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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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wurde das Gras noch bei 1710 m kultiviert. Auf der Fürstenalp ob Chur (1782 m) ging esunter der Schneedecke des Winters zugrunde.

Aendert ab: var. longi ar istatum Aschers, et Graebner. Obere Deckspelze lang begrannt. Diehäufigste Form.

var. submüticum Mutel. Nur einzelne Spelzen kurz begrannt. Nicht häufig.

var. müticum DC. Alle Deckspelzen unbegrannt. Selten.

var. er istatum CT. Timm. A ehrchen einander genähert, schief abstehend, einander dicht anliegend.

Ausserdem sind auch monströse Formen beobachtet worden: m. ramösum Guss. Aehre am Grundeästig und m. b r achy p odiätum Stebler und Schröter. Aehrchen der einfachen Aehre gestielt. Ausserdemauf fetten Boden eine Wucherform mit verzweigten Aehren (f. compositum) und endlich eine schmächtigeKümmerform mit nur 3- bis 5-blütigen Aehrchen.

subsp. Gaudini (Pari.) Aschers, et Graebner. Pflanze ein- bis zweijährig, nicht ausdauernd. Aehrchenöfter nur 5- bis 10-blütig, sonst wie die typische Form.An trockenen, mageren Orten der südlichen Gegenden.

Das italienische Raygras ist ein vorzügliches Mähegras, da es von allen Gräsern am schnellstennachwächst und bei intensiver Kultur die höchsten Erträge abwirft. Allerdings ist seine Lebensdauer einesehr geringe, so dass es deshalb nur für kurzdauernde Wiesenanlagen mit Vorteil verwendet werden kann. Vomenglischen Raygras (nr. 342) unterscheidet es sich am sichersten durch die gerollte Knospenlage der Laub-triebblätter und durch die beim Blühen abstehenden Aehrchen (gewöhnlich auch durch die Grannen). DieKultur des italienischen Raygrases ist wohl am ältesten in der Lombardei; von hier aus verbreitete sich dieselbenach dem übrigen Europa. In der Schweiz wurde dieses Gras im Anfang des vorigen Jahrhunderts zuerst von Fellen-berg in Hofwyl (Kt. Bern) gebaut, der Samen aus Italien bezog. 1818 wurde es von Andre Thouin inFrankreich kultiviert und war später alsreine des prairies" sehr geschätzt. In den dreissiger Jahren kam esdann durch Lawson nach Schottland, von wo es sich bald nach England weiterverbreitete. Hier wurde esnamentlich durch William Dickinson in Willesden empfohlen, der durch Ueberdüngung mit Jauche fabel-hafte Erträge erzielte. Besonders gut gedeiht es auf warmen, frischen Böden, namentlich auf humusreichenMergelböden, auf guten Kalk- und Lehmböden, sowie auf frischen, lehmigen Sandböden, schlecht dagegenauf warmen Sandböden, sowie auf allen stark trockenen Böden. An Orten, wo der Schnee lang liegen bleibt,geht es meist schon im ersten Winter zugrunde. Wie kein zweites Gras ist es für Düngung sehr empfänglich.Da es jedoch an die Fruchtbarkeit des Bodens sehr grosse Ansprüche macht und durch eine geringe Lebens-dauer ausgezeichnet ist, hat es weder in Einzelkultur noch in Mischungen je eine grosse Bedeutung erlangenkönnen. Der Same des Handels stammt meistens aus Schottland, z. T. auch aus Nordfrankreich, Italien undIrland. Als Verunreinigungen kommen in erster Linie die Samen von Lolium perenne in Betracht, die sich oftbis zu 50°/o vorfinden (Scheinfrüchte bei [L. multiflorum meist begrannt, bei L. perenne unbegrannt), ausser-dem die Samen bezw. Früchte von Ranunculus acer und repens, Plantago lanceolata, Rumex acetosella, Vulpiasciuroides, Cynosurus echinatus (in der italienischen Saat) etc. (nach Stebler).

342. Lolium perenne L. (= L. vulgäre Host). Englisches Raygras. Franz.: Ray-grass anglais; engl.: Perennial Ryegrass, Darnel; ital.: Logliarella; tschech.: Jilek anglicky.

Taf. 38, Fig. 5 und Fig. 164 b und f.

Der Name Ray gras stammt aus dem Englischen, da die Samen dieser Art ursprünglich von Englandeingeführt worden. Sie heisst dort Ryegrass (= Roggengras; engl, rye = Roggen): Rajen, Rajegras (Ost-friesland), Reegras (nördl. Hannover),^egras (Schweiz: Aargau). Das Wort L oIch ist aus dem lateinischenlolium (vgl. Anm. pag. 375) entlehnt; dass die Entlehnung schon eine alte ist, beweisen die mittelhochdeutschenFormen Iulch, lullich, Iulche: Löll [femin.], L Olli, Lüchgras (Tirol). Nach der Form der Aehrenspindelheisst das Gras in St. Gallen Leitergras, bei Gottschee (Krain) Shlangerlain. In Tirol (bei Lienz) heisstdas Gras auch Wildhaber, in der Schweiz (Aargau) Schmale, Hungschmale. Eine Wegform (var.cristatum Doli) mit der breiten, plattgedrückten Aehre heisst in der SchweizBrittlis chmale". Nach seinemhäufigen Vorkommen an Wegen usw. nennt man es in Kärnten auch Sau gras (vgl. unter Polygonumaviculare).

Ausdauernd, 30 bis 70 cm hoch, ebene, ausgebreitete Horste bildend (diese sindaus kleinen Teilhorsten zusammengesetzt, welche durch verlängerte Rhizomglieder ver-bunden sind), ohne Ausläufer. Stengel (auch oberwärts) glatt, unverzweigt, zuweilen zu-sammengedrückt, aufrecht oder ± knickig aufsteigend. Blattscheiden glatt, kahl, die

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