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zugespitzt, am Grunde gehäuft. Untere Stengelblätter flach, linealisch, die obersten klein,den Tragblättern ähnlich. Blütenstand eine endständige, aufrechte, meist zylindrische (seltenerkopfige), einfache (selten verzweigte), unterwärts lockere, 4 bis 6 (10) cm lange Traube.Blüten kurz gestielt, in der Achsel eines lanzettlichen Tragblattes stehend, am Grunde voneinem dreilappigen Vorblatt (Taf. 58, Fig. 1 b) umgeben. Perigonblätter 6 (Taf. 58, Fig. la),gewöhnlich gelblich-weiss, 3 bis 3,5 mm lang (ausnahmsweise ist das vordere Blatt des innerenKreises in ein Staubblatt umgewandelt). Staubblätter 6. Griffel kurz, 3. Kapsel 3 bis3,5 mm lang, eiförmig bis kugelig-eiförmig, vielsamig, kantig (Fig. 314 a, b). Samen länglich,etwas längskantig, bräunlich, 0,7 mm lang (Fig. 314d). — VI bis VIII (vereinzelt bis X),
Stellenweise nicht selten auf Triften, auf mageren, trockenen oder torfigen Wiesen,steinigen Abhängen, an feuchten oder berieselten Felsen, quelligen Stellen; von der Ebenebis in die Voralpen (vereinzelt noch höher), gern auf Kalk und Löss.
Diese Art ist im Alpengebiet weit verbreitet und steigt vereinzelt bis in die alpine Region hinauf(Kärnten: Pasterze, 2150 m; Tirol: Rossklüfte beiWindischmatrei, 2200 m; Wallis in der var. glacialis bis 2600 m).Geht nördlich der Alpen in Bayern bis zur Donau, bis ins nördliche Württemberg und Baden (im Schwarz-wald selten; einzig Altensteig im württembergischen Oberamt Nagold). Ausserdem in D eutschland vereinzeltin der Pfalz, in Hessen (Darmstadt), im nördlichen Bayern, in Thüringen (bei Jena, Querfurt, Delitzsch), beiHalle, Leipzig, in der Niederlausitz, in Schlesien, in der norddeutschen Ebene nur östlich der Elbe in Branden-burg (nördlich bis Berlin und Eberswalde), in Posen (nördlich bis Meseritz und Bromberg), in Westpreussen(nördlich bis Konitz und Thorn) und in Ostpreussen (nördlich bis Lötzen und Lyck); fehlt in Pommern voll-ständig. In den Alpen zuweilen Glazialrelikt (nach Scharfetter), so z. B. in Kärnten (Granitz und EbentalerWasserfall, 500 m); ausserdem nicht selten aus neuerer Zeit auch herabgeschwemmt.
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpengebiet, Karpaten, zerstreut durchMitteleuropa (östlich bis Wolhynien und bis Charkow).
Aendert wenig ab: var. glacialis Thomas. Blütenstand sehr kurz, fast kopfig (nicht zylindrisch).Stengel niedrig, selten über 10 cm hoch. Tracht von nr. 567 (Hochalpen). — var. capitata Rchb. Blütensehr kurz gestielt. Blütenstand dicht oder locker, + walzlich. Stengel kräftig, bis 45 cm hoch. Blätterschmäler (auf moorigem Boden). — hisus ramösa Hoppe. Blüten länger gestielt. Blütenstand deutlichtraubig, sehr oft verzweigt; die untersten Seitenäste dann 2- bis 15-blütig. Untere Tragblätter nicht seltenverlängert (Selten). — f. rubra Friedr. v. Braun (= T. palustris Willd. ß rubescens Hoppe). Fruchtkapselrotbraun gefärbt. Blüten rötlich (Selten in den Alpen). — Die wenig auffälligen Blüten dieser Art sindproterogyn und zeigen langlebige Narben. Der Honig ist halbverborgen und wird zwischen den Fruchtblätternausgeschieden. Als Bestäuber kommen Apiden, Schwebfliegen, sowie einige Käfer und Falter in Betracht.Bei ausfallender Fremdbestäubung erfolgt als Notbehelf spontane Selbstbestäubung. Die kleinen, spindelförmigenSamen (Fig. 314d) werden durch den Wind verbreitet. T. calyculata ist ein ausgesprochener Magerkeits-zeiger. An berieselten Kalkfelsen erscheint die Pflanze nicht selten in Gesellschaft von Bellidiastrum Michelii,Pinguicula alpina, Carex mucronata, Parnassia palustris, auf verwittertem, trockenem Mergelboden dagegen gernzusammen mit Erica carnea, Sesleria caerulea, Polygala chamaebuxus, Epipactis atrorubens, Petasites niveus,Salix incana, Potentilla tormentilla, Dryas octopetala etc. Häufig kommt sie auch im Hydromolinietum vor,in Gesellschaft von Schoenus ferrugineus und nigricans (Bd. II, pag. 45 bis 47), Allium oleraceum, Lythrumsalicaria, Parnassia palustris, Peucedanum palustre, Alectorolophus angustifolius und minor, Galium palustre unduliginosum, Succisa pratensis, Lysimachia vulgaris, Senecio paludosus, Centaurea jacea etc.
S
567. Tofieldia palustris Huds. (= T. borealis Wahlenb., = T. alpina Hoppe et Sternberg,= Helönias borealis Willd., — Narthecium boreäle Wahlenb.). Sumpf-Liliensimse. Fig. 315.
Ausdauernd, 5 bis 12 cm hoch. Stengel nur ganz am Grunde beblättert. Blätterschmäler als bei nr. 566, gewöhnlich dreinervig, spitzlich, an der Spitze fast abgerundet.Blütenstand kurzkopfig, nicht vielblütig (selten über 10 Blüten enthaltend). Blüten ohneVorblätter in der Achsel eines dreilappigen Tragblattes stehend (Fig. 315 b), kurz gestielt.Perigonblätter weisslich. — VII.
Ziemlich selten in Sümpfen, auf Alluvionen, moorigen Plätzen, in Schneegrubender Alpen, von ca. 1800 m (Karlbadgraben in Kärnten, 1896 m) bis 26J0 m (Bernina in