Blattspreiten schmal, gewöhnlich nicht über 2 mm breit, schlaff,allmählich in eine feine Spitze verschmälert. Spirre kugelig bisbreit-eiförmig, sehr dicht gedrängt, selten über 1 cm lang. Hüll-blätter 3 bis 5, die unteren meist weit abstehend, sehr stark (bis über10 cm) verlängert. Tragblätter länglich, dreizeilig gestellt, all-mählich in eine schlanke Spitze verschmälert (Fig. 1/7 c), viel längerals die Frucht (Fig. 177 b), weisslich mit grünem, kielartig vor-springendem Mittelstreifen. Aehrchenachse schmal geflügelt. Staub-blätter meist 2, seltener 1 oder 3. Frucht zusammengedrückt, scharf-kantig (Fig. 177 d), hellbraun, ca. 1 mm lang. Narben 2. — VII bis IX.
Selten an kahlen, schlammigen oder sandigen Ufern, oftviele Jahre lang ausbleibend. In D eutschland selten in Schlesien(um Breslau, Steinau, vor Rabsen bei Glogau) und an der Elbevereinzelt bis Wittenberg (mehrmals durch Hochwasser aus Böhmenherabgeschwemmt). In Oesterreich in Böhmen, Südtirol (Ter-lago-See), Süd-Mähren (auch Bahnhof Lundenburg), Niederösterreich(längs der March zwischen Stillfried und Marchegg, zufällig auchbei Floridsdorf), Steiermark (z. B. bei Weitersfeld), Kärnten(Klagenfurt; ob noch?), Istrien und Kroatien.
Allgemeine Verbreitung: Südeuropa (von der iber-ischen Halbinsel bis Süd-Russland), zerstreut in Mitteleuropa, Klein-asien bis Japan, Nordafrika.
Diese äusserst charakteristische Art nimmt wegen der dreizeilig gestelltenTragblätter eine Mittelstellung zwischen den Gattungen Scirpus und Cyperus ein.
Fig. 177. Cyperus Miche-Hanns Rottb. a Habitus ( 2 /3nat. Grösse), b Blüte mit Trag-blatt, c Tragblatt von der Seite.d Frucht.
369. Cyperus füscus L. (= C. ferrugineus Forsk., = C. proträctus Del., = C. ForskaliiDietr., = C. diändrus Biv., = Eucyperus fuscus Rikli). Schwarzrotes Zypergras.
Taf. 42, Fig. 2.
^^j^nrig, grasgrün, 3 bis 35 (45) cm hoch, büschelig-verzweigt. Wurzeln lebhaftschwarzrot. Stengel kräftig, zusammengedrückt, scharf dreikantig, aufrecht oder schrägaufsteigend, selten aus niederliegendem Grunde aufrecht, so lang oder länger als die Blätter.Blattscheiden der untern Blätter braun bis rotbraun, flach, meist nicht über 4 mm breit,glatt oder oberwärts etwas rauh. Spirre kopfartig locker gelappt, meist nicht bis 2 cmlang, häufig noch mit gestielten, seitlichen Köpfen. Hüllblätter meist 3 bis 4 (selten bis 8),davon 2 bis 3 stark (bis über 10 cm) verlängert, abstehend. Aehrchen klein (5 bis 10 mmlang und 1 »/, mm breit), vielblütig, stumpf (Taf. 42, Fig. 2 a). Tragblätter enganliegend,klein (H/ 4 mm lang), länglich-eiförmig, stumpf, mit ganz kurzer Stachelspitze, dunkelrot bisschwarzbraun mit grünem Kiel, seltener bläulichgrün (Taf. 42, Fig. 2 b), nicht viel länger als dieFrüchte. Staubblätter meist 2. Früchte sehr klein, 3 /i mm lang, verkehrt-eiförmig-elliptisch,scharf dreikantig (Taf. 42, Fig. 2 c), weissgelb. Griffel tief dreispaltig. Narben 3. — VII bis X.Zerstreut auf kahlem Schlammboden, auf Grubenaushub, auf kahlem Sand- undMoorboden, an Ufern, Sumpfrändern, nicht überall (fehlt in Deutschland im Emslande, aufden Nordseeinseln und in Ostfriesland, sowie im grössten Teil von Schleswig-Holstein). ImAlpengebiet stellenweise bis 1200 m (Wolfsgrubersee am Ritten in Südtirol).
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Asien, Nordafrika, Madeira.
Aendert wenig ab: var. virescens Koch (= C. virescens Hoffm., = C. viridis Spreng.),mit bräunlichgrünen Tragblättern. — Hie und da.
Aehrchen