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2. Monocotyledones 2 (1907)
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CXXV. Fimbristylis x ) Vahl. Fransenbinse.

Meist niedrige, zum grossen Teil einjährige, in der Tracht von verschiedenen Scirpus-Arten. Griffel am Grunde charakteristisch verdickt, kappenförmig die Spitze des Frucht-knotens bedeckend, zuletzt von der Frucht sich abgliedernd. Narben 2 oder 3.

Diese Gattung mit ca. 200 Arten ist besonders in denTropen entwickelt. In den gemässigten Zonen ist sie nur durchwenige Arten vertreten. Ausser nr. 377 kommen in Südeuropanoch 3 Arten vor: F. dichötoma Vahl (= Scirpus dicho-tomus L.) mit 2 Narben und kurzen, nicht über 5 mm langenAehrchen, F. squarrösa Vahl und F. Cioniana Savi mit3 Narben in Toscana (letztere vielleicht eingeschleppt). Alle3 Arten auch adventiv im Hafen von Mannheim. Ausserdemadventiv im Piemont F. adventi'tia Ces. von unbekannterHerkunft. F. dichötoma tritt in Südtirol nicht auf.

377. Fimbristylis ännua (All.) Roem. et Schult.

(= F. polymorpha Böckeier, = F. läxaVahl, = Scirpus

ännuus All., = S. diphyllus Retz.). Einjährige

Fransenbinse. Fig. 184.

Einjährig, 10 bis 20 cm hoch, büschelig ver-zweigt. Blätter schmal, flach, 1 bis 2 mm breit.Stengel stumpf dreikantig, an der Spitze eine Spirremit einem grundständigen, ungestielten Aehrchentragend, an dem 3 bis 6 Aeste entspringen, die meistnur ein endständiges Aehrchen tragen (nur an denstärksten Aesten noch 1 bis 2 seitliche, gestielte).Spirre daher höchstens mit 2 bis 10 AehrchenAehrchen 4 bis 7 (8) mm lang, eiförmig zugespitzt,12- bis 15-blütig (Fig. 184 b). Tragblätter dunkel-braun, mit hellerem, in eine grüne, kurze Stachel-spitze auslaufendem Mittelnerven (Fig. 184 d). Peri-gonborsten fehlend oder bis 6 vorhanden. Staub-blätter 2 (Fig. 184 c). Griffel mit verdicktem Grundekappenförmig dem Fruchtknoten aufsitzend, 2-narbig.Frucht ca. 1 mm lang, mit 7 bis 9 Längsrippen, querrunzelig (Fig. 184 c).

Sehr selten an Ufern, feuchten Orten und im Gebiet der Mittelmeernora und derenAusstrahlungen. In Oesterreich einzig als Seltenheit in Südtirol (stellenweise häufig inder Marlinger- und Lanaer-Au bei Meran, bei Burgstall und zwischen Bozen und Meran)und Istrien (mehrfach um Görz, Monfalcone); angeblich auch einmal in Kärnten (St. Gilgenam Wolfgang-See; vielleicht hier nur zufällig eingeschleppt). In der Schweiz sehr seltenim Kanton Tessin: Maggiadelta und alle Fraccie bei Locarno, Sümpfe zwischen Cugnascound Reazzino. Auch bei Arona (Merculago) in Oberitalien, sowie bei Verona beobachtet.Adventiv im Hafen von Mannheim.

f. monostächya Schröter. Pflanze 1,5 bis 10 cm hoch, nur ein Aehrchen tragend. Tessin(Maggiadelta).

Fijr. 184. Fimbristylis annua Koem. et Schulta Habitus (natürliche Grösse), b Aehrchen. c Frucht-knoten mit 2 Staubblättern, d Tragblatt.

J ) Lat. fi'mbria = Faser, Franse und lat. Stylus (sti'lus) = Griffel; nach der Gestalt des Griffels.