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Aendert wenig ab: var. pallida Bubela. Tragblätter hellgelb. — var. elätior Kneucker. Pflanzeh °her, bis 30 cm hoch.
Diese xerophil gebaute Segge gehört zu den charakteristischen pannonisch-pontischen Steppenpflanzen
un d zeigt im mittlem und östlichen Deutschland eine ähnliche Verbreitung wie Stipa pennata und capillata,
A uonis vernalis, Oxytropis pilosa, Scorzonera purpurea, Campanula Sibirica, Anemone silvestris, Cerastium
r achypetalum etc. In Niederösterreich und Ungarn gehört diese Art zu den dominierenden Bestandteilen der
Fe dergrasflur-Formation (vgl. Bd. I, pag. 204).
461. Carex nitida Host (= C. liparicärpos Gaud., = C. alpestris
^am., = C. alpina Suter, = C. bädia Pers. = C. lücida Clairv.,
— C. brevirosträta Poir.). Glanz-Segge. Fig. 231.
Ausdauernd, 10 bis 25 (35) cm hoch, Ausläufer treibend(ähnlich nr. 460). Stengel dreikantig (Fig. 231 f), + rauh. Spreitenstarr aufrecht, sichelförmig gebogen, bis 2 mm breit. Blütenstandmit 1 bis 3, kugeligen oder kurzwalzlichen, entfernten, dichtblütigen,steif aufrechten, gestielten weiblichen Aehren und einer endständigen,Keulenförmigen, 1 /t bis 2 cm langen männlichen Aehre; die untersteAehre meist mit laubblattartigem, kurzscheidigem Hüllblatt (Fig. 231 e).Iragblätter breit, rundlich-eiförmig, rotbraun, mit breitem, weissemHautrand (Fig. 231 b), zuletzt kürzer als der Fruchtschlauch (Fig. 231 c).Schlauch kurzgeschnäbelt, kahl, braun, glänzend, hell kastanienbraun,^ bis 3,5 mm lang. Narben 3. Früchte scharf dreikantig (Fig. 231 d),schwärzlichbraun mit helleren Kanten. — IV, V.
Stellenweise auf sonnigen, trockenen, steinigen Hügeln, aufbeiden, an dürren Rainen, im Flussgeröll.
Fehlt in Deutschland vollständig (früher für den Südharz angegeben;jedoch höchst zweifelhaft!). InOesterreich und in der Schweiz nur im Gebiete( u nd deren Ausstrahlungen) der mediterranen und pannonischen Flora (in den Alpen-tälern vereinzelt bis 2200 m [Val Bavona im Tessin] aufsteigend). In Oesterreichstellenweise in Nieder- und Oberösterreich, in Kärnten, Krain, Steiermark, IstrienUnd Tirol (besonders in Südtirol; vereinzelt auch noch bei Innsbruck: in der Reichenau an der VereinigungVon Sill und Inn). In der Schweiz im Tessin, in Graubünden (Haldenstein bei Chur, 650 m; jedoch nicht im"uschlav, vielleicht aber im Misox) und in der Westschweiz in den Kantonen Genf, Wallis (bis 1450 m) und Waadt.ln den warmen Alpentälern erscheint C. nitida zuweilen vergesellschaftet mit Galium rubrum, Stachys rectus,"°b/gala Pedemontanum, Galium mollugo subsp. Gerardi, Veronica spicata, Euphrasia stricta etc.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet; zerstreut in Mitteleuropa, Süd- undMittelrussland, Transkaukasien, Dsungarei.
Aendert wenig ab: var. conglobata (Kit.) Aschers, et Graebner. Weibliche Aehren wenigblütig."'chter, fast kugelig. Schläuche weniger glänzend. — Von Bastarden wurde C. nitida Host X C. caryo-Phyllea Latour. (= C. Ferdinändi Sauteri Aschers, et Graebner) als Seltenheit bei Bozen (Guntschnaberg)ln Südtirol konstatiert.
4 Ö2. Carex pilulffera 1 ) L. (= C. decümbens Ehrh., = C. filiförmis Poll). Pillen-
Segge. Taf. 48, Fig. 4.Ausdauernd, 10 bis 40 (80) cm hoch, horstbildend, grasgrün. Grundachse nichtlaserschopfig (vgl. nr. 468!), nur mit vereinzelten, dünnen Fasern. Stengel dünn, dreikantig(laf. 48 } Fig. 4 a ) ; aufrecht oder aufsteigend, etwas länger als die Blätter, zur Fruchtzeitna ch abwärts gekrümmt. Grundständige Blattscheiden gelbbraun oder rot, netzfaserig. Spreitenschlaff, + rauh, ca. 2 mmbreit. Blütenstand kurz, gedrungen, mit nur einer einzigen, zylindrischen,Kurzen, 5 bis 10 mm langen, dünnen männlichen Aehre. Weibliche Aehren 2 bis 3, kurzkugelig^s verkehrteiförmig. Hüllblatt der untersten Aehre blattartig, schmal, so lang oder länger
') lat. pi'lula = Kügelchen, Pille und lat. fero =r trage; nach der Gestalt der Fruchtschläuche.
Fig. 231. Carex nitida Host.a Habitus ( l /z natürl. Grösse).£ Männliche BlütemitTragblatt.c Fruchtschlauch mit Tragblatt.d Frucht, e LaubblattartigesHüllblatt der unteren,weiblichenAehre. / Stengelquerschnitt.