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Häufig auf Flachmooren, Riedwiesen, Alluvialwiesen, Dünenmooren, Strandwiesen,an Ufern, Gräben,' in Torflöchern, in den Kolken der Hochmoore, von der Ebene bis in diealpine Region (Findelental im Wallis, 2/00 m).
Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt teilweise im Süden), Westasien,Nordamerika, Australien.
Ist ähnlich wie nr. 453 sehr veränderlich: var. elätior (Lang) Aschers, et Graebner. Stengel 30bis 70 cm hoch. Blätter sehr lang, flach, etwas schlaff. Aehren entfernt stehend, die untern zuweilen deutlichgestielt. Hüllblatt den Blütenstand oft überragend. Schläuche etwas länger und schärfer zugespitzt.
subvar. tornäta (Fr.) Aschers, et Graebner (= C. vulgaris Fr. var. densicärpa Kneucker, = var.latifdlia Kükenthal). Blätter ziemlich breit. Aehren zahlreich (bis 10), verlängert, dick, etwas locker.
subvar. Dematränea (Lagg.) Aschers, et Graebner, Aehnlich, aber die Tragblätter schwarz unddie Schläuche ganz deckend. — Zerstreut.
subvar. recta (Fleischer) Aschers, et Graebner (== C. vulgaris Fr. var. elätior Sonder, = var.angustifolia Kükenthal). Blätter sehr lang und schmal, flach. Aehren weniger zahlreich, entfernter, dünn,zuweilen hängend. — Ziemlich selten.
var. curväta (Fleischer) Aschers, et Graebner (= C. nigra L. var. typica Beck). Stengel 10 bis 30 cm hoch.Blätter flach, ziemlich steif aufrecht. Schläuche kurz zugespitzt. Unterste Hüllblätter so lang oder kürzerals der Blütenstand. — Die häufigste Form.
subvar. basigyna (Rchb). Aschers. Unterste Aehre sehr lang gestielt, oft halmgrundständig, ganzoder im unteren Teil lockerblütig, manchmal auch ästig (f. ramifera Beck).
subvar. chlorostächya (Rchb.) Aschers. Tragblätter kaum halb so lang als die Schläuche, vondiesen verdeckt; Aehren daher fast rein grün. — Ziemlich selten.
subvar. meläna (Wimm.) Aschers. Tragblätter ganz schwarz. Schläuche schwarz, mit grünemSchnabel. — Zerstreut.
subvar. polygama(Peterm.) (=C. vulgaris Fries var. androgyna Russow). Weibliche Aehren oben männlich.
var. iuncea (Fr.) Aschers, et Graebner. Pflanze schlank, dünn. Blätter schmal, straff, aufrecht,eingerollt oder zusammengefaltet. Aehren sehr entfernt, dichtblütig, die unterste zuweilen etwas gestielt.
var. stolonffera (Hoppe) Aschers. (= C. saxätilis Kit., = C. nigra L. var. alpicola Beck, = C. csspitösaGood. var. alpi'na Gaud.). Pflanze stark kriechend. Stengel 40 bis 90 cm hoch. Blätter schlaff, schmal (+ 1 mmbreit), länger als der Stengel. Aehren am Grunde meist locker, schmäler, fadendünn gestielt. Schläuche sehrbreit-eiförmig, deutlich nervig. — Alpen, Riesengebirge (vielleicht auch am Brocken und in Ostpreussen).
var. pümila Aschers, et Graebner (= C. vulgaris Fr. var. pümila Kükenthal). Pflanze 40 bis90 cm hoch, massig lang kriechend. Blätter breit, starr, in eine starre, aufrechte Spitze verschmälert. Aehrendicht, sitzend, im unteren Drittel nicht schmäler als im oberen. — An dürren, trockenen Orten.
var. subrigida Kükenthal. Stengel 10 bis 30 cm hoch, steif, rauh. Scheiden bis zum Grunde purpurrot.Blattspreiten breit, starr. Männliche Aehren 1 bis 3, weibliche genähert. — Bernina.
f. brachystdchys E. Steiger. Aehren kurzzylindrisch bis eiförmig, wenigblütig (Graubünden: Taldes Glenners, 2250 m). — f. proterändra E. Steiger. An den unteren Aehren entspringen unterhalb der Ansatz-stelle des Fruchtknotens 3 Staubblätter (Graubünden: Zapport-Klubhütte, 2200 m).
Diese Segge ist auf Riedwiesen, auf Flachmooren, auf Flusswiesen ungemein häufig und bildetbesonders da, wo der Boden für Molinia, Carex panicea etc. zu feucht ist, häufig fast reine und dichteBestände (Parvocaricetum). Sie gehört zu den niedrigen Spaltsorten („kleiner Spalt") und liefert eine guteStreue. Als die häufigsten Begleitpflanzen kommen in der Ebene Schilf, Equisetum palustre, Molinia, Scirpuslacustris, Schoenus ferrugineus und nigricans, Carex panicea, Caltha, Briza, Anthoxanthum, Rotschwingel, Tri-glochin, Epipactis palustris, Crepis paludosa etc. in Betracht, in höheren Lagen Blysmus compressus, Trollius,Ranunculus aconitifolius. Im Gebirge steigt diese Art sehr hoch hinauf und bildet weitaus die grösstenFlächen der alpinen Flachmoore, die nur von wenigen Arten (Carex bicolor, capillaris, Juncus filiformis)durchsetzt werden. Viele dieser Bestände repräsentieren das Endstadium von Verlandungen kleiner Seen undTümpel. Wenn sich Humus ansammelt, kann die Formation in die Zwergstrauchformation übergehen. Andrer-seits können sich Nadelhölzer ansiedeln oder es stellt sich ein Hochmooranflug ein.
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456.
455. Carex rfgida Good. (- C. saxätilis Wahlnb., C. compäcta Hoppe, - Vigneasaxätilis Rchb., == Vignäntha rigida Schur). Starre Segge. Taf. 48, Fig. 1.
Ausdauernd, graugrün, J0 bis 30 cm hoch, verlängerte, dunkelbraune bis gelb-braune Ausläufer treibend. Stengel starr aufrecht, scharf dreikantig (Taf. 48, Fig. 1 a),
länglang