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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Art 3-blütig ist, wurde es auch als5-blütiges Rispengras" bezeichnet (ungenau: das Aehrchen ist 3- bis5-blütig). Ausserdem heisst es auch Sp altgras , feiner Die kk o pf (Hamburg), in NordamerikaBlaugras"(Bluegrass) oder Kentuky-Blaugras.

Ausdauernd, 13 bis 90 (120) cm hoch, unterirdisch kriechend, mit umscheidetenTrieben und durchbrechenden, unterirdischen, weiten Kriechtrieben, meist grasgrün.Stengel glatt, aufrecht, stielrund oder etwas zusammengedrückt zweischneidig, im obernTeil blattlos. Blattscheiden kahl oder behaart, glatt, an den Seitentrieben vollständig ge-schlossen, auf der vordem, dem Mittelnerven gegenüberliegenden Seite eine tiefe Einfaltungzeigend. Spreite kurz zugespitzt, steif, glatt, oft etwas graugrün, meist nicht über 4 mmbreit, oberseits am Rande und öfter unterseits am Mittelnerven rauh. Spreite des oberstenHalmblattes meist mehrmals kürzer als seine Scheide. Blatthäutchen kurz, gestutzt (Fig. 123 f)oder abgerundet, meist ca. 1 mm (höchstens 2 mm) lang. Rispe vor der Blüte zusammen-gezogen, während derselben ausgebreitet, blaugrün, sehr oft violett oder bräunlich über-laufen (in den Alpen oft ganz schwärzlich), im allgemeinen kleiner und dichter zusammen-gezogen als bei nr. 276. Rispenäste rauh, die unteren meist mit 4 grundständigen (seltenernur 2) Zweigen. Aehrchen 3- bis 5- (13) blutig, meist eiförmig (Fig. 123d), 4 bis 6 mmlang, grün, häufig violett überlaufen. Hüllspelzen fast gleich (ca. 3 bis 4 mm) lang. Deck-spelzen derbhäutig, stumpfer, 2 1 j^ bis 3 mm lang, am Grunde mit ziemlich langen Zotten,auf dem Rücken und an den Randnerven meist bis zur Mitte dicht kurzhaarig (Fig. 123 e). Blütendurch die Zotten zusammenhängend (dies ist bei der etwas ähnlichen Poa annua nicht derFall; ein losgelöstes Spelzenpaar fällt zu Boden!). Frucht spindelförmig, 1,3 bis 2 mmlang. V, VI, vereinzelt bis zum Herbst.

Sehr verbreitet auf trockenen, gedüngten und ungedüngten Wiesen mit lockeremBoden, an sonnigen Rainen, an Waldrändern, auf Mauern, Felsblöcken, an Hecken, aufBrachäckern, an Strassenrändern, seltener auf kultivierten Moorböden, auf der Alpenweide(besonders auf Lägern und Geilstellen), überall von der Ebene bis in die alpine Regionbis ca. 2300 m (Platzerberg bei Gossensass in Tirol, Albulapass).

Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (nördlich bis Spitzbergen und Nowaja-Semlja; im Süden nur auf den Gebirgen), Nordasien, Kaukasus, Nordamerika, Magellan-strasse, auf den Maluinen, Marokko, Algier, Australien.

Ist sehr vielgestaltig; ändert stark ab: var. vulgaris Gaud. Pflanze mittelgross, 60 bis 80 cm hoch.Blätter meist rauh. Spreiten flach breit. Stengel stielrund. Aehrchen 3- bis 5-blütig, eiförmig, grün. Sehrverbreitet auf Wiesen. Hieher auch die subvar. glaüca (Lej. et Court). Pflanze graugrün.

var. äneeps Gaud. Aehnlich, aber der Stengel zweischneidig zusammengedrückt.

var. pubescens Lejeune (var. pih'fera Beck). Scheiden der untern Blätter und Spreite der unternStengelblätter dicht kurzhaarig, fast filzig.

var. eragr ostif drmis (Schur) Aschers, et Graebner. Blätter breit, mitunter fast glatt, hellgrün.Rispe gross, grün, an der Spitze oft etwas violett überlaufen, etwas nickend. Aehrchen 5- (bis 13-) blutig.Auf fruchtbaren Wiesen, auf gedüngtem Land.

var. flavescens Aschers, et Graebner. Aehrchen gelbllchweiss. Blätter meist schmäler und kürzer.

var. Lejeiinii Richter. Blätter meist ziemlich schmal, zuweilen etwas zusammengefaltet. Aehrchenlebhaft dunkelviolett oder dunkelblau gefärbt. Nicht selten in der Ebene.

var. alpfna Schur. Pflanze klein, kaum 10 cm hoch. Blätter flach. Rispe kurz, etwas zusammen-gezogen. Aehrchen S- bis 7-blütig. Spelzen am Rücken grün, am Rande lebhaft schwarzblau. Alpen, Karpaten.

var. alpestris Andersson. Pflanze graugrün. Grundachse langkriechend, an der TJrsprungsstelle derblühenden Stengel ziemlich dichte, kleinere Rasen bildend. Blätter schmal-linealisch, meist nicht über 2 mmbreit. Rispe ziemlich klein, etwas zusammengezogen, meist etwas einseitswendig. Spelzen grün, meist mitbraunem, breitem Hautsaume. Zerstreut in den Alpen und Voralpen.

var. praesi'gnis Domin. Stengel fast 10 dm hoch, steif. Grundblätter verlängert, schlaff, meist borstlichzusammengefaltet oder flach (weniger als 2 mm breit). Stengelblätter meist flach. Rispe über 10 cm lang. Rispen-äste zart, verlängert, abstehend, geschlängelt. Aehrchen grün, etwas nickend, meist 7-, seltener 5-blütig.Böhmen (Aussiger Mittelgebirge).