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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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schon verdorrten Spreiten. Grundständige Blätter fast stets dünn borstenfömig zusammen-gefaltet. Stengelblätter breiter, mit langem Blatthäutchen (Fig. 124b). Rispe eiförmig bislänglich, bis 3,5 cm lang, mit verkürzten Aesten. Aehrchen deshalb geknäuelt, breit-eiförmig, spitz, meist 6 mm lang, 6- bis 10-blütig, grünlich oder bräunlich violett über-laufen (Fig. 124 c). Deckspelzen lanzettlich, mit den Blüten (meist ähnlich wie bei Brizamedia) fast senkrecht zur Aehrchenachse gestellt, violett gescheckt, 2^2 bis 3 mm lang,spitz, an den Rand- und Rückennerven bis über die Mitte behaart. Blüten nicht durchdie Zotten verbunden. IV, V.

Selten auf trockenen, sandigen Hügeln. In Deutschland gänzlich fehlend. InOesterreich nur in Krain und Istrien. In der Schweiz einzig im Wallis von Martignybis Zermatt und Brig, von 400 bis 2500 m (Riffel).

Allgemeine Verbreitung: Südliches Alpengebiet (Wallis, Piemont), Istrien,Dalmatien, Balkan.

Aendert wenig ab:

var. Carniölica Rchb. (= P. Carniolica Hladnik et Graf.). Pflanze bis 2,5 cm hoch. Stengel schlank,oberwärts ganz unbeblättert. Rispenäste aufrecht abstehend.

279. Poa blllbösa L. Knolliges Rispengras. Ital.: Fienarola scalogna. Fig. 125.

Ausdauernd, meist etwas graugrün, 10 bis 30 (50) cm hoch. Stengel meist ziemlichstraff aufrecht, seltener aufsteigend, am Grunde zwiebelig verdickt, unter der Rispe weithinab unbeblättert. Blattscheiden glatt. Spreite schmal, meist borstlich zusammengefaltet,am Stengel oft flach, glatt, nur am Rande oder auch oberseits rauh zugespitzt, zur Blüte-zeit meist noch nicht verwelkt. Rispe locker, bis 8 cm lang, vor und nach der Blüte zu-sammengezogen. Rispenäste rauh, während der Blütezeit schief auf-recht abstehend, oft geschlängelt. Aehrchen ca. 6 mm lang, läng-lich eiförmig, 4- bis 6- (15) blutig, grün oder violett überlaufen,meist in Laubknospen (f. vivipara Koeler, = P. crispa Thuill., =P. prolifera Schmidt) auswachsend (Fig. 125 a und b). Hüllspelzenbis 4 mm lang, ziemlich breit, am Kiel rauh. Blüten an den normalenAehrchen durch die Zotten der lanzettlichen, spitzen, nicht aufrecht-stehenden Deckspelzen miteinander verbunden). Deckspelzen unter derhäutigen Spitze mit einem Purpurfleck, selten ganz grün (f. viridulaBeck). Randnerven bis weit hinauf behaart. IV, V bis VII.

Stellenweise auf trockenen, sonnigen Magermatten, auf Mauern,an Weg- und Ackerrändern, Hügeln, in trockenen Wäldern, auftrockenen Wiesen (besonders in südlicheren Gegenden im Rasen vonFestuca Vallesiaca). In Deutschland im nordwestlichen Gebiet sehrselten (fehlt in Westfalen gänzlich, im nordwestdeutschen Flachlandenur eingeführt, in Ost- und Westpreussen und Posen selten). In densüdlichen Alpen vereinzelt bis 2130 m (Findelen im Wallis).

Ausser der viviparen Form erscheinen als Seltenheit:

var. adulterfna Aschers, et Graebner. Stengel sehr dünn, aufrecht, bis

20 cm hoch. Blätter meist ganz schmal, flach, das oberste mit der Scheide den

Stengel ganz oder fast bis zur Rispe einschliessend. Rispe schmal. Aehrchen klein,

kaum 4 mm lang. Selten in Wäldern.

var. pseudoconci'nna Aschers, et Graebner. Pflanze meist klein, bis 15 cmFig. 125. Poa bulbosa L, f. , , . . , .,. , .. 0 , , .... ,.. , , ,.

vivipara Koeler. aai Habitus. ' meist deuthch graugrün. Stengel meist bis an die Rispe von den (die obersten

b Vivipares Aehrchen, etwas aufgeblasen) Scheiden umschlossen, Spreite ganz dünn, fädlich-borstig.