l ) (Sternb.) Roem. et Schult. (= G. hstulösa [Ram.] Ker - Gawler.= G. pygmjfea Salisb., = Ornithogalum fragiferum Vill., = O. fistulosum Ram., = O. LiotärdiSternb., O. Bohemicüm Lois. nee Zauschner). Alp en- Gelb Stern. Fig. 331 und

Fig. 327 e bis g.

Ausdauernd, 10 bis 12 cm hoch. Blütenstengel am Grunde mit 2 Zwiebeln. Grund-ständige Blätter 1 oder 2, röhrig, hohl, halbstielrund, nur am Grunde rinnig (Fig. 331b),lineal, ca. 2 (4) mm breit. Die beiden Stengelblätter einander genähert, fast gegenständig,lanzettlich, dem Blütenstand sehr genähert, das untere aus ziemlich breitem Grunde ver-schmälert, kürzer oder länger als der 1- bis 5-blütige, doldige Blütenstand. Hüllblätter klein.Blütenstiele ± zottig-behaart, 4 bis 5 mal länger als die Blüten. Perigonblätter stumpf, elliptisch-lanzettlich. Staubblätter kaum halb so lang als die Perigonblätter. VI, VII.

Stellenweise auf Triften, auf überdüngten, morastigen Wiesen,fettem Humusboden (besonders in der Nähe von Sennhütten undStällen, selten auch in Krautgärten) der Alpen, von ca. 1200 bisca. 2400 m (Sassal Massone im Puschlav 2440 m, im Wallis bis 2470 m):vereinzelt auch tiefer (St. Andrä bei Brixen in Südtirol bis 900 mhinabsteigend).

Djese Art ist eine der wenigen alpinen Liliaceen; sie reicht östlich bisSalzburg, Steiermark und Kärnten (hier nur in der Tauerngruppe). Fehlt also in denbayerischen Alpen, sowie in den Alpen von Krain, Nieder- und Oberösterreich voll-ständig. Sie liebt Urgebirge und tritt auf alpinen Wiesen (z. B. auf der Seiseralpein Südtirol) gern in Gesellschaft von Nardus strieta, Luzula spadicea, Gentiana excisa.Anemone vernalis, Veronica bellidioides, Geum montanun, Anemone sulphurea, Homo-gyne alpina, Cirsium spinosissimum, Ranunculus Pyrenaeus, Vaccinium uliginosum etc. auf.Sie gehört wie Anemone vernalis und Halleri, Ranunculus alpestris und Pyrenaeus.Crocus %-ernus, die Soldanellen, Primula integrifolia zu den Frühlingsboten desAlpenrasens.

Allgemeine \ 7 erbr eitung: Pyrenäen, Alpen (von denWestalpen bis Kärnten und Venetien), Korsika, Apenninen, Himalaya(wird im südlichen Teile durch G. Sintenisii Pascher vertreten).

Aendert wenig ab: var. livipes Henri Jaccard (= var. gläbra Dalla Toneet Sarntheim). Blütenstiele vollständig kahl. lüsus fragi'fera Vill. (= var.bulbifera Henri Jaccard). An Stelle der Blüten ist ein dichter erdbeerartiger Knäuelvon kleinen, rötlichen Bulbillen ausgebildet (Seltenl.

Fig.331. GageaLiotardi(Sternb.) Roem. et Schult.«Habitus C/snatür]. Grösse).b Querschnitt durch dasgrundständige Laubblatt.c Frucht mit Griffelrest.d Querschnitt durch denFruchtknoten.

') Nach dem Botaniker Pierre Liotard (geb. 1729, gest. 1796 in Grenoble).