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var. alpinum (Gaud.) Aschers, et Graebner (= E. gräcile Sm., = E. pseudo-triquetrum Schur).Stengel niedrig, gewöhnlich nicht über 20 cm hoch. Blätter zur Fruchtzeit fast immer braun, vertrocknet,fast nur auf die dreikantige Spitze beschränkt und Aehrchen gestielt oder bei der subvar. alpicolum (Schur)Aschers, et Graebner Blätter oft flach und Aehrchen fast oder ganz ungestielt.
375. Eriophorutn gräcile Koch (= E. triquetrum Hoppe). Schlankes Wollgras.
Ausdauernd, 10 bis 50 cm hoch, lockerrasenförmig, feiner und zarter als die übrigenArten. Grundachse kriechende Ausläufer treibend. Stengel sehr schlank, oft übergebogen,dreikantig. Blattscheiden der untern Blätter braun bis dunkelbraun, an den obern oft rot-braun. Blattspreiten schmal, bis 2 mm breit, borstlich zusammengefaltet, an den stengel-ständigen dreikantig, an den Kanten etwas rauh. Aehrchen zu (2) 3 bis 4 (5), klein, zurBlütezeit meist nicht 1 cm lang. Tragblätter eiförmig, oft mehrnervig, braun und rotbraun.Aehrchenstiele von dichten nach vorwärts gerichteten Kurzhaaren rauh. Tragblättereiförmig-spitzlich, am Grunde mehrnervig, meist gelb oder gelbbraun, oberwärts schwärz-lich. Früchte gelbbraun, 2 mm lang, l /a mm breit, nicht stachelspitzig, an der Spitzestumpf. — V, VI.
Vereinzelt auf nassen Hoch- und Flachmooren, stellenweise fehlend. In denAlpen sehr vereinzelt bis ca. 1700 m (Vorarlberg: Windeck unter den Gottesacker-wänden 1737 rn).
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Nordeuropa, im Süden selten oder wieim eigentlichen Mittelmeergebiet und in der ungarischen Ebene ganz fehlend.
376. Eriophorum Iatifölium Hoppe (= E. vulgäre Pers., = E. polystachyon Sm., = E.pubescens Sm., = Cärex alopecürus Lap.). Moor-Wollgras. Taf. 42, Fig. 4.
Ausdauernd, 20 bis 60 cm hoch. Triebe durchbrechend, aber nicht kriechend,ohne Ausläufer. Stengel undeutlich dreikantig, glatt. Blattscheiden der unteren Blätterschwarzbraun, zuletzt netzfaserig. Oberste Blattscheide dem Stengel eng anliegend, nichtaufgeblasen. Spreiten flach, auch an den stengelständigen Blättern schmal-lanzettlich, (2) 3 bis 8(9) mm breit, zugespitzt, an der Spitze dreikantig, an den Rändern etwas rauh; dieobersten am Grunde oft schwarzbraun. Blütenstand mit (2) 5 bis 12, länglichen, langgestielten Aehrchen; diese zur Blütezeit meist nicht über 1 cm lang, stumpf oder spitz.Aehrchenstiele von feinen Kurzhaaren rauh, hie und da verzweigt, seitliche Aehrchentragend. Tragblätter einnervig, lang zugespitzt, die beiden ersten transversal (quer zurVerzweigungsebene des Blütenstandes) gestellt, länglich-eiförmig, spitzlich, meist graubraunmit schwarzen Mittelstreifen. Perigonborsten an der Spitze papillös. Früchte länglich-verkehrt-eiförmig, rotbraun, 3 mm lang, 1 x / 4 mm breit, kaum stachelspitzig. — IV, V.
Häufig auf nassen Riedwiesen, in Flachmooren, von der Ebene bis in die Alpen,vereinzelt bis 2000 m (See bei Campascio im Puschlav 1930 m, Eggerioch bei Trins imInntal 2100 m).
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im arktischen Russlandund stellenweise im Mittelmeergebiet), Kleinasien, Kaukasus, Sibirien, Nordamerika.
Aendert sehr wenig ab: var. congestum Uechtr. Aehrchen sehr kurz gestielt, aufrecht. Stielkürzer als das Aehrchen. — Selten. — Ausserdem selten auch monströs vivipar.