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Osten abnehmend. Selten auch im Jura (Reculet, Colombier de Gex; nördlichster Standort:Creux de Cruaz).
Allgemeine Verbreitung: Alpen, Siebenbürgen (Butschetsch), Jura.
Aendert nur wenig ab: var. flavescens Stebler et Schröter. Aehrchen gelbgrün. — Selten (Grau-bünden: Sertigtal bei Davos).
var. plicata Huter (=■ var. scheuchzerifdrmis [Schur] Richter, = F. Juräna Gren.). Pflanze zierlich.Blattspreiten mit fast gefalzter Knospenlage zusammengefaltet, 1,5 bis 2 mm breit, stumpf lieh. Rispe wenigeAehrchen tragend, in der Frucht sehr locker (an F. laxa erinnernd!). — Selten im Jura und in Südtirol (Sexten,Ampezzotal), Siebenbürgen.
Wegen des hohen Wuchses ist der schöne Schwingel vorzüglich als Mähefutter geeignet, der aberwegen seiner breiten, weichen und saftigen Blätter auch vom Weidevieh gern aufgesucht wird. Allerdingsfindet er sich meistens an steilen Hängen, wo das Vieh weniger leicht hinkommt. Der Protei'ngehalt des Heuesist ein sehr grosser (19,81 °/o)- Nicht selten bildet er im Kalkgebirge (Bündnerschiefer) auf grosse Strecken hindas vorherrschende Gras oder er erscheint als hervorragender Bestandteil in den Rasen von Carex sempervirensoder ferruginea neben Sesleria caerulea, Phleum Michelii, Festuca violacea etc. In den bayerischen Alpen, wodiese Art auffallenderweise mehr sporadisch auftritt, stellt sich Festuca pulchella hie und da in den feuchtenRunsen des Krummholzgürtels ein. Als Begleitpflanzen erscheinen dann auf dem lehmigen Boden: Festucarupicaprina, Carex sempervirensi Luzula maxima, Deschampsia caespitosa, Lilium martagon, Alnus viridis,Rumex arifolius, Thalictrum aquilegifolium, Anemone alpina, Alchemilla pastoralis, Biscutella levigata, Rosaalpina, Sorbus chamaemespilus, Saxifraga rotundifolia, Geranium silvaticum, Meum mutellina, Chaerophyllumcicutaria und Villarsii, Myosotis alpestris, Phyteuma Halleri, Valeriana montana, Adenostyles albifrons etc.Ausserdem wachsen am Bachufer Saxifraga stellaris und aizoides, sowie Heliosperma quadrifidum, während diestets überrieselten Kalkfelsen von dünnen, kirschroten Ueberzügen einer Alge (Lyngbya Hegiana Schmidle) be-deckt sind (aufgenommen auf dem Schachen im Wettersteingebirge). Wie andere verschiedene alpine Gräser,z. B. Phleum alpinum, fristet auch diese Art im Tief lande ein kümmerliches Dasein und geht stets nachwenigen Jahren ein.
320. Festuca silvätica (Poll.) Vill. (= F. altissima All., = F. calamäria Sm., = F. lati-fölia Host, = P6a silvätica Poll., = Brömus triflörus Ehrh., = P6a trinerväta Ehrh.).
Wald-Schwingel. Fig. 154.
Ausdauernd, 70 bis 110 (200!) cm hoch, dichte Horstebildend, jedoch keine Ausläufer treibend. Triebe umscheidet. Grund-achse sehr kurz kriechend. Blattsprosse am Grunde von 5 bis 6ovalen, gelblichen, lange ausdauernden, schuppenförmigen Fieder-blättern umgeben und deshalb nach unten verdickt. Stengel auf-recht, ziemlich zart, 3-blätterig, glatt oder schwach rauh. Blatt-scheiden ganz offen, rauh, lang erhalten bleibend. Spreite 20 bis60 cm lang, 6 bis 14 mm breit, in der Knospenlage eingerollt,später flach, lang zugespitzt, ziemlich steif, blassgrün, an denRändern stark vorwärts rauh. Blatthäutchen dünnhäutig, gestutzt,1,3 mm hoch, wie der Scheidenrand kahl. Rispe gross, 12 bis18 cm lang, reichblütig, eiförmig, ursprünglich allseits abstehend,später einseitig, locker. Rispenäste nickend, fadenförmig, hin- undhergebogen, im obern a /a bis 3 /-t viele Aehrchen tragend. Aehrchenelliptisch-lanzettlich, 4 bis 5 mm lang, unbegrannt, 2- bis 5-blütig(Fig. 154 b), gelbgrün oder seltener etwas violett überlaufen, mitrauher, hin- und hergebogener Achse. Hüllspelzen ungleich, dieuntere pfriemlich, die obere linealisch-lanzettlich, beide spitz, zumgrössten Teil häutig. Deckspelzen linealisch-lanzettlich, sehr spitz,deutlich gekielt, mit am ganzen Rücken stark vorspring-endem
Fig. lo4. F estuca silvätica ° ° ir &
vili. a Habitus c/4 natürliche Mittelnerven, etwas rauhborstig, 4,5 bis 5 mm lang'. Frucht grün-
Grösse). b Aehrchen. c Blatt- &
querschnitt. hch, lanzetthch, 3,5 mm lang. — vi, Vll.