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2. Monocotyledones 2 (1907)
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var. elätior Saccardo. Pflanze gross und schlaff, reichstengelig, bis 45 cm hoch. Stengel teils auf-recht, teils sich bogig zur Erde neigend. Blätter die Spirre erreichend oder etwas überragend. Spirre lockerer,aber Früchte nicht grösser als beim Typus, von den etwas verlängerten, an den breiten Rändern dunkelrot-braunen, am Kiele breit-grünstreifigen Tragblättern um */* überragend. Selten am Bodensee (von Lindau bisNonnenhorn, Hoyerberg bei Lindau) beobachtet. Ausserdem in Ungarn.

370. Cyperus glomerätus L. (= C. cinnamömeus Retz., = Chlorocyperus glomerätus

Palla). Knäuel-Zypergras. Fig. 178.

Ausdauernd, graugrün, 30 bis 50 (70) cm hoch. Grundachse kriechend. Stengelaufrecht, starr, ziemlich scharf dreikantig. Blattscheiden an den untern Blättern braun oder

rötlich-braun, oft fein zerfasernd. Spreiten flach, ziemlich schmal,doch zuweilen bis über 1 cm breit, gekielt, oberwärts schwach rauh.Spirre mit 3 bis 9 (10) teils kurz, teils lang gestielten, aus meist2 bis 6 (oder mehr) kugeligen bis eiförmigen, gedrängten, ganzdichten, bis 2 cm langen Köpfchen, zusammengesetzten Köpfen be-stehend, selten bis über 10 cm lang. Hüllblätter 3 bis viele, dieunteren zuweilen stark verbreitert, länger bis mehr als doppeltso lang als die Spirre. Aehrchen linealisch-lanzettlich, beiderseitszugespitzt (Fig. 178 b). Tragblätter länglich-linealisch, stumpflich oderkurz stachelspitzig, fast nervenlos, rostfarben bis rötlich, mit grünemoder grünlichem Mittelstreifen, etwa doppelt so lang als die Frucht(Fig. 178c). Staubblätter 3. Frucht ca. 1 mm lang, länglich linealisch,dreikantig, graubraun, kurz zugespitzt. Griffel verlängert, nur ander Spitze geteilt. Narben 3. VI bis X.

Selten an feuchten, sandigen oder schlickigen Ufern, in

Sümpfen, in Reis- und Maisfeldern, nur im Gebiete der Mittelmeer-

und Pannonischen Flora, sowie in deren Ausstrahlungen. Fehlt in

Deutschland vollständig. In Oesterreich in Tirol (Herrenau

bei Lana bei Meran, in Südtirol aufwärts stellenweise bis Bozen), in

Unter-Steiermark, österreichisch. Friaul, Kroatien; in Krain? Früher

auch in Böhmen (Brdygebirge, 1895). Ausserdem selten eingeschleppt

(bei Innsbruck und im Hafen von Mannheim).

Allgemeine Verbreitung: Oestliches Mittelmeergebiet (fehlt in Frankreich,

Spanien etc.), Ungarn, Balkan, Südrussland, Kaukasusländer, Dsungarei, Sibirien bis

Amurgebiet.

Fig. 178. Cyperus glome-rätus L. aai Habitus C/s natür-licheGrösse). b Aehrchen. cBlütemit Tragblatt, d Tragblatt vonder Seite, e Spitze des Trag-blattes, von vorn. / Frucht.

371. Cyperus löngus L. subsp. eu-16ngus Aschers, et Graebner (= C. fastigiätus Willd.,= C. tenuiflörus Willd., = C. Heldreichiänus Boiss., = Chlorocyperus löngus Palla).Langes Zypergras. Franz.: Souchet, S. odorant; ital.: Canzia, Quadrillo. Fig. 179.

Ausdauernd, lebhaftgrün, 4 bis 10 dm hoch. Grundachse gewöhnlich ziemlich weitkriechend, kräftig, fast holzig, etwas knollig verdickt. Stengel meist zusammengedrückt,am Grunde etwas schwammig verdickt, von den verlängerten Scheiden bedeckt. Blättermeist kürzer als der Stengel. Blattspreiten ca. 4 bis 7 cm breit. Spirre sehr gross, bis30 cm lang, mit zahlreichen, aufrechten, gestielten, seitlichen Köpfchen. Spirrenäste starkverlängert, wenigstens z. T. verzweigt. Hüllblätter gewöhnlich 3 bis 5, das unterste nichtselten 5 bis 6 dm lang. Aehrchen schmal-lineal (Fig. 179b), an der Spitze der Zweige fast