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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Zerstreut (stellenweise fast immer) in Leinfeldern (häufig mit fremder [baltischer]Saat eingeschleppt). Vereinzelt bis 1050 m (Puschlav in Graubünden.)

Aendert ab: var. aristätum Aschers. (= L. linfcolum A. Br. var. aristätum Doli). Deckspelzenbegrannt. Stengel rauh (subvar. asp er um Aschers.) oder glatt (subvar. live Aschers.).

var. complanatum (Schrad.) Aschers. Aehrchen 7- bis 9-blütig. mehr abstehend. Deckspelzenbegrannt oder unbegrannt. Selten.

var. oligänthum Beck. Aehrchen nur 3- bis 5-blütig, kürzer als die über ihnen stehenden Spindel-internodien. Da der Flachsbau im allgemeinen sehr zurückgegangen ist, so ist die Art sehr selten geworden.

341. Lolium multiflörum Lam. (= L. Itäli-

cum A. Br.). Italienisches Ray gras.

Franz.: Raygrass d'Italie; ital.: Loglio maggiore;

tschech.: Jilek vlasky. Fig. 165.

Ausdauernd (im südlichen Gebiet auchein- und zweijährig), (10) 30 bis 90 (100) cmhoch, hellgrün, dichtrasenbildend. Stengel auf-recht oder am Grunde meist etwas knickig auf-steigend, oberwärts gewöhnlich + deutlich rück-wärts rauh. Blattscheiden in der Regel rück-wärts etwas rauh, an den obern Blättern etwasaufgeblasen. Spreiten in der Knospenlage ge-rollt (Fig. 164g), meist nicht über 4 mm breit,weich, hellgrün, oberseits (wenigstens oberwärts)rauh, auf der Unterseite glänzender als bei L.perenne. Blatthäutchen sehr kurz, zuweilen fastfehlend. Aehre sehr lang (bis über 30 cm),nickend, meist sehr zahlreiche (bis 28), unten ent-fernte, oberwärts meist bis auf ihre halbe Längeeinander genäherte Aehrchen tragend. Spindelzwischen den Aehrchen rauh, später sehr zer-brechlich. Aehrchen bis ca. 3 cm lang, meist9- bis 12- (2- bis 20-) blutig (Fig. 165 b), dicht,zur Blütezeit abstehend, gelbgrün. Hüllspelzenbis 13 cm lang, höchstens halb so lang als dasAehrchen, 7-nervig, zugespitzt, mit abgestutzter,meist deutlich etwas zweizähniger Spitze, ganzschmal hautrandig. Deckspelzen ca. 7 bis8 mm lang, 5-nervig, die obern meist begrannt.Vorspelze zweinervig, auf den Nerven gröber

und entfernter gewimpert. Blüten zur Blütezeit meist abstehend (Fig. 165 c). Selten auch

vivipar. VII, VIII.

Nicht selten in Kunstwiesen, auf gedüngten Fettmatten, an Gräben, Wegrändern

(besonders wenn mit Düngstoffen durchtränkt), öfters auch in Gärten als Futtergras gebaut und

hie und da eingebürgert; ausserdem ab und zu in Feldern (Maisfeldern) verschleppt.

Wild nur im Mittelmeergebiete, in Oberitalien und in den südlichen Alpentälern.

Allgemeine Verbreitung: Einheimisch im westlichen und südlichen Europa

(besonders in den lombardischen Wässerwiesen), Nordafrika, Vorderasien bis Syrien;

ausserdem in fast ganz Europa eingeschleppt oder verwildert. Im Oberengadin (Bevers)

Fig. T65. Lolium multiflorum Lam. a Habitus.

b Seitenährchen. c Seitenährchen in Blüte, d Blüte mit

Vorspelze, e Vorspelze, f und g Frucht (Fig. c bis g nach

Stebler-Schröter).