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var. Mazdvica Aschers, et Graebner (= var. glaüca Sanio). Aehnlich der var. alpestris aber(besonders in der Rispe) sehr stark graugrün. Aehrchen nur 3- bis 5-blütig. — Selten (Ostpreussen: BarannerForst b. Lyck).
var. angustifölia (L.) Sm. (= P. angustifölia L.). Pllanze meist über 30 cm hoch. Blätter derLaubsprosse borstlich zusammengefaltet, 1 bis 2 mm breit. Stengelblätter flach, 1 bis 4 mm breit, oder auchdiese borstenförmig gefaltet und dann Pflanze grasgrün. Spreiten lang. Aehrchen grün oder selten hellgelblich-vveiss (subvar. stramfnea Rother). — Nicht selten auf kahlem Boden, auf Kies, Geröll, auf Mauern, an Rainen.
var. setäcea (Hoffm.) Doli (= P. filifdlia Schur). Pflanze meist grasgrün. Blätter verlängert, auchdie Stengelblätter borstlich zusammengefaltet. Rispe ausgebreitet. Rispenäste meist geschlängelt. — Nichtselten an trockenen Orten.
var. strigösa (Hoffm.) Gaud. Graugrün. Stengel höchstens bis zur Mitte beblättert. Spreiten kurz.Stengelblätter ebenfalls borstlich zusammengefaltet. Rispe zusammengezogen, schmal, öfter nur mit 1 grund-ständigen Zweige. Rispenäste kurz. Aehrchen 2- bis 3-blütig, meist bräunlich.. — Im Süden.
var. hfrtula Aschers, et Graebner. Blätter entweder ganz oder wenigstens auf der Oberseite be-haart, wenigstens die grundständigen borstlich zusammengefaltet. Rispe starr. Aehrchen meist violett über-laufen. — Selten auf trockenem, kalkhaltigem Boden.
var. latifölia Weihe. Hellgrün. Pflanze ca. 30 cm hoch. Blätter breiter (bis 5 mm), an der Spitzekappenförmig zusammengezogen. Aehrchen 5-blütig. — Nicht selten auf fruchtbaren Wiesen.
var. subcaerülea Aschers, et Graebner. Pflanze blaugrün, niedrig, meist nur bis 10 cm hoch,Blätter oberseits lebhaft blaugrün, unterseits grün, bis 5 mm breit. Aehrchen blaugrün, 3- bis 5-blütig. —.Zerstreut in schattigen, trockenen Wäldern.
var. heterophylla (Scheele) Aschers, et Graebner. Stengel zusammengedrückt. Untere Blätterrauh, obere glatt, das oberste wenig kürzer als die Scheide, breit (bis 5 mm). Rispenäste ohne oder nur miteinem grundständigen Zweige. Zotten an den Deckspelzen kurz. Blüten daher wenig zusammenhängend. —Selten bei Hannover beobachtet.
var. costäta Hartm. (P. costäta Schum.). Blaugrün, meist niedrig, an Poa annua erinnernd. Grund-achse kurz. Scheiden seitlich zusammengedrückt, scharf gekielt. Spreiten kurz (oberwärts ganz oder fastfehlend), starr, oft rückwärts gekrümmt, an der Spitze kappenförmig zusammengezogen, oberwärts spärlichbehaart, bis 5 mm breit. Rispenäste rauh, die unteren ohne oder mit nur einem grundständigen Zweige,Aehrchen 3-blütig, meist dunkelviolett überlaufen. — Auf feuchtem Dünensand, an Strandseen der Ostseeküste.
Im allgemeinen lassen sich die zahlreichen Abänderungen dieser sehr poly-morphen Art nach der Breite der grundständigen Blätter in zwei Gruppen bringen(Uebergänge zwar vorhanden), in eine breitblätterige, hygrophile, mit meist offenenund in eine schmalblätterige, xerophile, mit meist borstlich zusammengefalteten Wurzel-blättern. Die erste tritt mehr an feuchteren Stellen und auf kräftigem Boden, dieletztere mehr auf trockenen, sonnigen Standorten und auf magerem Boden auf. Dieletztere zeigt auch verschiedene xerophile Merkmale (z. B. sind die Spaltöffnungenunter das Niveau der Oberhaut versenkt). In der Kultur bleibt die Breite der Blätterdieser beiden Gruppen konstant.
Dieses Gras ist eines unserer besten Futtergräser. Es tritt in verschiedenenWiesentypen als Begleitpflanze auf, z. B. in der schmalblätterigen Form in der Burst-wiese (Bromus erectus), im Bergseggenrasen (Carex montana), in der Blaugrashalde,im Horstseggenrasen der Alpen (Carex sempervirens), in der Fromentalwiese(Arrhenatherum), in der Straussgras-, Goldhafer-, Romeyenwiese (Poa alpina) undMutternwiese (Ligusticum mutellina). Ks erträgt einen sehr hohen Grad von Trocken-heit; ebenso ist es gegen Kälte und längere Schneebedeckung sehr unempfindlich.Für Düngung mit stickstoffreichem Dünger ist es sehr empfänglich. Die Erntefindet am zweckmässigsten zur Blütezeit statt. Der Same behält seine Keimfähigkeitsehr lange bei, keimt aber von Jahr zu Jahr langsamer.
278. Poa concfnna 1 ) Gaud. (= P. Molinerii Lam. et DC).
Niedliches Rispengras. Fig. 124. ^^^^^^
Ausdauernd, 5 bis 10 (25) cm hoch, horstbildend. Stengelam Grunde mit deutlicher Zwiebel (diese verschwindet bei der Kultur). ^L^^^^_^^_
Blätter der Laubsprosse mit sehr feinen, fadenförmigen, zur Blütezeit Gaüd. a Habitus "(natär*
~~~ . Grösse). b Blatthäutchen.
') Lat. conci'nnus = hübsch, zierlich. c Aehrchen.
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