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gewöhnlich nur unter dem Blütenstande rauh. Scheiden meist dunkelbraun, nicht netzfaserig.Spreiten bis 6 mm breit, vom Grund an allmählich zugespitzt, ziemlich stark rauh, breit-hnealisch, oft bogig zurückgekrümmt. Blütenstand sehr kurz, selten bis 5 cm lang, meistmit 2 bis 3 aufrechten, kurz zylindrischen, dichten, bis 1,5 cm langen weiblichen und miteiner männlichen Aehre; die unterste deutlich gestielt. Unterstes Hüllblatt steif, sehr kurz,^ragblätter breit-eiförmig, stumpf, etwa so lang als die Schläuche, schwarz, mit wenig helleremMittelstreifen und etwas hellerem Hautrande. Schläuche eiförmig, meist 3 mm lang, ganz kurzgestielt, ungestreift, nervenlos, linsenförmig zusammengedrückt, fast dreiseitig. Narben 2.rucht schwarzbraun, rhombisch-eiförmig. — VI bis VIII.
Selten auf steinigen, nassen, sumpfigen Wiesen; nur auf kalkarmer Unterlage.
In Deutschland am Brocken (besonders am südlichen Abhang), Fichtelberg im Erzgebirge undm d en Sudeten. In O esterreich ausser den Sudeten in Kärnten und in Ober-Steiermark (Sirbitzkogel beiJudenburg) un d angeblich in Oberösterreich (am Saarstein bei Hellstedt); für Tirol (Rittneralpe, Schiern etc.)Sehr täglich. Fehlt in der Schweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Alpen (selten), Mittelgebirge, britische Inseln,a er-Oer, nördliches Skandinavien, arktisches Russland.
Aendert wenig ab : var. inf er alpina Fries. Pflanze höher. Weibliche Aehren länglich-walzenförmig,le unterste gestielt. — Selten in den Sudeten und im mährischen Gesenke beobachtet.
Von Bastarden sind aus der Gruppe Vulgares-rigidae bekannt: 1. C. str ict a Good. X C. cxspitosaL.C - Fränkii Podp.), selten in Schlesien und Mähren (Olmütz) beobachtet. 2.' C. gracilis Curt. X C.denowii Gay (= C. elytroides Fries). 3. C. Goodenowii Gay X C. rigida Good. (=- C. decö-
Goo
0r an s Wimm., -= C. hyperbörea Wimm.), selten. 4. C. stricta Good. X G. gracilis Curt. (= C. prolixa
r!es )- 5. C. stricta Good. X C. Goodenowii Gay (-= C. Cökae Podp., = C. turfö sa Fries; die letztere
gent unrichtigerweise auch als Form von C. Goodenowii). 6. C. caespitosa L. X C. Goodenowii
Ga y (= C. peraffinis Appel), selten (Wolfswinkel bei Breslau). 7. C. Buekii Wimm. X C. Goodenowii
a y (=C. Ligniciensis Figert), selten in der Liegnitz (Parschwitz) konstatiert. 8. C. Buekii Wimm. X C.
grac üi s Curt. (= C. Vratislaviensis Figert), selten in Schlesien. 9. C. Buekii Wimm. X C. cae-
SchlFi
D,
P'tosa L. (= C. Viadn'na Figert), selten im Odergebiet in
~" es ien. 10. C. Buekii Wimm. X C. stricta Good. (= C. alluvialis
'gert), selten in Schlesien (untere Ohle, Katzbach). ll.C. trinervis
£'■ X C. Goodenowii Gay (= C. Zimpeliäna P. Junge).
456 - Carex bicolor Bell. (= C. Cenisia Balb.,*•" andrögyna Balb., Vignea bicolor Rchb.).Zweifarbige Segge. Fig. 229.
Ausdauernd, 5 bis 20 cm hoch, kurze Ausläufer
■"eibend. Stengel schlaff aufrecht oder überhängend, glatt,
kaum rauh, kantig (Fig. 229 b). Blattspreiten schlaff, glatt
v°der an den Rändern wenig rauh), hellgrün. Blütenstand
rneist nickend, aus 3 bis 4, dichtf rüchtigen, walzenförmigen
ehren bestehend (diese fast fingerartig gestellt); die
nter steAehre von einem ziemlich langen,laubblattartigen,
Jt deutlich scheidigemGrunde(Scheidebis über 1 cm lang)
ersehenen Hüllblatt ausgestattet, seltener tief stehend und
ann la nggestielt. Aehren weiblich, dichtfrüchtig, nur die
ständige am Grunde männlich und an der Spitze weib-
Cn ,seltener ganz männlich.Tragblätter eiförmig,schwarz-
rot mit grünemMittelstreif en (Fig.229d),so lang oder wenig
n ger als die fast nervenlosen, hellgrünen, 2 bis 2 x \i mm
'^ en > etwas glänzenden, eiförmigen Schlau che. Narben2
g- 229 e). Früchte breit-eiförmig, gelbbraun. — VII.
^miüxöx)<
Fig. 229. Carex bicolor Bell, a Habitus ( l /anatürl. Grösse), b Stengelquerschnitt(schematisiert).c Epidermis (vergrössert). d Männliche Blüte mitTragblatt, e Junger Fruchtschlauch mit Tragblatt.