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förmig, grün, zuletzt oft violettbräunlich. Hüllspelzen stark rauh, meist 1 bis 1,6 cm lang, ineine kurze haar- oder grannenartige Spitze zugespitzt, schmalhäutig berandet. Deckspelzenlinealisch-pfriemenförmig, stark nervig, rauh, + 15 mm lang, kürzer als die bis 30 mm langeGranne. Staubbeutel 0,8 bis 1,2 mm lang. Frucht tief gefurcht. — V, VI, zuweilenauch später.
Häufig in Baumgärten, in Gebüschen, an Wegrändern, Mauern (meist in der Nähevon bebauten Orten), seltener auch in Wäldern; von der Ebene bis in die Alpentäler, bisca. 1350 m (Puschlav in Bünden).
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (östlich bis Persien und westlichesSibirien), Mittel- und Westeuropa, Skandinavien; in Nordamerika eingeschleppt.
Aendert selten ab: var. o ligost ächy us Aschers, et Graebner. Pflanze niedrig, bis 23 cm hoch.Rispe nur 1 bis 3, 2- bis 6-blütige, violett überlaufene Aehrchen tragend. — In Schlesien (bei Breslau) beobachtet.
var. lanuginösus Rohlena (= var. hirsütior Waisbecker). Untere Scheiden i'nd Spreiten abstehendbehaart. — Böhmen, Ungarn. Wohl weiter verbreitet.
var. velütinus Volkart. Deckspelzen weichhaarig. — Schweiz.
328. Bromus Madritensis x ) L. (= B. dilatätus Lam., = B/diändrus Curt., = B. gynändrusRoth, = Festüca Madritensis Desf.). Mittelmeer-Trespe. Südfranz.: Espangassat.
Einjährig, 10 bis 30 (50) cm hoch, mehrere, ziemlich dünne, kahle oder spärlichbehaarte Stengel treibend. Scheiden' glatt, kahl oder an den untern Blättern rückwärtsrauh, dicht kurzhaarig. Spreiten schmaF;(selten bis 7 mm breit), dicht kurzhaarig, seltenerlang gewimpert oder glatt. Blatthäutchen bis 3 mm lang, in feine Haare zerschlitzt.Rispe aufrecht, ziemlich dicht, selten schwach überhängend, nach dem Grunde verschmälert.Rispenäste aufrecht abstehend, nicht sehr lang, rauh, 1 bis 4 Aehrchen tragend, mit 2 bis4 (6), ein oder mehrere (3) Aehrchen tragenden, grundständigen Zweigen. Aehrchen (ohneGrannen) 3 cm lang, kahl oder behaart, 5- bis 12-blütig. Hüllspelzen meist 9 und 13 mmlang. Aehrchenachse mit bis 2 mm langen, unbehaarten, rauhen Gliedern. Deckspelzenoberwärts mit bis 3 mm langen, schmalen Seitenspitzen, zwischen denen die Granne ent-springt; letztere bis 25 mm lang, gerade oder etwas auswärts gekrümmt. Staubblätter 2(seltener 3 oder 1). — IV bis VI.
Selten an Wegen, Felsen, an Ruderalstellen. Wild nur in O e ste rreich in Istrien,Dalmatien und im wärmeren Südtirol (mehrfach bei Riva, zwischen Loppio und Mori, beiTorbole). Gemein in der Provinz Verona. Ausserdem selten verschleppt: im Hafen vonMannheim (1897), mehrfach in Zürich, Genf.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, Westeuropa (bis England), Balkan,Krim, Nordatlantische Inseln, Vorderasien bis Arabien, Persien.
Aendert etwas ab: var. ciliätus Guss. Deckspelzen an den Rändern lang bewimpert. — Mit der Art.var. Deli'lei Boiss. Pflanze niedriger. Rispe mit sehr kurzen Zweigen, zusammengezogen. Aehrchenkleiner, nicht 3 cm lang. Deckspelzen kürzer.
329. Bromus secalfnus 2 ) L. (= B. vitiosus Weigel, = B. mäximus Gilib., = B. brevisetus
Dum., = B. mutäbilis F. Schultz, = Serrafälcus secalinus Bab.). Roggen-Trespe.
Franz.: Seiglin; engl.: Cheat or Chess; ital.: Segala lanaiuola. Taf. 37, Fig. 4.
Der Name Trespe wird für verschiedene Arten (z. B. Bromus mollis, B. arvensis etc.) der GattungBromus, hauptsächlich jedoch für B. secalinus gebraucht. Seine Herkunft ist nicht sicher festgestellt. Es wirdvermutet, dass er mit Treber und Trester verwandt ist. Da diese beiden Worte bekanntlich Getreidehülsen
J ) Aus Madrid (lat. Madrftum): wurde zuerst von Madrid bekannt.
2 ) Zum Roggen gehörig, unter dem Roggen wachsend; lat. secäle = Roggen.