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2. Monocotyledones 2 (1907)
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Aendert wenig ab: var. typica Aschers, et Graebner. Pflanze 10 bis 30cm hoch. Tragblätterschwarzbraun, nicht hellhautrandig. var. fimbriäta Waisbecker. Tragblatter + hellhautrandig, fransiggewimpert. var. flävida Waisbecker. Untere Scheiden weisslich. Tragblätter der weiblichen und männ-lichen Aehren gelblichweiss. var. pallescens Doli. Tragblätter hellbraun. var. procerior Gaud.Pflanze kräftig, über 30 cm hoch. Diese Art bildet ähnlich wie Carex caryophyllea (= C. verna) auf Mager-matten einen dominierenden Bestandteil des Rasens (Nebentypus der Burstwiese; vgl. Bd. I, pag. 359).

466. Carex ericetörum Poll. (= C. ciliäta Willd., = C. montäna Leers, = C. globuläris Sut.).

Heide-Segge. Taf. 49, Fig. 3.

Ausdauernd, 10 bis 30 cm hoch, Ausläufer treibend. Stengel stumpf dreikantig(Taf. 49, Fig. 3 c), schwach rauh, kürzer oder nicht viel länger als die büschelig stehendenBlätter; die letztern überwinternd, meist bogig-aufrecht, 2 bis 3 mm breit, mit gelbbraunen,grundständigen, nicht netzfaserigen Scheiden. Blütenstand mit 1 bis 3, ca. 1 bis 1,5 cmlangen, kurz-eiförmigen bis länglich-zylindrischen, fast sitzenden weiblichen Aehren und miteiner keulenförmigen männlichen Aehre. Tragblätter dunkelrotbraun, selten bleich [var.pallens Kneucker] oder schwarz [var. nigra Hülsen], verkehrt-eiförmig, stumpf, mit weiss-trockenhäutigem Rand (Taf. 49, Fig. 3 a und 3 b), vorn oft fransig gewimpert. Schläuchefast kugelig, ca. 2 mm lang, mit abgeschnittenem Schnäbelchen. Narben 3 (Taf. 49, Fig. 3a).Frucht sehr klein, dreikantig, gelbbraun. III, IV.

Stellenweise gesellig auf Heidewiesen, in lichten Föhrenwäldern, an Waldrändern,auf trockenen Hügeln, in Dünentälern, fast immer auf sandigem Boden; ziemlich verbreitetin der Ebene und vereinzelt in den Alpentälern (im Ofengebiet [östl. Graubünden] auf derAlp la Schera noch bei 2100 m).

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Europa (fehlt z. B. in Belgien, inder ungarischen Ebene, im westl. Frankreich etc.), Kaukasus, Sibirien.

Aendert etwas ab: var. tenella Grütter. Stengel verlängert, überhängend. Tragblätter der weib-lichen Aehren sehr breit hautrandig, diejenigen der männlichen Aehren blässer (Selten). In Föhrenwäldernerscheint diese Segge hie und da zusammen mit Juniperus communis, Carex ornithopoda und digitata, Antennariadioica, Ophrys muscifera und arachnites, Cypripedium calceolus etc.

subsp. approximäta (AU.) Richter (= var. alpfcola Schur, = C. membranäcea Hoppe). Siengeldünner, mehrmals länger als die breiten, plötzlich zugespitzten Laubblätter. Aehren dicker, meist genähert, dieweiblichen kugelig-eiförmig. Tragblätter (besonders diejenigen der männlichen Aehre) breit-hautrandig (deshalb diemännliche Aehre fast weiss erscheinend), wimperlos. Zerstreut auf Humuspolstern der Alpen und Karpaten(von ca. 1700 bis 2520 m, seltener auch tiefer). Vertritt am Südabhang der Alpen (Südtirol, Wallis,Puschlav etc.) den Typus.

467. Carex caryophyllea x ) La Touretti (= C. verna Chaix, = C. praecox Jacq. nee

Schreb., = C. saxätüis Huds.). Frühlings-Segge. Taf. 49, Fig. 4.Ausdauernd, (5) 10 bis 30 (50) cm hoch. Grundachse kriechend, mit zerfasertenResten versehene Ausläufer treibend. Stengel aufrecht, stumpf-dreikantig (Taf. 49, Fig. 4d),schwach rauh. Grundständige Scheiden der diesjährigen Blätter hellbraun, an den vor-jährigen graubraun, wenig zerfasernd. Spreiten rinnig, bis 4 mm breit, meist zurückgekrümmt.Blütenstand locker, aus einer keulenförmigen, bis 3 cm langen männlichen (am Grunde zu-weilen etwas weiblich, = f. abnörmis Beck) Aehre und aus 2 bis 3, eiförmigen bis walz-lichen, 6 bis 12 mm langen weiblichen Aehren bestehend. Tragblätter rost- oder gelblich-braun mit grünem Mittelnerven, trockenhäutig, eiförmig, spitz oder stachelspitzig (Taf. 49,Fig. 4a, 4b, 4c), mit oder ohne Hautsaum. Schläuche dreikantig, am Grunde stielförmigverschmälert, kurz geschnäbelt, 2 x /ä bis 3 mm lang, zerstreut kurzhaarig. Narben 3.Frucht dunkelbraun. III bis V.

*) = nelkenbraun (lat. caryophyllus = Gewürznelkenbaum); nach der Farbe der Tragblätter.