Druckschrift 
1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
Entstehung
Seite
350
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

350

RispenastAehrchen

über8 bis

der Rispe 4 bis 8 Aehrchen tragend, über halb so lang als die Rispe.

9 mm lang, locker (3-) 5-blütig, schön violett gefärbt oder selten bleich.Hüllspelzen ungleich lang; die untere lanzettlich, die obere länglich-ei-förmig, bis 2 /a oder 3 /* so l an g & ^ s die Deckspelze (Fig. 151 b). Deck-spelzen über der Mitte verschmälert, begrannt, zugespitzt (Fig. 151 e),an der Spitze schmal -hautrandig, ganzrandig. Fruchtknoten an der7 Spitze dicht behaart. VII, VIII.

Selten auf Felsen, in Ritzen, zwischen Geröll, von den Vor-alpen bis in die Hochalpenregion, von ca. 1300 bis 1800 m; aufKalk. Nur in Oesterreich, besonders in den Karawanken (Loibl,Zelenica, Stol, Rosea, Begunjscica u. a.), in Krain (z. B. Südseite desStainer-Sattels und am Poljanski rob), Steiermark (Brana, Steiner-Sattel), Kärnten und Istrien.

Allgemeine Verbreitung: Karawanken, Julische undSanntaler-Alpen.

Diese südostalpine Art gehört ähnlich wie Allium kermesinum, Cerastiumrupestre und Gentiana Froelichi zu den alt-endemischen Arten der Julischen Alpen.

318. Festuca Sieben 1 ) Tausch (= F.spectäbilis Jan Elench., = F. spectäbilisHackel subsp. eu-spectäbilis Hackel,= F. nemorösa [Poll.), = F. spadiceaL. var. nemorösa Poll.). Hain-Schwingel. Fig. 152.

Ausdauernd, 8 bis 11 dm hoch,dichtrasenbildend, keine Ausläufertreibend. Stengel dick, starr, oberwärts glatt oder schwachrauh. Blätter in der Knospenlage gerollt. Blattspreite flach(an den untern Blättern 2 bis 4, an den obern bis 6 mmbreit), lebhaft grün, vielnervig, gerippt. Blatthäutchen ge-wimpert, an den untern Blättern kurz (0,5 bis 1 mm, anden obern 2 mm lang). Rispe sehr gross, schlaff, ^nickend,zur Blütezeit abstehend, eiförmig bis eiförmig-länglich, über2 dm lang. Rispenäste fadenförmig, nickend, raub, meisterst über der Mitte Aehrchen tragend. Der unterste Rispen-ast halb so lang oder länger als die Rispe, bis zur Mitteoder bis darüber unverzweigt, 20 oder mehr Aehrchentragend. Aehrchen 9 mm lang, dicht 3- bis 6-blütig (Fig.152 b), gelb oder gelblich-grün, selten schwach violett über-laufen, mit etwas rauher Achse. Hüllspelzen etwas ungleich,lanzettlich, ganz häutig, obere bis 2 /s der vor ihr stehendenDeckspelze reichend. Deckspelzen 6 bis 7 rnm lang, lan-zettlich, von der Mitte an zugespitzt, undeutlich 5-nervig,rauh punktiert. VII, VIII.

Fig-, 151. Festuca laxaHost, a Habitus ( 2 /ö natür-licher Grösse), b Aehrchen.c Blattquerschnitt, d Blatt-häutchen. e Deckspelze voninnen.

Fig. 152. Festuca Sieberi Tausch.

a Habitus ( l /i natürl, Grösse), b Aehrchen.

c Blatthäutchen. d Blattquerschnitt.

heraus.

*) Nach F. W. Sieb er (geb. 1789, gest. 1844 in Prag); machte grosse Reisen und gab Sammlungen