Druckschrift 
1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
Entstehung
Seite
361
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Wir.. -liin-iHnm

361

Tafel 40.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Agriopyrum canitium. Habitus. 2. Agriopyrum repens. Habitus. 2a. Spitze der Hüllspelze.

Fig. 3. Agriopyrum intermedium. Habitus. 3 a. Spitze der Hüllspelze. 4. Agriopyrum iunceum. Habitus.

länger als die Deckspelze (Fig. 157 c), sehr stark rauh. Staubbeutel 0,6 bis 0,8 mm lang.Frucht seicht gefurcht. V, VI, selten im Herbst zum zweiten Mal.

Meist häufig auf trockenen Aeckern, an Weg- und Waldrändern, auf Schuttplätzen,Hügeln, Mauern, in schlechten Wiesen, auf Oedland, von der Ebene bis in die Alpen auf-steigend (vereinzelt bis 2000 m). In der Nähe der Ost- und Nordsee selten und meist erstin neuerer Zeit eingeschleppt.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im nördlichen Skandinavienund Russland): auf den britischen Inseln nur eingeschleppt.

Aendert wenig ab: var. longipilus Borbäs. Blätter (besonders an der Scheidenmündung) lang undweichhaarig, ebenso die Rispenäste und Spelzen. Nicht selten.

var. nudus Klett et Richter (= var.glabrätus Sond.). Hüll- und Deckspelzen kahl.

var. P önticus Aschers, et Graebner(= var anisänthus Hackel). Aehrchen mit nureiner entwickelten Blüte. Selten.

327. Bromus sterilis L. (=B. grandi-flörus Weigel, = B. jubätus Ten., = B.Tenoriänus Schult.) Taube Trespe,Taubhafer. Ital.: Forasacco selvatico.Fig. 157.Einjährig überwinternd, 30 bis80 cm hoch, hellgrün, am Grundeschwach büschelig verzweigt, mehrereaufrechte oder aufsteigende, kahleStengel treibend (gleicht in der Trachtsehr stark der vorigen Art). Scheidenweichhaarig. Spreiten schmal (meist2 bis 4 mm breit), an den Rändernrauh, weichhaarig oder ziemlich kahl.Blatthäutchen ca. 4 mm lang, in feineHaare zerschlitzt. Rispe gross, bis über20 cm lang, sehr locker, allseits über-hängend. Rispenäste von nach vorwärtsgerichteten Kurzhaaren rauh, weit ab-stehend, zuweilen zurückgeschlagen,anfangs aufrecht, später zurückge-schlagen, nur 1 bis 2 Aehrchen tragend,die unteren mit 3 bis 6 grundständigenZweigen. Aehrchen (ohne Grannen) 15bis 35 mm lang, 4- bis 6- (seltenermehr-) blutig (Fig. 157b), länglich keil-

Hegi, Flora. 28

157.

Bromus sterilis L. a Habitus ( 2 /5 natürl. Grösse),chen. c Aehrchen von Bromus tectorum L.

h Aehr-