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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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346
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Aendert wenig ab: var. nemorälis Aschers, (an F. silvatica erinnernd, doch die Deckspelzen be-grannt). Stengel schlaff aufsteigend. Blätter schlaff, hängend. Blatthäutchen etwas länger. Blätter sehr rauh.Rispe sehr schlaff. Aehrchen kleiner, stark hellgrün, 5- bis 9-bIütig. Zerstreut in schattigen Wäldern.

var. triflöra Koch. Pflanze niedrig. Blätter ziemlich schmal, starr. Aehrchen 3-bIütig. Rispestarr. Rispenäste wagrecht abstehend. Selten an trockeneren Orten.

var. pseudololiäcea Grantzow. Rispe armährig. Unterste Rispenäste nur 1 bis 2 Aehrchen tragend.Aehrchen Iineal-Ianzettlich, fast alle sitzend, fast aufrecht. Norddeutschland (Uckermark).

Dieses stattliche, an dem geöhrten Blattgrunde kenntliche Gras, das leicht mit Broraus asper ver-wechselt werden kann, wird nicht selten in Laubwäldern sowie in Erlenbeständen (von Alnus incana undglutinosa) angetroffen. In den Bruchwäldern von Norddeutschland finden sich daneben Angelica silvestris,Geum rivale, Polygonum hydropiper, Valeriana dioica, Juncus effusus und conglomeratus, Molinia caerulea, sowieverschiedene Carices.

314. Festuca spadfcea 1 ) L. (= F. aurea Lam., == F. fusca Vill., = Pöa spadicea Koel.,= Schenödorus spadiceus Koch et Schult.) Gold-Schwingel. Fig. 148.

Ausdauernd, 50 bis 100 cm hoch, horstbildend. Grundachsesehr starr, hart, meist ziemlich tief im Boden sitzend. Triebeumscheidet. Stengel aufrecht, meist 2 bis 3 Blätter tragend. Blatt-scheiden glatt, die grundständigen knorpelig verdickt, eine unter-irdische Zwiebel bildend. Abgestorbene Scheiden nicht zerfasernd.Spreiten steif, stark gerippt, oberseits grau-, unterseits dunkelgrün.Blatthäutchen an den grundständigen Blättern 0,5 mm, an den obernbis 2 mm lang. Rispe eiförmig oder eilänglich, 7 bis 12 cm lang,an der Spitze überhängend, nicht oder nur wenig unterbrochen.Achse und Rispenäste glatt, die untersten nur in der obersten Hälftemeist 4 bis 9 Aehren tragend, mit einem 3 bis 6 Aehrchen tragen-den, tiefer herab mit Aehrchen besetzten, grundständigen Zweige.Aehrchen schön braun gefärbt, 3- bis 5-blütig, 10 bis 11 mm lang,breit-eiförmig (Fig. 148 c). Deckspelzen deutlich vorspringend,5-nervig, lanzettlich, spitz, 7 bis 8 mm lang, unbegrannt.VI bis VIII.

Selten auf Alpenwiesen, steinigen, sonnigen Abhängen derSüdalpen, von ca. 1300 (in Kärnten bereits von 900 m an) bis 2500 m.In Oesterreich in Mittel- und Südtirol (die Nordostgrenzeverläuft vom Tessin über Cima del Frate, Gantkofel, Schiern,San Pellegrino, Buchenstein, Afers, Sterzing, Meransen, Reintal,Ahorn, Virgen zum Grossglockner), Kärnten, Krain (in Inner-krain nur am Berge Vremscica); angeblich auch in Salzburg. Inder Schweiz nur im südlichen Tessin (Monti di Gambarogno,M. Tamar, Monte Camoghe, Monte Boglia und Generoso).

Allgemeine Verbreitung: Südeuropa, Südalpen,Balkan, Nordafrika, westlich Himalaya.

Aendert bei uns sehr wenig ab: var. interrupta Aschers, et Graebner.Rispe ährenförmig, unterbrochen. Rispenäste kurz, nur 1 bis 3 Aehrchen tragend. Tessin (Monte Boglia). Dieses Gras ist als Futter für das W'eklevieh ähnlichwie die folgende Art sehr verhasst. In Kärnten wird es auf den Alpen zur Ab-grenzung der Grundstücke an Stelle der Grenzsteine in Linien gesetzt. Im Süden

findet sich es oft in der Brustwiese (Bromus erectus) oder in der Horstseggenwiese.Fig. 148 Festuca spadiceaL.

a a 1 Habitus ( 2 /5 natürlicher

Grösse), b Blatthäutchen. tAehr. ) lat s P d dix (Gen. spadicis) = dattelfarben, kastanienfarben; nach der

chen. d Blattquerschnitt. Farbe der Aehrchen (vgl. auch den deutschen Namen).