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96*. Hüllblätter kurzscheidig, wagrecht abstehend oder zuletzt meist zurückgekriimmt. Schläuchestark gerippt (Fig. 253c).......................C. extensa nr. 505.
97. Nur eine männliche Aehre. Weibliche Aehren einander fast doldig genähert, gestielt, meisthängend. Pflanze rasenförmig..................C. pseudocyperus nr. 50/.
97*. In der Regel mehrere männliche Aehren. Pflanze kriechend, Ausläufer treibend .... 98.
98. Fruchtschläuche + stark behaart (Taf. 54, Fig. 4 a, 5 a).............99.
98*. Fruchtschläuche normal kahl (Taf. 54, Fig. 2a, 3a)............... 101.
99. Laubblätter schmal, rinnig gefaltet, kahl. Tragblätter länglich, stachelspitzig oder kurz begrannt
C. lasiocarpa nr. 513.
99*. Laubblätter meist flach und + behaart. Tragblätter länglich-eiförmig, in eine lange, am Rande
gesägte Spitze verschmälert (Taf. 54, Fig. 5 a, Fig. 256 f) .................. 100.
100. Scheiden schwach netzfaserig. Schläuche meist gleichmässig dicht behaart. Untere Hüllblätterlangscheidig..............................C. hirta nr. 514.
100*. Stengel am Grunde stark verdickt. Scheiden stark netzfaserig. Schläuche nicht überall gleich-massig behaart oder fast kahl. Untere Hüllblätter ziemlich kurzscheidig.....C. aristata nr. 515.
101. Schläuche meist bedeutend länger als die stumpflichen Tragblätter, aufgeblasen .... 10—101*. Schläuche wenig länger, so lang oder kürzer als die zugespitzten Tragblätter (Fig. 255c, d). 103.
102. Stengel stumpfkantig (Taf. 54. Fig. 2 b), nur im Blütenstand rauh. Blattspreiten 3 bis 5 mmbreit, graugrün...........................C. ros trata nr. 508.
102*. Stengel scharfkantig (Taf. 54, Fig. 3b), rauh. Blätter 4 bis 7 mm breit, grasgrün.
C. vesicaria nr. 509.
103. Schläuche eingedrückt-längsstreifig (nicht erhaben nervig). Männliche Aehren schmal-zylindrisch.Selten.............................. C. nutans nr. 512.
103*. Schläuche mehrnervig (Fig. 255 e). Männliche Aehren länglich- oder dick-zylindrisch . . .104.
104. Blätter mit netzfaseriger Scheide. Fruchtschlauch dreikantig oder etwas zusammengedrückt(nicht aufgeblasen)...................... . C. acutiformis nr. 510.
104*. Blätter mit häutig zerreissender Scheide. Fruchtschläuche stielrundlich (Fig. 255e), aufgeblasen-
C. riparia nr. 51 1.Die Gramineen und Cyperaceen bilden zusammen die Reihe der Glumiflörae (Spelzblütler). IhreVertreter zeigen kleine, unansehnliche und meist nackte Blüten; seltener sind borsten- oder fadenförmigePerianthblätter ausgebildet. Die Blüten sind von trockenhäutigen Hochblättern (Spelzen) umgeben und zudichten Blütenständen vereinigt. Staubblätter meist 3. Fruchtknoten stets cinfächerig, mit einer einzigenSamenanlage. Laubblätter mit Scheiden und meist mit deutlicher Ligula. — Die zuweilen auch zu den Glumi-floren gestellten Juncaceen werden hier bei den Liliengewächsen behandelt.
An die Glumifloren reihen sich die Palmen (Pälmae), die Fürsten unter den Pflanzen an. Von denca. 1100 bekannten Arten kommt wild in Europa einzig die Zwergpalme (Chamaerops hümilis L.) vor undzwar im westlichen Mittelmeergebiet. Die eigentliche Heimat der Palmen sind die Tropen und Subtropen,vor allem Südamerika und die ostindischen Inseln. Wegen ihrer stattlichen Erscheinung werden bei uns zahl-reiche Arten in Zimmern und Glashäusern oder in Gärten (im Süden auch im Freien überwinternd) kultiviert,so von Fächerpalmen: Livistöna Chinensis R. Br. (= Latänia Borbönica hört, nee Lam.) und L. Austrälis Mart.(= Corvpha Austrälis R. Br.), Trachycdrpus excelsus WendU (= Chamaerops excelsa Thunb.) aus Japan (sehrwiderstandsfähig), Pritchardia filifera Linden aus Californien (leicht kenntlich an den fadenartigen Fasern anden Blättern) und die bereits genannte Zwergpalme; von Fiederpalmen: die Dattelpalme (franz.: dattier, palmierä dattes; ital.: dattero, palma da datteri, = Phoenix daetylifera L.) aus dem nördlichen Afrika und dem süd-westlichen Asien, Phoenix Canariensis Chabaud und P. rupicola Anders., die Kokospalme (Cöcos nueifera L.),welche sich aber nie längere Zeit in Kultur erhält (braucht die salzhaltige Seeluft), ferner Cocos Romanzoff iänaCham., Jubäia speetäbilis Humb., Bonpl. et Kth. aus Chile (bereits in Südtirol angepflanzt), Kentia BelmoreanaMoore, Seaförthia elegans Hook. (= Archontoph&nix Cunninghamiäna Wendl. et Drude) aus Ost-Australien,Areca Baueri Hook. etc. Keimpflanzen der Dattelpalme wurden bei uns schon mehrmals — besondei's in warmenSommern — auf Abfuhrplätzen der Städte (Mannheim, Zürich [1903], Südbahnhof München [1904] etc.) beobachtet.Palmen mit doppelt gefiederten Blättern (z. B. die prächtige Caryota ürens L. aus dem Monsungebiet) oder mitklimmenden Stämmen (hieher Vertreter der Gattungen Calamus und Desmöncus) werden fast nur in grossen,feuchtwarmen Glashäusern kultiviert. Offizineil (Pharm. Germ.) sind die Arekanüsse (semen Arecae) von derim tropischen Asien verbreiteten Betulnusspalme (Areca catechu L.); sie zeigen ein ruminates Endosperm{vgl. Bd. I, pag. XLIX, Fig. 50) und werden im indo-malayischen Archipel schon seit Jahrtausenden beimBetelkauen (in ein Blatt von Piper betle werden Stücke von Catechu, Kalk und Arekanuss eingewickelt)
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