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Sehr häufig und verbreitet auf sonnigen Magermatten, Grasplätzen, an Wegrändern,auf trockenen Hügeln, Dämmen, auf Berg- und Moorwiesen, in Holzschlägen, von der Ebenebis in die alpine Region (Alp d'Ur im Puschlav in Graubünden noch bei 2520 m).
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt in der Arktis und z. T. inSpanien), gemässigtes Asien, Nordamerika.
Aendert ziemlich stark ab: var. typica Aschers, et Graebner. Pflanze meist unter 30 cm hoch.Stengel steif aufrecht. Tragblätter spitz, eiförmig. Aehren länglich bis zylindrisch, + entfernt, die weiblichendichtblütig. — subvar. pedunculäta (Beck) Aschers, et Graebner. Weibliche Aehren lang gestielt (ihr Stiellänger als die Aehre). — subvar. longibracteäta (Beck) Aschers, et Graebner. Tragblätter laubartig, sehrverlängert. — subvar. minor (Beck) Aschers, et Graebner. Stengel nur 5 cm hoch. Schläuche sehr klein (nur 2 mmlang), deutlich nervig.
var. laxiflöra (Waisbecker). Weibliche Aehren lockerblütig. — Sehr selten.
var. elatior (Bogenh.) Aschers, et Graebner. Stengel schlank, bis 40 cm hoch (oder noch höher!).Blätter lang, etwas schlaffer. Weibliche Aehren länger. — In schattigen Wäldern.
var. reflexa (Hoppe) Aschers, et Graebner. (= C. refracta Roth, = C. reflexa Hoppe, = C. vernaChaix f. reflexa Waisbecker). Blütenstandachse geknickt. Weibliche Aehren meist etwas entfernt, kurz,zuweilen fast kugelig. — Vereinzelt in den Alpen und Karpaten, selten auch in der Ebene.
var. platylepis Fritz Römer. Tragblätter der weiblichen Aehren abgerundet, stumpf und am Randeetwas zerschlitzt (erinnert an nr. 466!). — Hinterpommern (Polzin).
var. möllis (Host) Aschers, et Graebner. Pflanze graugrün. Blätter steif (ähnlich denen von nr. 466).Weibliche Aehren deutlich lockerblütig. die unterste fast stets gestielt. Tragblätter der weiblichen Aehren lang undscharf zugespitzt. Schläuche grösser, dick spindelförmig, dunkel. — Auf Matten am Südabfall der Alpen. —Ueberweitere Formen dieser Spezies vgl. Waisbecker in der Oesterr. Botan. Zeitschrift Bd. XL VII (1907).
468. Carex umbrösa Host (= C. polyrrhiza Wallr., = C. longifölia Host, = C. praecoxJacq. var. procerior Gaud.). Schatten -Segge. Taf. 49, Fig. 1.
Ausdauernd, 15 bis 40 cm hoch, dichte Horste bildend. Grundachse mit dichtemFaserschopf. Stengel stumpfkantig (Fig. 49, Fig. 1 b), rauh, zuletzt übergebogen, zu Beginnder Blütezeit kürzer als die Blätter. Spreiten schmallinealisch, am Rande scharf rauh,zuletzt stark verlängert, den Blütenstand überragend. Blütenstand aus einer keulenförmigen,dicken, gelbbraunen männlichen Aehre (selten - am Grunde weiblich) und aus 1 bis 3,sitzenden weiblichen Aehren bestehend. Unterste Aehre aufrecht, ihr Hüllblatt öfterlaubblattartig, mit bis 1 cm langer Scheide. Tragblätter rostbraun, eiförmig, spitz mitgrünem Mittelnerven (Taf. 49, Fig. 1 a). Schläuche ca. 2,5 mm lang, nach dem Grunde all-mählich verschmälert, an der Spitze plötzlich zugespitzt, behaart, seltener ganz kahl (var.leiocarpa Hausm.). Narben 3. Frucht eiförmig, dreikantig, weisslichgelb. — IV bis VI.
Hie und da auf grasigen Waldplätzen, auf Waldwiesen; ziemlich verbreitet in derEbene und in der Bergregion (in den Südalpen vereinzelt [Tessin] bis 1400 m).
Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa (fehlt im Mittelmeergebiet), nörd-licher Balkan.
Von Bastarden kommen aus dieser Gruppe (nr. 462 bis 468) als Seltenheiten vor: 1. C. pilulif era L.X C. caryophyllea La Tour. (= C. Paülii Aschers, et Graebner), bis jetzt einzig in Pommern (Räuden beiPolzin) beobachtet. 2. C. montanaL. x C. umbrosa Host (= C. Vismariensis Hausskn.). 3. C. caryo-phyllea La Tour, x C. umbrosa Host (= C. interiecta Waisbecker), sehr selten. 4. C. ericetorum Poll.X C. caryophyllea La Tour. (= C. Saniönis Richter), selten in Ostpreussen. 5. C. montana L. x C. glaucaMurray. 6. C. nitida Host X C. caryophyllea La Tour. (= C. Ferdinändi Sauteri Aschers, et Graebner).7. C. ericetorum Poll. X C. pilulifera L. (= C. L acko witziäna A. R. Paul), in Hinterpommern(beim Badeort Polzin) kürzlich entdeckt.
Eine merkwürdige Mittelstellung zwischen C. umbrosa, pilulifera und montana nimmt Carex Fritsc hüWaisbecker ein. Der Habitus und der dichtrasige Wuchs erinnert ebenso sehr an O. umbrosa wie an
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