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Oesterreich nur im Küstenland (nicht in Oberösterreich). In der Schweiz vereinzelt imWesten in den Kantonen Genf, Waadt, Freiburg und Neuenburg. Ausserdem selten (mitGrassamen) eingeschleppt, z. B. bei Danzig (Westerplatte), Meringbei Augsburg.
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Westeuropa (nördlichbis Dänemark, östlich bis Bamberg, Altenburg, Leipzig und bis zuden Odermündungen), Kaukasus, Vorderasien, Nord- und Südafrika,Nord- und Südamerika.
Aendert wenig ab: var. marinum Koch nee H. marinum Hudson.Deckspelzen (wenigstens die der Seitenährchen) spärlich behaart. — Zuweilen an denKüsten sehr häufig.
Wie die folgende Art ist H. secalinum besonders auf den Strandwiesensehr häufig anzutreffen und gehört daselbst zu den wertvollsten Futtergräsern.
362. Hordeum marftimum With. (= H. geniculätum All.,
= H. marinum Hudson, = H. hystrix Roth, = Zeocrithon maritimum
P. B.). Strand-Gerste. Fig. 171.
Einjährig, graugrün, büschelig verzweigt, meist zahlreiche,1 bis 4 dm lange, knickig aufsteigende Stengel treibend. Halmekreisförmig ausgebreiter. Blattscheiden meist kahl oder an denuntern Blättern dicht weichhaarig, an den obern deutlich aufgeblasen.Aehrenachse + brüchig. Aehre meist aufrecht, nicht über 6 cmlang, ohne die Grannen ca. 8 mm breit, am Grunde abgerundet.Hüllspelzen aller Aehrchen rauh, die innern der seitlichen Aehrchenhalblanzettlich und etwas geflügelt, die übrigen borstlich. Alle Deck-spelzen begrannt, die der Seitenährchen sehr klein, die der Mittel-ährchen mit der Granne bis fast 3 cm lang (Fig. 171b). — V bis VII.
Hie und da auf Salzwiesen, Steppen, auf Deichen. InDeutschland am Nordseestrande in Schleswig-Holstein (nach Nordenbis Dagebüll), am Emsdeiche unweit Petkum, bei Emden und in Oldenburg (auf demStollhammer Groden, bei Beckmannsfelde, am Mariensiel). In Oesterreich nur im Litoraleund in Dalmatien. Fehlt wild in der Schweiz gänzlich. Ausserdem hie und da verschleppt.
Allgemeine Verbreitung: West- und Südeuropa (fehlt in Russland).
Fig% 171. Hordeum mari-timum With. a Habitus('/2natürl. Grösse), b Aehrchen.
CXXII. ElymilS 1 ) L. Haargerste.
Ausdauernde Arten. Aehrenachse zähe. Gipfelährchen entwickelt. Seitenährchenauf deutlichen, kurzen Stielchen sitzend, alle zweigeschlechtig und fruchtbar, zuweilen nurzu 2 (dann nur die Seitenährchen ausgebildet) oder einzeln (die Seitenährchen fehlend).
Die Gattung Elymus steht Hordeum sehr nahe und wird auch häufig mit ihr vereinigt. Sie umfasst30 Arten, von denen in Mitteleuropa nur 2 vorkommen. Im gemässigten Nordamerika treten 8 Arten auf, vondenen E. Canadensis L. als Seltenheit schon in Württemberg (bei Urach) beobachtet worden ist. Das imMittelmeergebiet beheimatete Medusenhaupt-Haargras (Elymus caput Medüsae L. (= Hordeum cäputMediisae Cosson) mit länglicher, fast nickender Aehre und sehr langen (bis 13 cm), + spreizenden, sehr rauhenGrannen ist ein interessantes Ziergras für grössere Gärten. Adventiv wurde diese Art (besonders die subsp.äsperum [Degen], seltener die subsp. crinitum [Desf.]) mehrfach beobachtet, so bei Hamburg, Berlin (Rüders-dorfer Kalkberge), Erfurt (bei Ilversgehofen), Zwickau (Krossen), Hafen von Mannheim, Bahnhof Zürich.
Italica).
] ) eXvßog [elymos] bei Theophrast und Dioskorides (wahrscheinlich) Name der Kolbenhirse (Setaria