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knotig'. Scheiden geschlossen. Blätter sehr verschieden. Spreite der Lau-bsprosse sehrlang, schlaff, fadenförmig (0,4 bis 0,6 mm), dreinervig, borstlich zusammengefaltet (Quer-schnitt dreieckig, Fig. 143 d), Spreite der Stengelblätter flach,ausgebreitet, 2 bis 3 mm breit, 7- bis 11-nervig, auf der Ober-seite wenig behaart (Fig. 143e). Blatthäutchen ein etwas ge-öhrter, schmaler Quersaum (Fig. 143 c). Rispe gross, locker,6 bis 16 cm lang, an der Spitze oft überhängend. Aeste zurBlütezeit abstehend, die untersten meist mit einem grund-ständigen Zweige. Aehrchen 8 bis 10 mm lang, 3- bis 9-blütig(Fig. 143 b). Hüllspelzen linealisch-lanzettlich. Deckspelzen be-grannt, rückwärts rauh, 5 bis 6,5 mm lang. Granne halb so langwie die Deckspelze. Fruchtknoten oberwärts etwas behaart.Selten auch vivipar. — VI bis IX.
Stellenweise in lichten, trockenen Wäldern (Föhren-,Fichten-, Kastanienwälder etc.), anWaldrändern, aber nicht überall(besonders am Südfuss der Alpen); vereinzelt bis in die Alpen-täler, bis 1050 m. In Deutschland im norddeutschen Tief-land sehr zerstreut; in Mecklenburg und Schleswig-Holsteingänzlich fehlend. In der Schweiz häufig im Tessin; in derNordschweiz selten.
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa(für Russland, Kaukasus, Himalaya?).
Kann leicht mit Festuca rubra subsp. fallax verwechselt werden;unterscheidet sich aber von dieser Unterart durch den oben behaarten Frucht-knoten, die langen Grannen und die linealisch-lanzettlichen Hüllspelzen.
Aendert wenig ab:
var. typica Hackel. Blattspreiten meist rauh. Hüllspelzen sehrungleich lang, die obere bis 2 /3 so lang als die über ihr stehende Deckspelze.Granne ungefähr so lang wie die halbe Deckspelze,
var. liophylla Hackel. Aehnlich: Grundständige Blätter jedochmit glatter Spreite.
var. vulpioi'des (Schur) Hackel. Hüllspelzen fast gleich, die oberebis zur Spitze der zweiten Deckspelze reichend. Granne so lang als die 6,5bis 7 mm lange Deckspelze. — Selten.
var. puberula Pari. Scheiden und Spreiten spärlich weichhaarig.Aehrchen gleichfalls behaart. — Bisher nur Italien.
Diese Art ist ein dauerhaftes Gras zweiter Güte, das gut als Mutter-gras für Dauerwiesen in trockenen, warmen Lagen, besonders auch für denSchatten geeignet ist. In exponierten Lagen verschwindet es bald. Inder Gärtnerei werden die zweijährigen Pflanzen zu Beeteinfassungen verwendet. Im Süden tritt F. heterophyllai.i lichten, trockenen und steinigen Fichtenwäldern zuweilen bestandbildend auf. Als Begleitpflanze erscheinendann daselbst: Cirsium erisithales und C. lanceolatum, Lathyrus Silvester, Digitalis ambigua, Rubus saxatalis,Poa nemoralis, Galeopsis tetrahit etc.
Fig. 143. Festuca heterophyllaLam. a Habitus ( 2 /s der natürlichenGrösse), b Aehrchen. c Blatthäutchen.d Querschnitt durch das Blatt einesLaubsprosses. e Querschnitt durchein Stengelblatt.
310. Festuca rubra L.
Rotschwingel. Franz.: Fetuque rouge;Taf. 36, Fig. 2.
ital.: Fusajola.
Ausdauernd, 20 bis 100 cm hoch, meist lockere, seltener feste Horste bildend, meistsattgrün. Triebe häufig umscheidet, sehr oft aber auch durchbrechend und dann weitkriechend. Stengel steif, glatt. Blattscheiden glatt, geschlossen, bald verwitternd. Spreitender Laubsprosse borsten- oder binsenförmig zusammengefaltet (0,6 bis 1,2 mm), selten flach