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2. Monocotyledones 2 (1907)
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Zerstreut auf feuchten Wiesen, auf schlammigem Boden, auf nassem Bachkies, Anschwemmungen derGletscherbäche der Alpen, von ca. 1600 bis 3100 m der Alpen (selten herabgeschwemmt: am Eisack in Tirol,600 m); nur auf kalkarmer Unterlage. Besonders verbreitet in den Zentralalpen (von den Seealpen bis Salzburg,Kärnten und Krain); fehlt in Bayern, Nieder- und Oberösterreich vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Alpen, nordöstliche Karpaten, Rodnaer Alpen,nördl. Skandinavien, Grönland, Labrador.

Diese arktisch-alpine Art findet sich sehr sporadisch in den Beständen von Carex Goodenowii,auf sandig humosen Stellen, sowie im Ueberschwemmungsgebiet der Alpenbäche (hier begleitet von Heleo-charis parviflora, Carex incurva, microglochin, flava, frigida, Trichophorum caespitosum (selten auch T. atrichum,vgl. Bd. II, pag. 27), Juncus triglumis und alpinus, Cobresia etc.).

457. Carex Buxbaümii') Wahlnb. (= C. polygäma Schkuhr, = C. subuläta Schum.,= C. füsca All.). Moor-Segge. Taf. 48, Fig. 2 und Fig. 233m bis p.Ausdauernd, (10) 20 bis 55 cm hoch, lange unterirdische Ausläufer treibend.Stengel steif aufrecht, scharf dreikantig (Taf. 48, Fig. 2 a), nur am Grunde beblättert.Grundständige Scheiden schwarzrot, beim Verwittern am Rande netzfaserig. Spreiten3 bis 4 mm breit, am Rand ziemlich stark rauh, in eine feine Spitze verschmälert (beimTrocknen etwas zurückgerollt). Blütenstand ziemlich verlängert, öfters übergebogen, aus3 bis 5, fast ungestielten Aehren bestehend. Unterstes Hüllblatt laubartig, kürzer oderlänger als der Blütenstand, am Grunde geöhrelt oder kurzscheidig. Aehren kurz zylindrisch,aufrecht, sitzend, die unterste oft kurzgestielt. Endähre keulenförmig, an der Spitze weiblich,unten männlich; die übrigen Aehren weiblich. Tragblätter länglich-eiförmig, zugespitzt (Fig. 233 m), rot oder schwarzbraun, häufig in einesehr feine Spitze ausgezogen (Fig. 233n), länger als die Schläuche;die letztern graugrün, eiförmig-oval, bikonvex, ± 3 mm lang, sehr feinpunktiert, ziemlich plötzlich in den sehr kurzen, kurz zweizähnigenSchnabel zugespitzt. Narben 3. Früchte klein, scharf, dreikantig, gelb-braun, mit Griffelrest (Fig. 233 p). IV, V.

Ziemlich selten und zerstreut auf fruchtbaren, feuchten Wiesen,auf Riedwiesen (häufig auf Torf).

Meist gesellig in der Ebene und in der Bergregion (am Ritten in Tirolbis 1450 m, in Graubünden ob Sufers noch bei 1950 m). Fehlt stellenweise voll-ständig, so in Württemberg (doch um Lindau), in der Rheinprovinz, in Westfalen,im nordwestdeutschen Flachlande, in Schleswig-Holstein, Vorarlberg, Krain, Istrienund zum Teil in der Schweiz.

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Mittel- undNordeuropa (zerstreut auch in Südeuropa), Nordasien, Algier, Nord-amerika, Natal.

var. Oenipontäna Gremblich. Narben 2 oder 3. Endähre unten weiblich.Die übrigen Aehren oben männlich (Tirol). Selten können auch monströse, ver-zweigte Aehren beobachtet werden. Diese Art ist eine vorzügliche Streuepflanze.

458. Carex alpfna Sw. (= C. Vahlii Schkuhr, = C. Halleri Gunn.,= C. pilulifera L., = C. Hausmanni Tpp.). Alpen-Segge. Fig. 230.Ausdauernd, 5 bis 15 (50) cm hoch, ganz kurze Ausläufertreibend. Stengel starr aufrecht, zuweilen wenig gebogen, scharfdreikantig (Fig. 230 b), unter dem Blütenstand stark rauh. Grund-ständige Scheiden meist nicht netzfaserig, braun bis rotbraun. Spreitenschmal (nicht über 2 cm breit), ziemlich starr, zuweilen zurückgebogen.

') Benannt nach Johann Christian Buxbaum (geb. 1693 zu Merseburg, gest. 1/30 in Wernsdorfa. d. Geissei bei Merseburg); war Verfasser einer im Jahre 1/21 erschienenen Flora von Halle.

Fiy:. 230. Carex alpina.a Habitus (>/2 natürl. Grösse).

b Steng-elquerschnitt.Fruchtschlauch mit Narben.d Fruchtschlauch, e ReifeFrucht.