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Zerstreut (stellenweise fast immer) in Leinfeldern (häufig mit fremder [baltischer]Saat eingeschleppt). Vereinzelt bis 1050 m (Puschlav in Graubünden.)
Aendert ab: var. aristätum Aschers. (= L. linfcolum A. Br. var. aristätum Doli). Deckspelzenbegrannt. Stengel rauh (subvar. asp er um Aschers.) oder glatt (subvar. live Aschers.).
var. complanatum (Schrad.) Aschers. Aehrchen 7- bis 9-blütig. mehr abstehend. Deckspelzenbegrannt oder unbegrannt. — Selten.
var. oligänthum Beck. Aehrchen nur 3- bis 5-blütig, kürzer als die über ihnen stehenden Spindel-internodien. — Da der Flachsbau im allgemeinen sehr zurückgegangen ist, so ist die Art sehr selten geworden.
341. Lolium multiflörum Lam. (= L. Itäli-
cum A. Br.). Italienisches Ray gras.
Franz.: Raygrass d'Italie; ital.: Loglio maggiore;
tschech.: Jilek vlasky. Fig. 165.
Ausdauernd (im südlichen Gebiet auchein- und zweijährig), (10) 30 bis 90 (100) cmhoch, hellgrün, dichtrasenbildend. Stengel auf-recht oder am Grunde meist etwas knickig auf-steigend, oberwärts gewöhnlich + deutlich rück-wärts rauh. Blattscheiden in der Regel rück-wärts etwas rauh, an den obern Blättern etwasaufgeblasen. Spreiten in der Knospenlage ge-rollt (Fig. 164g), meist nicht über 4 mm breit,weich, hellgrün, oberseits (wenigstens oberwärts)rauh, auf der Unterseite glänzender als bei L.perenne. Blatthäutchen sehr kurz, zuweilen fastfehlend. Aehre sehr lang (bis über 30 cm),nickend, meist sehr zahlreiche (bis 28), unten ent-fernte, oberwärts meist bis auf ihre halbe Längeeinander genäherte Aehrchen tragend. Spindelzwischen den Aehrchen rauh, später sehr zer-brechlich. Aehrchen bis ca. 3 cm lang, meist9- bis 12- (2- bis 20-) blutig (Fig. 165 b), dicht,zur Blütezeit abstehend, gelbgrün. Hüllspelzenbis 13 cm lang, höchstens halb so lang als dasAehrchen, 7-nervig, zugespitzt, mit abgestutzter,meist deutlich etwas zweizähniger Spitze, ganzschmal hautrandig. Deckspelzen ca. 7 bis8 mm lang, 5-nervig, die obern meist begrannt.Vorspelze zweinervig, auf den Nerven gröber
und entfernter gewimpert. Blüten zur Blütezeit meist abstehend (Fig. 165 c). Selten auch
vivipar. — VII, VIII.
Nicht selten in Kunstwiesen, auf gedüngten Fettmatten, an Gräben, Wegrändern
(besonders wenn mit Düngstoffen durchtränkt), öfters auch in Gärten als Futtergras gebaut und
hie und da eingebürgert; ausserdem ab und zu in Feldern (Maisfeldern) verschleppt.
Wild nur im Mittelmeergebiete, in Oberitalien und in den südlichen Alpentälern.
Allgemeine Verbreitung: Einheimisch im westlichen und südlichen Europa
(besonders in den lombardischen Wässerwiesen), Nordafrika, Vorderasien bis Syrien;
ausserdem in fast ganz Europa eingeschleppt oder verwildert. Im Oberengadin (Bevers)
Fig. T65. Lolium multiflorum Lam. a Habitus.
b Seitenährchen. c Seitenährchen in Blüte, d Blüte mit
Vorspelze, e Vorspelze, f und g Frucht (Fig. c bis g nach
Stebler-Schröter).