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1. Pflanze grasgrün, ohne Ausläufer. Blätter flach. Untere Blattscheiden zottig behaart. In Laub-wäldern .............................E. Europaeus nr. 363.
1*. Pflanze bläulichgrün, Ausläufer treibend. Blätter starr, zuletzt zusammengerollt. Blattscheidenkahl. Strandpflanze........................E. arenarius nr. 364.
363. Elymus Europaeus L. (- E. compösitus Steud., = Hordeum Europium All.,
= H. cylindricum Murr., — H. silväticum Huds., — H. montänum Schrank, — H. elymoidesVest, = Triticum silväticum Salisb., = Cuviera Europsea Koeler, = Secäle villösum Huds.).
Wald-Haargerste. Taf. 39, Fig. 2.
Nach den stark behaarten Blattscheiden heisst die Art in der Schweiz (Graubünden: Schiers) Side-gras [= Seiden-].
Ausdauernd, grasgrün, 60 bis 120 cm hoch, horstbildend, grasgrün. Stengel steif auf-recht, glatt oder unter der Aehre etwas rauh, an oder unter den Knoten kurz zottig. Blattscheidender untern Blätter nach rückwärts zottig behaart, an den obern Blättern schwach auf-geblasen. Spreiten flach, mit weissem, unterseits vorspringendem Mittelnerven, bis 1 cm breit,stark rauh, oberseits etwas anliegend behaart. Blatthäutchen fast fehlend. Aehre 4 bis8 cm lang, + 7 (10) mm breit. Aehrchen bis 24 mm lang, grün. Hüllspelzen kahl, lineal-pfriemenförmig, zu steifen, 2 bis 2 1 / 2 cm langen Borsten reduziert. Aehrchenachse über dieBlüte hinaus verlängert, zuweilen eine verkümmerte (oft männliche) zweite Blüte tragend.Deckspelzen kahl, ± 10 mm lang, 2 mm breit, mit 2 1 /2 cm langer Granne (an den Mittel-ährchen meist etwas kürzer). Staubblätter 3 bis 3,5 mm lang. — VI bis VIII.
Stellenweise in Laubwäldern (besonders in Buchenwäldern), in Holzschlägen, ansteinigen, buschigen Stellen, besonders in den Berg- und Voralpenwäldern, vereinzelt bisgegen 1500 m. Fehlt auf grosse Strecken hin oft vollständig, so im ganzen nordwest-deutschen Flachlande, in der Provinz Posen, in Steiermark etc.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa (nördlich bis England undSüdschweden), Kleinasien, Kaukasus.
Diese Art erinnert in ihrem Habitus stark an Agriopyrum caninum und Brachypodium silväticum.Im Mittelgebirge und in den Voralpen bildet sie in Buchenwäldern hie und da ausgedehnte, dichte Bestände.
364. Elymus arenarius L. (= Hordeum arenärium Aschers., = H. villösum Moench).Strandhafer, Strandroggen, Sandhafer, Sandgras. Franz.: l'elyme des sables; engl.:
Sand Elymus; tschech.: Jecmenka. Taf. 39, Fig. 3.
Den Namen Helm (untere Weser) teilt das Sandgras mit Ammophila arenaria (vgl. pag. 236); zumUnterschied von dieser Art heisst es auf der Insel Juist (Nordsee) Breede [= breiter] Helm.
Ausdauernd, ganze Pflanze bläulichgrün, 60 bis 90 cm hoch. Grundachse weitkriechend, sehr lange (bis mehrere m) Ausläufer treibend. Stengel dick, steif, starr auf-recht, kahl. Scheiden kahl, glatt, anliegend. Spreiten steif, stechend, bis 1 cm breit,oberseits rauh, flach oder in der Trockenheit eingerollt, am Grunde etwas geöhrt. Blatt-häutchen sehr kurz, einen schmalen Saum bildend. Aehre meist steif aufrecht, bis über30 cm lang, und bis 2 cm breit, etwas locker, am Grunde oft ^+ unterbrochen. Aehrchenmeist dreiblütig, bis über 25 mm lang, die untern und obern zu zwei, die mittlem häufigzu 3. Obere Blüte männlich. Hüllspelzen lanzettlich, bis 2,8 cm lang, scharf zugespitzt,am Kiel bewimpert, oberwärts kurzhaarig. Deckspelzen länglich-lanzettlich, scharf zugespitzt,kurzzottig. — V bis VII, vereinzelt bis X.
Ursprünglich wild nur auf dem sandigen Strande und auf den Dünen derNord- und Ostsee. Ausserdem im Binnenland hie und da zur Sandbefestigungversuchsweise angepflanzt und stellenweise sich einbürgernd (an vielen Orten aber wiederverschwunden). In Deutschland am meisten verbreitet im nördlichen Flachlande bis Magde-