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Fig. 328. Gage» Bohemicallocm. et Schult, subsp. saxatilisKoch, a Habitus (//snatürl, Grösse).b Querschnitt durch ein grund-ständiges Laubblatt, c Fruchtknotenmit Griffel, d Querschnitt durchdenselben, c Staubblätter.
(das untere am Stengel gelegentlich bis fast auf den Grund herabgedrückt). Selten auchmit Bulbillen (var. fragifera Zimmermann). Blüten oft einzeln oder zu 2 bis 3, blassgelb.
Perigonblätter länglich bis länglich-verkehrtlanzettlich, stumpf,bis 1,3 cm lang. Fruchtknoten verkehrt-eiförmig, oben gestutzt(Fig. 328c), mit ziemlich konvexen Seiten (Fig. 328d). - - III, IV.Selten und sehr zerstreut an sonnigen Felsen, steinigen,kurzbegrasten Hügeln, an Wegrändern, in Schonungen; nur inder Ebene und in der Bergregion (kaum über 600 m). Gedeiht aufsehr verschiedenartiger Unterlage, auf Granit, Porphyr, Tertiär-kalk, Gipskeuper.
In Deutschland vereinzelt im südwestlichen und mittleren Gebiete.Fehlt in Baden und Württemberg gänzlich. In Bayern mehrfach in der nördlichenPfalz, als Seltenheit in der "Vorderpfalz bei Kallstadt (1905 neuerdings entdeckt)und vereinzelt in Mittelfranken (einzig unweit Kaltenbronn bei Feuchtwangen).Ausserdem im Nahetal (von Bingen bis Kirn), im Alsenztal, bei Eisenach,Gotha, am Harz (Süd- und Ostrand), bei Halle a. S., um Magdeburg bis Aschers-leben, Seehausen und Neuhaldensleben, vereinzelt in der Provinz Branden-burg (um Rathenow und bei Potsdam) und mehrfach im mittleren Odertal (von Lebus bis Angermünde).Kehlt in Oesterreich gänzlich. In der Schweiz einzig vereinzelt im mittleren Wallis (von Brancon bis Sierre).
Verbreitung der Unterart: Iberische Halbinsel, Zentral-und Westfrankreich,Italien und Inseln, selten in der Westschweiz und im mittleren Deutschland.
Auch diese Unterart zeigt häufig eine reichliche Wurzelbrut. Ebenso ist die Zahl der Blütenorganenicht allzu selten vermehrt. Im trockenen Wallis erscheint diese westmediterrane Unterart gelegentlich in denBeständen von Festuca Vallesiaca (Bd. 1, pag. 335) zusammen mit andern vergänglichen Frühjahrsblühern(Muscari comosum, Adonis vernalis). In der Pfalz wurde sie durch den allzu grossen Sammeleifer junger Leutestellenweise ausgerottet.
b) Gagea Zauschneri 1 ) Pascher (= G. eu-Bohemica Aschers, et Graebner, = G. Szovitsii Bess.,= Ornithögalum Bohemicum Zauschn., = O. Zauschneri Pohl). Zauschner's Gelbstern.
Ausdauernd, 4 bis 5 (selten 8 bis 10 cm) hoch, kahl oder + behaart. Zwiebel ver-hältnismässig klein. Stengel kräftig. Die beiden grundständigen Laubblätter stielrund,fädlich. Stengelblätter voneinander etwas abgerückt, aus länglichem, fast scheidig-umfassendemGrunde nach vorn stark verschmälert, oft in eine lange Spitze ausgezogen. Blütenstandmeist armblütig. Blüten 15 bis 17 mm lang, intensiv gelb (im allgemeinen grösser, breiter,intensiver gelb als bei der subsp. a; beim Trocknen dunkler werdend). Aeussere Perigon-blätter breit länglich, vorn stumpf bis abgerundet stumpf, ca. 4 72 (3 bis 7 mm) breit,innere Perigonblätter breit, verkehrt-eilänglich, ca. 4 (3 bis ö 1 ^ mm) breit, am Grunde oftungleich verschmälert, alle am Rande und auf dem Rücken + behaart. Fruchtknotenhäufig verkehrt-eiförmig, oben ausgerandet, mit einspringenden Seiten (doch gelegentlichauch mit flachen bis etwas vorspringenden Seitenflächen). — III, IV.
Zerstreut und selten auf sandigen, grasigen Stellen, auf sonnigen Hügeln: nur inder Ebene. Vereinzelt im östlichen Gebiet.
In Deutschland einzig in Mittelsachsen (Zörnitzer Mühle bei Bernburg) und bei Magdeburg (anletzterm Ort in die subsp. a) übergehend. In Oesterreich vereinzelt in Böhmen (um Prag, bei Weltrus, imElbtal unweit Zlosejn, Kourim, Gitschin, Böhmisch-Leipa), in Mähren (Brunn, Znaim, Ivancice, Olmütz, Namiest,Eibenschitz, Mohelno, Kromau) und in Niederösterreich (auf dem Uaaer- und Wienerberge, von Hörn überEggenburg, Pulkau, Retz bis Unter-Retschbach an der mährischen Grenze). Fehlt in der Schweiz gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Südöstliches Europa (besonders in Ungarn, Balkan-halbinsel, Südrussland), Kleinasien, Syrien, Palästina.
') Benannt nach Johann Baptist Joseph Zauschn er (geb. 1737, gest. 16. Sept. 1799 in Prag),Professor der Naturgeschichte an der Universität Prag.