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var. subcurvätus Aschers, et Graebner (= var. typicus Buchenau). Pflanze robust, massig verzweigt.Aehren stets deutlich säbelförmig gekrümmt. — Häufig im Norden.
var. strictus Buchenau (= L. strigösus Dum., = L. compressus Steud.). Pflanze aufrecht, wenigerstark verzweigt, meist schlank, oberwärts oft rötlich überlaufen. Aehren oft nur 1 mm dick, gerade. — Hieund da in dichten Beständen von Suaeda und Salicornia.
2. subsp. curvatissimus Aschers, et Graebner (== L. incurvätus Trin.). Pflanze niederliegend, dichtbüschelig verzweigt. Stengel meist bis zur Aehre beblättert. Aehren stets sehr stark halbkreisförmig gekrümmt.
Diese merkwürdige, recht charakteristische Art gehört zur Flora der norddeutschen Strandwiesen.Auf den ostfriesischen Inseln nimmt sie an der Rasenbildung der Aussendeiche teil.
CXVII. Agriopyrum 1 ) P. B. Quecke.
Aehrchen in einfacher Aehre mit zäher Spindel und Gipfelährchen, quergestelltjder Spindel die Seite zukehrend, 3- bis vielblütig, mit zwei gleichen Hüllspelzen. Aehrchen-achse meist zäh. Hüllspelzen schmäler als die Deckspelzen, mehrnervig. Deckspelzen aufdem Rücken gerundet, am Grunde mit einem deutlichen, durch eine Furche abgegrenztenQuerwulst, 5- bis 7-nervig, lederartig, mit der Frucht abfallend, unbegrannt oder begrannt,die oberste zuweilen keine Blüte einschliessend. Bei der Reife zerfällt das Aehrchen indie einzelnen Blüten und löst sich an der Querfurche ab. Frucht lineal-länglich, vomRücken her zusammengedrückt, der Vorspelze angewachsen, an der Spitze behaart.
Die Gattung hat verwandtschaftlich nahe Beziehungen zu den Gattungen Brachypodium und Tritlcum.Sie umfasst ca. 25 Arten, die in den gemässigten Zonen der ganzen Welt vorkommen.
1. Hüllspelzen 3- bis 11-nervig. Aehre meist lang und schmal. Aehrchen der SpindefanHegend. 2.1*. Hüllspelzen einnervig. Aehre oval oder länglich, kammförmig-zweizeilig. Aehrchen abstehend f
begrannt. Wild nur in Niederösterreich; sonst hie und da verschleppt......A. cristatum nr. 350.
2. Deckspelzen lang begrannt. Granne so lang oder länger, (seltener wenig kürzer) als die Deck-spelze. Aehrchenachse sehr brüchig, kurzhaarig..............A. caninum nr. 345.
2*. Deckspelzen unbegrannt oder mit kurzer (die Länge der Deckspelze nie erreichender) Granne . 3.
3. Blattnerven dick, einander genähert, mit vielen Reihen sehr kurzer, samtiger Haare. Blätterbeim trockenen Wetter eingerollt. Aehrenachse sehr brüchig. Hüllspelzen 9- bis 11-nervig. Wurzelstockweitkriechend. Deckspelzen an den Rändern sehr rauh. Sand-Strandpflanze. . . . A. iunceum nr. 349.
3*. Blattnerven schmal, entfernt, mit einer einfachen Reihe kleiner Höckerchen, Borsten oder Haarenbesetzt und dadurch rauh. Hüllspelzen 3- bis 5- (seltener 7- oder 9-) nervig........... 4.
4. Pflanze horstbildend, ohne Ausläufer. Untere Hüllspelze 3-nervig. Aehrchenachse sehr brüchig,kurzhaarig............................A. biflorum nr. 347-
4*. Pflanze Ausläufer treibend. Hüllspelzen 5- und mehrnervig. Aehrchenachse zähe, kahl... 5.
5. Blätter flach, breit, grün. Nerven im durchfallenden Licht als feine weisse Linien erscheinend, diezwischen breiten, grünen Streifen liegen..................A. repens nr. 346.
5*. Blätter steif, trocken eingerollt, stark gerippt, weissgrün, das giüne Blattgewebe fast ver-schwindend .........................A. int er medium nr. 348.
345. Agriopyrum caninum (L.) P. B. (= Triticum caninum L., = T. sepium Lam.,= Elymus caninus L., = Braconotia elymoides Godr.) Hunds-Quecke. Engl.: Awned
Wheat-Grass. Taf. 40, Fig. 1.Ausdauernd, 50 bis 150 (200) cm hoch, horstbildend, lebhaft grün, keine Ausläufertreibend. Stengel aufrecht oder am Grunde knickig, glatt, kahl oder selten oberwärts einwenig rauh. Blattscheiden kahl, glatt, seltener rückwärts etwas rauh. Spreiten bis ca. 12 mmbreit, oberseits matt, graugrün, unterseits spiegelnd, dunkelgrün, beiderseits rauh, kahl oderetwas seidig behaart. Blatthäutchen sehr kurz abgestutzt. Aehre lang (bis über 20 cm),schlank, schlaff, ein wenig überhängend, seltener steif aufrecht, am Grunde hie und da
') Gr. äygiog [ägriosj = wild und nvgög [pyrös] = Weizen, also eigentlich wilder Weizen; wieaus dem griechischen Adjectivum zu ersehen, ist die häufig gebrauchte Form Agropyrum (ohne das „i")unrichtig.