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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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351
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Stellenweise an Felsen, in Wäldern, im Gebüsche der südöstlichen Alpen, von1000 bis 1800 m. In Oesterreich in Tirol (von Val Vestino über die Brentakette, Gant-kofel, Seiseralpe nach Höhlenstein).

Allgemeine Verbreitung: Südöstliche Alpen (auch in der Provinz Verona).

Aendert etwas ab: var. subvariegäta (Hackel). Hüllspelzen in der obern Hälfte häutig, vomGrunde bis zur Mitte violett gefärbt. Deckspelzen am Rande und an der Spitze schmal-hautrandig; hinter demHautrand mit einer violetten Zone. Südtirol (Seiseralp).

subsp. Carniölica (Richter) Hackel. Blätter schmal-lineal, 2 bis 4 mm breit, trocken oft zusammen-gerollt. Rispe ca. 15 cm lang, ziemlich aufrecht. Unterster Rispenast kürzer als die halbe Rispe, im unternDrittel unverzweigt, 8 bis 14 bleiche, gelbgrüne, 3- bis 4-blütige Aehrchen tragend. HüllspeJzen bis zur Spitzeder vor ihr stehenden Deckspelze reichend. Krain (Nanos zwischen Praewald und S. Hieronymi und Zhavn),Küstenland (am Cavin bei Heidenschaft und am Kokus bei Bazovica). Weitere Unterarten kommen in Kroatien,Dalmatien, Küstenland und im Balkan vor.

319. Festuca pulchella Schrad. (= F. Scheuchzeri Gaud., = F. atrörubens Wulf.,= F. nütans Host, = F. cernua Schult., = Schenödorus Scheuchzeri Roem. et Schult.),

Schöner Schwingel. Fig. 153.

Ausdauernd, 20 bis 50 (100) cm hoch, lockere Horstebildend, mit ganz kurzen Ausläufern. Triebe alle durch-brechend. Stengel kahl und glatt, mit 3 bis 4 rotgefärbten,Knoten, aus niederliegendem Grunde meist knieförmig auf-steigend. Blattscheiden bis über die Mitte hinauf geschlossen.Spreiten in der Knospenlage gerollt, später flach ausgebreitet,oder hohlkehlig offen, lebhaft grün, 0,5 bis 4 mm breit und5 bis 26 cm lang, 13- bis 21-nervig. Blattgrund kragenartigabstehend. Blatthäutchen an den Laubsprossen meist ganzfehlend, an den Stengelblättern kurz gestutzt, am Rande feingezähnelt (Taf. 153 b). Rispe 4 bis 10 cm lang, locker, mitzarten, oft geschlängelten, meist ganz glatten Aesten, nickend,zur Blütezeit abstehend, später oft zusammengezogen. Aestemeist zu 2 (1). Aehrchen breit, kurz, stark flachgedrückt, anPoa erinnernd, verkehrt-eiförmig, nach der Basis hin keilförmigverschmälert (Fig. 153 d), 3- bis 5-blütig, 6 bis 7 mm lang,braunrot und goldfarbig gescheckt. Hüllspelzen wenig ver-schieden, schmal-lanzettlich, lang zugespitzt, sehr spitz. Deck-spelzen grannenlos (Fig. 153e), 5 mm lang, gekielt, kurz be-haart oder rauh punktiert. Lodiculae verwachsen, mehrspitzig(Fig. 153f). Fruchtknoten oberwärts behaart (Fig. 153 g) oderkahl. Narbe gipfelständig. VI bis IX.

Hie und da auf steinigen, lehmigen Alpenwiesen, Wild-heuplanken, auf Gräten, in Schneegruben, im Felsschutt, anBächen, zwischen Stauden- undBuschwerk,zwischen ca. 1800 und2500 m, vereinzelt auch noch höher (Piz Albula 2650 m,Gschnitztal 2730 m), hie und da auch tiefer hinabsteigend bis1500 m (Ahrntal in Tirol), nur auf Kalk- und kalkreichem Pig.iss. FestucapuicheiiaSchrad.

v -" ai flu Habitus ('/snaturl. Grosse), b Blatt-

Schiefer (fehlt deshalb auf kalkarmem Urgebirge gänzlich, häntchen. c und d Aehrchen. e Deck-

T* . r^ i 11- Tili l r\l J* \ i Spelze. /Schüppchen, g Fruchtknoten

z. B. im Gotthardgebiet, Puschlav und (Jberengadin); nach mit Narben.(Fig.j^,/u.^nachSchröter).

Jk

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