381
Dalmatien etc.bis 4 mm lang.
nochHüll-
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (nördlich bis ins Aostatal und zumGardasee), Persien, Japan.
Von Bastarden kommen vor: 1. Lolium perenne L. X L. multiflorum Lam. (== L. hybri-dum Hausskn.). Unfruchtbare Zwischenform. Hüllspelzen der Seitenährchen deutlich länger als die anliegendeDeckspelze. — Selten beobachtet, z. B. in Thüringen (bei Weimar, Rudolfstadt, Frankenhausen), bei Dessau(Haltestelle Kochstedter-Strasse), Lausanne. 2. Festuca- pratensis Huds. X Lolium perenne L. (=Festulolium ascendens Aschers, et Graebner, = Festüca adscendens Retz.. •= F. Ioliäcea Curt. nee Huds.,= F. elongäta Ehrh. = Brachvpödium loliäceum Link, = Lolium festueäceum Link, = Glvceria IoliäceaGodr.). Spreiten in der Knospenlage schwach gerollt, schmal. Blütenstandachse im Querschnitt dreiseitig bistrapezoidisch. Blütenstand eine lockere, ährenförmige Traube. Unterste Aehrchen deutlich gestielt. Hüllspelzenlanzettlich, oberwärts trockenhäutig, die untere 1- bis 3-nervig, an den untersten Aehrchen verkümmert, dieobere 3- bis 5-nervig. Aehrchenachse rauh. Deckspelzen länglich. — Hie und da. 3. Festuca giganteaVill. X Lolium perenne L. (= Festulolium Brinkmännii Aschers, et Graebner). Stengel wie dieScheiden glatt. Blätter ähnlich wie bei F. gigantea, jedoch etwas schmäler. Blütenstand ährenförmig oder amGrunde kurzrispig. Untere Aehrchen kürzer als der Stiel, obere fast sitzend, ca. 10- bis 16-blütig, schief zurAnheftungsstelle ihres Stieles. Untere Hüllspelze 3-nervig, halb so lang als die obere; letztere 5-nervig, schmal-häutig berandet. DeckspelzenTunter der Spitze eine Granne tragend, welche dieselbe an Länge übertrifft. —Einzig in Mecklenburg (Rostock) beobachtet. — Weitere Kombination wie Festuca pratensis Huds. X Loliummultiflorum Lam. und Festuca arundinacea Schreb. X ^Lolium multiflorum Lam. bedürfen noch weitererBeobachtung.
CXVI. Leptürus 1 ) R. Br. Dünnschwanz.
Zu dieser Gattung gehören 4 Arten; in Europa ausser unserer Art in UngarnL. Panndnicus Kunth mit 2 zweigeschlechtlichen Blüten. Blatthäutchen spitz,spelzen + spreizend.
344. Leptürus ineurvätus 2 ) Trin. (= L. filiförmis Lange, = Aegilops ineurväta L.,= Agröstis ineurväta Scop., = Rottbcellia ineurväta jL. fil.). Gekrümmter Dünn-schwanz. Ital.: Erba cavallina. Taf. 39. Fig. 4 (nicht Fig. 2 wie in der Erklärung
der Figuren pag. 359 irrtümlich angegeben).
Einjährig, am Grunde büschelig verzweigt. Stengel ± stark verzweigt, aufrechtoder meist ± schräg aufsteigend, gewöhnlich 0,5 bis 30 (60) cm lang, meist im Kreise rasigniederliegend. Blattspreiten flach, schmal, zuletzt fast fadenförmig zusammengefaltet. Blatt-häutchen fast fehlend. Aehre dünn, schmal, selten bis über 10 cm lang, meist ca. (1) 2 mmdick, stielrundlich, gerade oder + gebogen, höchstens während der Blütezeit mit abstehendenoder oberwärts etwas abgebogenen Hüllspelzen. Aehrchen meist ein-, seltener zweiblütigoder über der ersten Blüte noch mit einer gestielten, fehlschlagenden Blüte, lanzettlich,spitz, ganz in die Aushöhlung der Aehrenachse eingesenkt. Hüllspelzen schmal, fast gleichausgebildet, die Blüten überragend, einander genähert, nur am Endährchen einander gegen-überstehend. Deckspelzen spitz, häutig. Staubbeutel vor dem Aufspringen linealisch,gelblich, nachher kurz rechteckig eiförmig-länglich, milchweiss. — V, VI bis IX.
Auf feuchten Salz- und Strandwiesen, auf trocken werdendem Schlamm. InDeutschland an der Nordseeküste (auch auf den Nordsee-Inseln) nur an der Ostsee(östlich bis Rügen: Mönchsgut). In Oesterreich nur im Küstenland, Istrien undDalmatien. Sehr selten auch adventiv (Güterbahnhof Zürich, 1905).
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, Gothland, Dänemark, britischeInseln, Küsten von Frankreich, Madeira, Vorderasien bis Persien und Transkaukasien.
Tritt in Europa in zwei Rassen auf: I. subsp. vulgätus Aschers, et Graebner (= L. filiförmis Koch).Aehre auf einem (im nördlichen Gebiet allermeist, im südlichen nur zuweilen) über die oberste Blattscheideweit hervorragenden Stengelgliede. Hüllspelzen kaum oder nicht länger als die Deckspelzen. — An der Nord-küste (hier ausschliesslich) und am Mittelmeer.
') Gr. Xeniöc, [leptös] = dünn, schmal und ovgd [urä] = Schwanz. Wegen der langen, schweifartigen Aehre.2 ) lat. ineurvätus = gekrümmt.