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2. Monocotyledones 2 (1907)
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gebraucht. Ausserdem wirkt die Droge wurmtreibend. Ebenso war früher Oleum cocos, das aus dem Samenausgepresste Fett offizineil. Mit den Palmen sehr nahe verwandt sind die Cyclanthäceae aus dem tropischenAmerika. Die jungen Blätter von Carludovica palmäta Ruiz. et Pav. dienen zur Herstellung der echtenPanama- oder Guayaquil-Hüte.

24. Fam. Aräceae. Ar onge wachse.

Meist ausdauernde, kahle Kräuter mit häufig knollenförmiger oder kriechenderGrundachse (in den Tropen auch Holzgewächse sowie Schwimmpflanzen) und sympodialerVerzweigung. Blätter meist grundständig, langgestielt, herz- oder pfeilförmig, seltenerschwertförmig (Acorus), meistens in Spreite, Stiel und Scheide gegliedert, sehr oft deutlichnetzaderig, seltener parallelnervig, ungeteilt oder fiederteilig bis fiederschnittig (Rhaphidophoradecursiva), einfach- oder doppelt gefiedert (Zamiocülcas, Gonatopus), gefingert (vieleAnthurien), fussförmig (Dracunculus, Arisfema, Sauromätum) oder vielfach geteilt (Amorpho-phällus) Blüten meist ohne Perigon, sehr klein, eingeschlechtig, oft stark reduziert (nuraus 1 Staubblatt oder 1 Carpell bestehend), seltener zweigeschlechtig, stets ohne Vorblätter,zu vielblütigen (selten einblütig), meist unverzweigten Kolben oder Aehren vereinigt, die amGrunde von einem häufig kronblattartig gefärbten Hochblatt (spatha) umgeben werden (seltenist der Kolben mit der Spatha verwachsen, vgl. Bd. I, pag. CXI, Fig. 183b). Frucht beeren-artig (selten saftlos), nicht aufspringend oder unregelmässig zerreissend. Aeusseres Integumentdes Samens fleischig. Samen mit oder ohne Endosperm (sehr selten mit Perisperm).

Diese sehr vielgestaltige Familie umfasst über 100 Gattungen mit ca. 900 Arten, von denen weitausdie meisten (ea. 92»/) in den Tropen (vorzugsweise als Epiphyten in schattigen feuchten Wäldern oder an ' v»Hpn Zonen fehlen die Araceen gänzlich. Als Zimmerpflanzen werden bei

Flussufern) vorkommen. In den kalten /.oneu i<= o,..,.,...

,.. ^ /r^iin Apt-hiönica L., = Richardia Afncana Kunth, = Zantedeschia Aethiopica

uns vor allem die Zimmer-Calla (L-a.ua Aeuiiuy«- , , . ,, , .

Spreng) aus dem Capland mit blendendweisser Spatha (daher v.elerorts auchPapierblume" geheissen), seltenerauch die geflecktblätterige Calla (Zantedeschia albomaculäta Baill.), ferner Monstera deliciosa Liebm. aus Mexiko

. , ,,.. , -oi-li-.li:,!,eh a ls Philodendron pertüsum bezeichnet), sowie die biologisch inter-

mit durchlöcherten Blattern (falschlich aucn ais .r />

essanten (die Knollen entwickeln ohne Wasser und Erde im Zimmer ihren Blutenstand) Sauromatum-Arten(S. venösum Schott und seltener S. guttätum Schott aus Ostindien) kultiviert. _ Als Einfassungspflanze wird in

, .... t , oi f t( . Art des kleinen japanischen Acorus grami'neus Ait. verwendet. Zahlreiche

Gärten gelegentlich eine weiss gestreute Art ura j f &

., .. ,.,-, RiHt-ter ^Caladien \h ormen von Calädium bicolor Vent.l, Anthurium-Arten.

Arten werden wegen ihrer prachtigen matter ^a ^ L j,

_^ ,, , . ,. . . , . M,^K^no;iipn \elaonema etc.) oder wegen ihrer lebhaft gefärbten oder interessanten

Dieffenbächia picta Schott aus Nor dbrasinen,-.T-g'o- ; & &

., ., , . , . . c^v,« rrP riänum Schott von Guatemala und Costa Rica), Steudnera colocasiaefoliaSpathen (Anthunum Grusoni, A. scneraeiM"" /<

,, , ^ ... .. \ filüshäusern kultiviert. Pistia stratiötes L., eine in den Tropen weit verbreitete

C. Koch aus Ostindien) in warmen Lriasnauscm ivu , y

_ , . , ., ; Wnrmhäusern kultiviert, während Pinellia tuberifera Ten. (= Arum ternatum

Schwimmpflanze, wird zuweilen in waruma"^ v

_, , , _,, . T rH r tpn eingepflanzt leicht verwildert. Die Blätter der letztern Art tragen

Thunb.) aus China-Japan in harten cmg^ &

_ , ., .. j :m . 0 i-,j Pr an der Basis der Spreite kleine Knöllchen. Viele Araceen sind milch-

am Ende des unteren Blattdrittels ouer

, , ,j.j pr p-ifti»e Stoffe, die aber durch Kochen oder Rösten entfernt werden können,

saftführend und besitzen scharfe ouer guu a <- ,

, .___,-rophipdener Arten (namentlich vom Tarro oder Eddoas Kalo f = Colocäsia

Die starkereichen Rhizome verscmeuenci v l

antiquörum Schott] Alocäsia macrorrhi'za Schott) bilden in den Tropen ein wichtiges Nahrungsmittel;

andere dienen als Heilmittel, u. a. auch gegen Schlangenbiss (über Acorus siehe pag. 136). Die Bluten der

Araceen sind für Insektenbestäubung eingerichtet und sind in der Regel proterogyn. Die oft intensiv gefärbte

, .. g- e r bte nackte Blütenkolben dienen zur Anlockung der Insekten. Verschiedene Arten

er^euee^während des Aufblühens einen intensiven, oft sehr unangenehmen (urinösen) Geruch (Typhönium,

Amorphophallus), wodurch Aaskäfer angelockt werden. Andere Arten erzeugen zur Blütezeit innerhalb der

. , ,.,..' /A, m H-nlirum bis 40° C). Bei Calla palustris sind Schnecken als Bestäubungsver-

Spatha viel warme (Arum iia.nv.uu« / o

mittler tätig.

1. Laubblätter ungeteilt (nicht eingeschnitten)...................2.

1* Laubblätter fussförmig geteilt. Sehr selten im Süden......Dracunculus CXXXVIII.

2 Laubblätter lineal, schwertförmig. Hüllblatt grün, blattartig . . . . . .Acorus CXXXIX.

2*. Laubblätter breit, herz- oder pfeilförmig.................... 3.

3 Kolben oben nackt. Blüten eingeschlechtig, einhäusig.........Arum CXXXV1I.

V Kolben bis zur Spitze mit kleinen, zwitterigen oder (oben) männlichen Blüten besetzt Calla CXXXX.