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Aendert wenig ab: var. typica Aschers, et Graebner. Pflanze 10 bis 30cm hoch. Tragblätterschwarzbraun, nicht hellhautrandig. — var. fimbriäta Waisbecker. Tragblatter + hellhautrandig, fransiggewimpert. — var. flävida Waisbecker. Untere Scheiden weisslich. Tragblätter der weiblichen und männ-lichen Aehren gelblichweiss. — var. pallescens Doli. Tragblätter hellbraun. — var. procerior Gaud.Pflanze kräftig, über 30 cm hoch. — Diese Art bildet ähnlich wie Carex caryophyllea (= C. verna) auf Mager-matten einen dominierenden Bestandteil des Rasens (Nebentypus der Burstwiese; vgl. Bd. I, pag. 359).
466. Carex ericetörum Poll. (= C. ciliäta Willd., = C. montäna Leers, = C. globuläris Sut.).
Heide-Segge. Taf. 49, Fig. 3.
Ausdauernd, 10 bis 30 cm hoch, Ausläufer treibend. Stengel stumpf dreikantig(Taf. 49, Fig. 3 c), schwach rauh, kürzer oder nicht viel länger als die büschelig stehendenBlätter; die letztern überwinternd, meist bogig-aufrecht, 2 bis 3 mm breit, mit gelbbraunen,grundständigen, nicht netzfaserigen Scheiden. Blütenstand mit 1 bis 3, ca. 1 bis 1,5 cmlangen, kurz-eiförmigen bis länglich-zylindrischen, fast sitzenden weiblichen Aehren und miteiner keulenförmigen männlichen Aehre. Tragblätter dunkelrotbraun, selten bleich [var.pallens Kneucker] oder schwarz [var. nigra Hülsen], verkehrt-eiförmig, stumpf, mit weiss-trockenhäutigem Rand (Taf. 49, Fig. 3 a und 3 b), vorn oft fransig gewimpert. Schläuchefast kugelig, ca. 2 mm lang, mit abgeschnittenem Schnäbelchen. Narben 3 (Taf. 49, Fig. 3a).Frucht sehr klein, dreikantig, gelbbraun. — III, IV.
Stellenweise gesellig auf Heidewiesen, in lichten Föhrenwäldern, an Waldrändern,auf trockenen Hügeln, in Dünentälern, fast immer auf sandigem Boden; ziemlich verbreitetin der Ebene und vereinzelt in den Alpentälern (im Ofengebiet [östl. Graubünden] auf derAlp la Schera noch bei 2100 m).
Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Europa (fehlt z. B. in Belgien, inder ungarischen Ebene, im westl. Frankreich etc.), Kaukasus, Sibirien.
Aendert etwas ab: var. tenella Grütter. Stengel verlängert, überhängend. Tragblätter der weib-lichen Aehren sehr breit hautrandig, diejenigen der männlichen Aehren blässer (Selten). — In Föhrenwäldernerscheint diese Segge hie und da zusammen mit Juniperus communis, Carex ornithopoda und digitata, Antennariadioica, Ophrys muscifera und arachnites, Cypripedium calceolus etc.
subsp. approximäta (AU.) Richter (= var. alpfcola Schur, = C. membranäcea Hoppe). Siengeldünner, mehrmals länger als die breiten, plötzlich zugespitzten Laubblätter. Aehren dicker, meist genähert, dieweiblichen kugelig-eiförmig. Tragblätter (besonders diejenigen der männlichen Aehre) breit-hautrandig (deshalb diemännliche Aehre fast weiss erscheinend), wimperlos. — Zerstreut auf Humuspolstern der Alpen und Karpaten(von ca. 1700 bis 2520 m, seltener auch tiefer). Vertritt am Südabhang der Alpen (Südtirol, Wallis,Puschlav etc.) den Typus.
467. Carex caryophyllea x ) La Touretti (= C. verna Chaix, = C. praecox Jacq. nee
Schreb., = C. saxätüis Huds.). Frühlings-Segge. Taf. 49, Fig. 4.Ausdauernd, (5) 10 bis 30 (50) cm hoch. Grundachse kriechend, mit zerfasertenResten versehene Ausläufer treibend. Stengel aufrecht, stumpf-dreikantig (Taf. 49, Fig. 4d),schwach rauh. Grundständige Scheiden der diesjährigen Blätter hellbraun, an den vor-jährigen graubraun, wenig zerfasernd. Spreiten rinnig, bis 4 mm breit, meist zurückgekrümmt.Blütenstand locker, aus einer keulenförmigen, bis 3 cm langen männlichen (am Grunde zu-weilen etwas weiblich, = f. abnörmis Beck) Aehre und aus 2 bis 3, eiförmigen bis walz-lichen, 6 bis 12 mm langen weiblichen Aehren bestehend. Tragblätter rost- oder gelblich-braun mit grünem Mittelnerven, trockenhäutig, eiförmig, spitz oder stachelspitzig (Taf. 49,Fig. 4a, 4b, 4c), mit oder ohne Hautsaum. Schläuche dreikantig, am Grunde stielförmigverschmälert, kurz geschnäbelt, 2 x /ä bis 3 mm lang, zerstreut kurzhaarig. Narben 3.Frucht dunkelbraun. — III bis V.
*) = nelkenbraun (lat. caryophyllus = Gewürznelkenbaum); nach der Farbe der Tragblätter.