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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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grün, ca. 13 mm lang. Hüllspelzen der Mittelährchen lineal-pfriemenförmig, lang (bis 25 mm)begrannt, beiderseits borstlich bewimpert"; diejenigen der Seitenährchen ungleich, die inneresehr schmal-linealisch und innen kurz bewimpert, die äussere kahl, auf eine Granne reduziert(Fig. 169b). Deckspelzen 10 bis 11 mm lang, mit 2 bis 3 cm langer Granne. Staubbeutel1 mm lang. VI bis XI.

Häufig auf wüsten Plätzen, auf Dorf- und Exerzierplätzen, an Mauern, Zäunen,Wegrändern, auf betretenen Plätzen, auf Schutt und Hecken, meist sehr gesellig; vomMeeresstrand bis in die untern Alpentäler (Klobenstein am Ritten in Südtirol, 1150 m).

Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa (nördlichbis Südschweden), Nordafrika, Vorderasien, Nordamerika,

Aendert etwas ab: var. litoräle Boeckeler. Stengel lang-niederliegend. Blätteretwas graugrün, mit (besonders die obern Blätter) aufgeblasenen Scheiden. Selten amMeeresstrand (Norderney).

var. pusi'llum Goiran. Stengel meist einzeln, sehr dünn, bis 170 cm hoch-Aehre (ohne Grannen) wenig über 2 cm lang. Selten bei Breslau und Veronabeobachtet.

subsp. lepon'num (Link) Richter (= H. mun'num L. var. mäior Gren. etGodr., = H. pseudomurinum Tappeiner. = H. ambi'guum Doli). Hüllspelzen der Seiten-ährchen breiter (bis fast 1 mm breit), die innere beiderseits, die äussere innen im unterenverbreiterten Teile kammförmig gewimpert. Sandige Stellen der Mittelmeerländer,vereinzelt bis in die südlichen Alpentäler vordringend, so im \\ allis (St. Maurice, Sion)iSüdtirol (bei Arco, gemein um Trient, bei Schlanders usw.). Selten auch verschlepptbeobachtet, z. B. bei Genf, München, Mering bei Augsburg.

361. Hordeum secalinum 1 ) Schreb. (= H. nodosum L., = H. pratenseHuds.). Roggen - Gerst e. Franz.: Orge des pres, Orge seigle.

Fig. 170.

Ausdauernd, 30 bis 70 cm hoch, horstbildend.Stengel dünn, schlank, + knickig aufsteigend. Blatt-scheiden der unteren Blätter rauhhaarig, etwas zwiebel-schuppenartig erweitert, an den obern Blättern eng-anliegend. Spreiten schmal, bis 5 mm breit, flach odergewöhnlich + borstlich eingerollt. Aehre aus dem oberstenStengelglied weit herausragend, ziemlich kurz (3 bis 5 cm),dünn (4 bis 5 mm breit), am Grunde verschmälert.Achse zuletzt sehr brüchig. Aehrchen hellgrün, ca. 7 mmlang, die Seitenährchen ziemlich lang gestielt. AlleHüllspelzen auf eine 12 bis 15 mm lange Borste reduziert,am Grunde nicht verbreitert (Fig. 170 b). Deckspelzendes Mittelährchens 8 mm lang (Granne 9 bis^lO mm), ItilZ^lnZZder Seitenährchen ca. 5 mm lane (Granne bis 7 mm). ('/* natürliche Grösse).

° y J b Aehrchen.

V bis VIII.

Stellenweise auf etwas feuchten Wiesen, in See- und Flussmarschen,gern auf salzhaltigem Boden; meist sehr gesellig, kaum über 1000 m. InDeutschland g-änzlich fehlend in Schlesien, West- und Ostpreussen. In

Fig. 170. Hordeum s . c

secalinum Schreb. Baden einzig bei Ubstadt (neuerdings nicht mehr beobachtet), in WürttembergG^Ssse).'^ Aehrchen.' selten im Oberamt Hall (Untersontheim) und Neresheim (Pflaumloch). In

*) Wegen der Aehnlichkeit mit dem Roggen (lat. Secäle).