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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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(resp. ausgepresste Früchte) bedeuten, so wäre hier vielleicht eine Verbindung mit der BezeichnungDort"(vgl. unten!) gegeben. Die mittelhochdeutschen Formen lauten trefs, trefse, trebse, tresp. Auch in denneuhochdeutschen Mundarten treffen wir häufig diesen Wechsel vonps" undsp". Vgl. dazuWespe" (mittel-hochdeutsch auch Wefse) undWepse", welch' letztere Formen man nicht selten im Volksmunde hört. Drespe,Drepse (Ostfriesland), Drebbs (Ostfriesland), Dr e s s e n (Bremen), Drossen (Hannover: Hadeln), D iäsp el(Westfalen, Waldeck), Djerspel (Westfalen), Drespel (Mecklenburg. Vorpommern), Dress.Drest (Mecklen-burg), Draspe (Göttingen), Treps (Henneberg), Trefzge (Franken), Treps [auch für ß. mollis], (Böhmer-wald, Eger, Nordböhmen), Traspe (Riesengebirge, nördliches Böhmen), Träps (Oberpfalz: Vohenstrauss).Die weitverbreitete Bezeichnung Dort, die manchmal auch für andere Ackerunkräuter aus der Familie derGramineen (z. B. Lolium temulentum pag. 376, Agriopyrum repens, pag. 383) gebraucht wird, findet sich bereits imAlthochdeutschen als turd. Sie zeigt, wie schon oben angedeudet, vielleicht insofern eine Beziehung zuTrespe"als im älteren Neuhochdeutschen ein seltenes WortDort" (femin.) in der BedeutungHülse, Spreu" vorkommt.Allerdings wird sie auch mit dem alten Wortedaron (deren)", dasschaden" bedeutet, in Verbindung gebrachtwas auf die Pflanze als Unkraut hinweisen würde. Der NameDort" tritt uns im Volksmunde nicht seltenin den weitgehendsten Entstellungen entgegen. Im Niederdeutschen scheint er seltener (jedenfalls wenigerhäufig als die Bezeichnung Trespe) zu sein: Doert (bei Münster i. W.); in Hessen Dott (Dort). In denbaverischen Mundarten finden sich Formen wie Durd, Durdn, Dorst, Durscht (letztere angelehnt an Durst!).Dur (Böhmerwald), Durt, Durst, Durcht (Oberösterreich), Duft (Salzburg, Pongau), Turt (nördlicheSchweiz), Tort, Turn, Tom (St. Gallen). Wildä Turt, Wildä Turbä [speziell für B. mollis] (Schweiz:Waldstätten). Die Körner von B. secalinus sollen auf Vögel (z. B. auf Hühner) eine betäubende Wirkung aus-üben, daher (vgl. auch Lolium temulentum pag. 3/6): Trunkenkorn (Eifel b. Dreis), T ob erich. Da die Roggen-trespe (besonders nach nassen Wintern) in grosser Anzahl als Unkraut in Getreidefeldern entsteht, glauben inmanchen Gegenden die Bauern, dass bei nassem Wetter sich der Roggen, Weizen etc. in Trespen verwandle,ein Aberglaube, auf den wohl auch die Namen: Z wal ch w ei zen ; Wilder Haber (St. Gallen), Habergras[für B. sterilis] (Elsass); Wildi Ger st ä (Schweiz: Churfirstengebiet) hindeuten. Zu den BezeichnungenDwelk (Eifel); T welchweiz en, Gers tent wal ch . Twalch und Hammerl (Eger, Böhmerwald), vgl.unter Lolium temulentum! pag. 3/6. Die in Kärnten vorkommenden Benennungen der Roggentrespe: Stoklitz,Stögglitz, Stögglas, Teklitz stammen aus dem Slavischen (Tschech.: Stoklas, polnisch: Stoklosa,russisch: Stokolos). Ebendort heisst B. arvensis Hudelgras.

Einjährig und einjährig überwinternd, 30 bis 90 cm hoch, meist gelbgrün, am Grundegewöhnlich büschelig verzweigt. Stengel glatt. Scheiden fast stets kahl, glatt, meist stark nervig.Spreiten meist bis 6(10) mm breit, an den Rändern und oberseits zerstreut behaart, selten (zuweilenauch an den Scheiden) reichlich abstehend behaart (var. lasiophyllus Beck). Rispegross, bis 20 cm lang, vielährig, nach der Blüte überhängend. Rispenäste etwas verlängert,in der oberen Hälfte 1 bis 2 (3) Aehrchen tragend, rauh, aufrecht abstehend, die unternmit 2 bis 4 oder mehr grundständigen Zweigen. Aehrchen meist 2 bis 2,5 cm lang, seltenwenig-, meist 5- bis 15-blütig, länglich verkehrt-eiförmig, gelbgrün oder bräunlich. Hüll-spelzen meist 5 und 7 (9) mm lang, die untere lanzettlich, spitz, die obere eiförmig, stumpf.Deckspelzen 8 bis 11 mm lang, derb, länglich bis länglich - eiförmig, stumpf, mit bogen-förmigen, ziemlich derbhäutigen Seitenrändern, bei der Fruchtreife meist stielrund eingerolltmit sich berührenden oder sich deckenden Seitenrändern, so lang als die Vorspelze. Grannekurz (selten bis über 1 cm), oft etwas geschlängelt. VI, VII bis IX.

Nicht selten als Unkraut in Getreidefeldern, in Kulturen, auf Aeckern, in Wegen,von der Ebene bis an die obere Grenze des Getreidebaues.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa, uralisches Sibirien bis Trans-kaukasien, Japan, Nordafrika; in Nordamerika eingeschleppt.

Ist in der Tracht und in der Ausbildung der Aehrchen ziemlich veränderlich.

subsp. vulgaris Koch (= B. secalinus aut.). Echte Roggen-Trespe. Blattscheiden kahl. Aehrchengewöhnlich wenig über 2 cm lang, meist mit nur 5 bis 7 (10) Blüten. Hüllspelzen 5 bis 7 mm lang. Deck-spelzen nicht über S mm lang. Ränder der Deckspelzen an der Frucht sich berührend. Granne kurz oder sehrkurz, meist sehr stark geschlängelt. Frucht auf der Vorspelzenseite schwach gefurcht. Häufig.

var. glabrätus (F. Schultz) Aschers, et Graebner. Aehnlich, aber Aehrchen kahl.

var. hirtus (F. Schultz) Aschers, et Graebner. Aehrchen behaart.