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2. Monocotyledones 2 (1907)
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(auch in Kärnten, Tessin und im Wallis) sind wohl insgesamt (wenn auch scheinbar spontan) als sekundäre zubezeichnen. An einer grossen Zahl von Standorten hat sich diese Art, die leicht mit Gartenauswurf ver-schleppt wird, vollständig eingebürgert und bildet nicht selten grössere Kolonien. Da die Pflanze zuweilenvorzeitig abgemäht wird oder im Gebüsch stark versteckt ist, kann sie da sie dann nicht zur Blüte gelangtleicht übersehen werden (z. B. um Bozen, Fröschau-Fischenthal im Zürcher Oberland etc.).

Allgemeine Verbreitung: Kaukasusländer, südliches und mittleres Russland;angeblich wild im ganzen südlichen Europa (?).

579. Hemerocallis flava L.

Gelbe Taglilie.Fig. 326b und c.

Franz.: Lis Asphodele, Lis jaune.

Ausdauernd, bis 1 m hoch. Stengel länger als die grasgrünen, linealen, 40 bis 60 cmlangen und bis 1,5 cm breiten Laubblätter. Blütenstand meist 6- bis 9-blütig. Blütenstiele 2 bis5cm lang. Blüten glockig-trichterförmig, rein gelb, wohlriechend (nach Orangenblütenduftend), bis 6 cm lang. Perigonzipfel flach, spitz, längsnervig (jedoch ohne Queradern),bis 8 mm breit (die innern etwas breiter, abgestutzt). VI.

Selten an sumpfigen, schattigen Stellen, in Weinbergen.

Wild tritt diese Art vielleicht im Süden in Krain, Unter-Steiermark (Steinbrück) und in Südtirol(Val Vestino) auf (jedoch kaum in Kärnten). Ausserdem kommt sie stellenweise (auch nördlich der Alpen)aus Gärten vereinzelt oder in Menge verwildert (jedoch viel seltener als nr. 578) vor und hat sich mehrfachvollständig eingebürgert (reichlich fruchtend z. B. in den Lechauen unterhalb Augsburg). In Mittel- und Nord-deutschland kommt sie kaum noch vor (allerdings noch in Böhmen: Leitomischl).

CLV. Gägea 1 ) Salisb. Gelbstern.

Kleine oder ziemlich kleine, ausdauernde Zwiebelpflanzen. Laubblätter wenig zahlreich,lineal bis lanzettlich, flach, röhrig oder rinnig (Fig. 328 b, 331b), an der Spitze mützenartig zu-sammengezogen, kahl oder am Rande ±bewimpert; 1 bis 2 (3) Blätter sind grundständig, währendgewöhnlich 2 (3) Blätter unter dem Blütenstand stehen. Letzterer trugdoldig (mit Neigung zuSchraubein), von laubblattartigen, oftwolligen Hüllblättern gestützt, inder Regel doldenartig zusammenge-drängt, wenigblütig (zuweilen auf eineBlüte reduziert). Perigonblätter 6(ausnahmsweise mehr oder weniger),abstehend, 3- bis 5-nervig, gold-gelb, innen glänzend, aussen matt-gelb , mit grünem Rückenstreifen(sehr selten weisslich oder rosa),am Grunde mit einer Honiggrube,bleibend. Staubblätter 6, bald länger,bald kürzer als der Griffel. Staub-beutel aufrecht, am Grunde befestigt.Narbe undeutlich dreilappig. Kapseldreiseitig, wenigsamig, mit dünnerWand. Samen kugelig, walzlich bisschwach zusammengedrückt, meistbraun, oft mit Längs- und Quer-riefen (Fig. 327 e), zuweilen mit An-hängseln (Fig. 327 h).

Dum. (die eine Blüte [links]mit 4 Carpellen und ö Staubblättern, die andern [rechts] mit 3 Carpellen undä Staubblättern), b Fruchtknoten aus 9 verschieden grossen Carpellen ge-bildet, c Abnormes Perigonblatt. d Querschnitt durch einen fünffächerigenFruchtknoten (Material von cand. phil. F. Boas-München), e Same vonGagcaLiotardi Roeru. et Schult. /Querschnitt durch einen Samen mit Nähr-j^ewebe. g Einige Kndospermzcllen mit Stärkekörnern, h Same von Gagealutea Ker-Gawler. i Haar eines Blütenstieles (vergrössert). /' Wurzelbrutvon nr. 582.

2 ) Nach dem englischen Botaniker Sir Thomas Gage (geb. 1781, gest. 1820).