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582. Gagea minima Ker-Gawler ( G. callosa Rchb., G. Baumgarteniana Schur,
= Ornithögalum minimum L., = O. gräcile Hagen, = O. minütum Pall., = O. minus Gilib.,
= O. callosum Kit.)- Kleiner Gelbstern. Fig. 329.
Ausdauernd. 8 bis 20 cm hoch, sehr zart. Blütenstengelam Grunde eine grössere und eine kleinere Zwiebel tragend. Grund-ständiges Laubblatt 1 (höchst selten daneben noch ein zweites sehrkurzes, die Erdoberfläche meist nicht erreichendes Blatt), schmal(1 bis 2 mm breit), linealisch, flach oder schwachrinnig. UnteresStengelblatt (= 4. Blatt) dem Blütenstand ± genähert, 7 bis 8 mmbreit, zuweilen säbelartig gekrümmt, kürzer oder etwas länger alsder 1- bis 7-blütige Blütenstand, am Grunde scheidig. OberesStengelblatt linealisch, den Hüllblättern ähnlich. Blütenstiele kahl,gewöhnlich 2 bis 3 mal länger als die Blüten. Perigonblätterlinealisch-lanzettlich, 10 bis 15 mm lang, zugespitzt, etwas zurück-gekrümmt (Fig. 329b). Staubblätter kurz oder bis halb so langals die Perigonblätter (Fig. 329b). Staubbeutel länglich. Fruchteiförmig (Fig. 329 c, d), kürzer als das Perigon. — III bis V.
Selten und zerstreut an Waldrändern, in Hecken, Vorhölzern,in grasigen Hainen, unter Obstbäumen, an Dämmen, auf Alpen-weiden, an Abhängen, selten auch unter Saat oder in Dünentälern;vereinzelt bis in die Voralpen (bis ca. 1600 m). Gern auf Kalk.
In Deutschland sehr zerstreut im östlichen und im mittleren Gebiet;
fehlt vollständig in Baden. Württemberg, Elsass-Lothringen, Hessen, Westfalen,
in der Rheinprovinz sowie im nordwestlichen Gebiet
(jedoch nicht bei Neuenkirchen im südl. Oldenburg). Reicht westlich bis Ost-Schleswig,Ratzeburg, Göttingen, westl. Harz, Erfurt, Schweinfurt bis Dinkelsbühl und Ingolstadt.Fehlt in Oesterreich gänzlich nur in Oberösterreich; selten und sehr vereinzeltdagegen in Salzburg, Tirol (einzig am Spielberg [Hochfilzen bei Kitzbühel] und beiBrentonico in Südtirol), Kärnten (nur nördlich der Drau, Lind ob Velden, Faschaunim Maltatal, Obervellach; nach Scharfetter briefl.) und in Krain (selten in Oberkrain amBerg Stol und Karner-Vellach bei Jauerburg). In der Schweiz sehr selten in denVoralpen.
Allgemeine Verbreitung: Süd-und östliches Europa (nörd-lich bis Dänemark und Skandinavien; fehlt in Spanien, Frankreichund in Belgien), Kleinasien, Kaukasus, Ural, Sibirien, Altai.
583. Gagea spathäcea 1 ) Salisb. (= G. BelgicaDum., = Ornithögalum
spathäceum Hayne, = O. Haynii Roth, = O. minimum Oeder,
= O. Belgicum Lej.). Scheiden-Goldstern. Fig. 330.
Ausdauernd, 6 bis 15 (20) cm hoch. Blütenstengel am Grunde2 rundlich-eiförmige, ungleichgrosse Zwiebeln tragend. Die beiden(ausnahmsweise 3) grundständigen Laubblätter linealisch-fadenförmig(meist nicht viel über 1 mm breit), halbstielrund, oberseits flachrinnigoder flach, unterseits mit sehr schwach vorspringenden Nerven. UnteresStengelblatt etwas von dem 1- bis 5-blütigen Blütenstand entfernt,6 bis 9 mm breit, so lang oder kürzer als derselbe. Oberes Stengel-blatt linealisch-lanzettlich, gewöhnlich nicht viel grösser als die Hüll-
Fig.329. Gagea minima Ker-Gawler. a Habitus ('/» natürl.Grösse), b Perigonblatt mitStaubblatt, c Fruchtknoten mitGriffel, d Querschnitt durchden Fruchtknoten.
Fig. 330. Gagea spathä-cea Salisb. a Habitus (1/3natürl. Grösse), b Frucht-knoten mit Griffel, c Peri-gonblatt mit Staubblatt.
') = scheidenartig (lat. spatha = Scheide), wohl nach der Gestalt des unteren Laubblattes dieser Art.
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