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2. Monocotyledones 2 (1907)
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577. Anthericum liliägo') L. (= A. non ramösum Gilib., = Phalängium Liliägo Schreb.,= Ornithögalum gramineum Lam.). Astlose Graslilie. Fig. 325.

Ausdauernd, 30 bis 60 (80) cm hoch.Stengel aufrecht oder aufsteigend, meist nur amGrunde beblättert (zuweilen unter dem 'Blüten-stande einige Hochblätter tragend). Laubblätterschmal-linealisch, grasartig, 2 bis 5 (7) mm breit,mit dünnhäutiger Scheide, ganz allmählich in dieschlanke Spitze verschmälert. Blütenstand faststets eine einfache, unverzweigte Traube. Trag-blätter ganz allmählich in die Spitze ver-schmälert, häutig, mehrnervig, halb so lang alsder Blütenstiel. Blüten weiss, 35 bis 40 mm imDurchmesser. Perigonblätter gleichgestaltet, nachder Spitze zu verschmälert, stumpf, weiss, in derMitte mit 3 einander genäherten Längsnerven.Staubblätter verschieden lang, alle jedoch vielkürzer als die Perigonblätter. Griffel etwas ge-krümmt , aufsteigend, etwas kürzer als diePerigonblätter. Kapsel 10 bis 13 mm lang, drei-kantig-eiförmig (Fig. 325 e), spitz. Samen 3 bis4 mm lang. Keimling fast so lang als das Nähr-gewebe, gekrümmt (Fig. 325g). V bis VII.

Stellenweise (jedoch im allgemeinen vielseltener als nr. 576) an steinigen, buschigen Ab-hängen, auf sandigen Aeckern, in trockenenWäldern, auf sonnigen (politischen) Hügeln, inWeinbergen; von der Ebene bis in die Voralpen (vereinzelt bis 1800 m).

In Deutschland ziemlich verbreitet, aber meist sehr zerstreut. Fehlt im nordwestlichenFlachlande westlich von Celle, Lüneburg und Harburg vollständig, ebenso im Erzgebirge, in Posen, in West-und Ostpreussen; in Schlesien (einzig: Bienemühl bei Schlawa, Stadtwald bei Gr. Glogau und Jauschwitz beiLüben) und in Lothringen (Metz, Bitsch) sehr selten. Fehlt in Oesterreich vollständig in Mähren und inKrain (in Kärnten angeblich am Wolfsberg); in Niederösterreich sehr selten (einzig bei Waldegg und Alten-markt a. d. Enns).

Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (nördlich bis Südschwedenund Dänemark), Kleinasien, Nordafrika.

Aendert wenig ab: f. f ällax Zabel (= var. ramösa Wiesb.). Blütenstand am Grunde wenig verzweigt.Aeste jedoch stets bedeutend kürzer und schwächer als dieEndtraube (Gelegentlich in der Kultur). Auch dieseArt tritt nördlich der Alpen gern in der pontischen Steppenformation auf. Im Oberelsass erscheint sie auf den Kalk-felsen des Schössleberges (vgl. [ssler, Allgem. Botan. Zeitschr.'1908, pag. 110) im Vereine von Althaea hirsuta.Hutchinsia petraea, Isatis tinetoria, Helianthemum fumana, Alsine Jacquini, Dictamnus albus. Genistapilosa, Potentillaarenaria, Trinia glauca, Peucedanum Alsaticum, Artemisia camphorata (in Deutschland einzig im Elsass), Aster lino-syris, Ruraex squarrosus, Himanthogloss umhircinum, Muscari racemosum, Allium sphaeroeephalum (vgl. Bd. 11.pag. 218), Koeleria Vallesiana (Bd. 1, pag. 283), Melica nebrodensis, Stipa pennata etc. (also zahlreiche süd-europäische, fast ausschliesslich stark xerophil gebaute Formen). In den Eichenwäldern finden sich als weitere süd-europäische. Arten mit A. liliägo vergesellschaftet: Hex aquifolium, Luzula Forsteri (Bd. II, pag. 175), Orchissambucina, Digitalis lutea. An den warmen Abhängen der Südalpen tritt die Art gern in den Beständen vonBrachypodium pinn&tum und Festuca varia auf. Die Blüten werden von Bienen und Schwebfliegen besucht.

Fig. 325. Anthericum liliägo L. a Habitus ( l j-i natürl.

Grösse), b und c Staubbeutel, d Fruchtknoten mit Griffel.

e Frucht. / Same, g Längsschnitt durch den Samen mit

Embryo,

M Lilienähnlich; die Endsilbe

gith" ähnliches Gewächs).

zeigt eine Aehnlichkeit an; vgl. Githago (für ein der'Pflanze

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