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1 mm lang, stumpf. Rispe lang pyramidenförmig, locker, bis 25 cm lang. Rispenäste rauh,abstehend, die untersten meist zu 4 oder 5. Aehrchen kurz gestielt (Fig. 131 g), 4- bis 8-blütig,ziemlich gross (8 bis 9 mm lang), grün, seltener purpurn violett bis dunkelbräunlich über-laufen; oft auch der Stengel ebenso gefärbt (= var. rübens Aschers, et Graebner). Hüll-spelzen lanzettlich, obere 4 mm lang, untere kürzer und schmal-lanzettlich. Deckspelzendeutlich fünfnervig, am Grunde meist ohne Zotten, scharf zugespitzt, 3 bis 4 mm lang,an den Nerven rauhhaarig bewimpert (Fig. 131 h). — V bis VII.
Stellenweise in humosen, lichten Bergwäldern, in Gebüschen, an feuchten Berglehnen,im Zwergwacholder- und Alpenrosengebüsch, seltener auf Alpenweiden oder auf humosenAlpenwiesen, bis 2400 m; meist auf kalkarmer Unterlage. In Deutschland besondersim Mittelgebirge; im nördlichen Flachland östlich der Elbe sehr zerstreut. Ebenso im Alpen-system östlich von Tirol selten. In Niederösterreich nirgends wild. Ausserdem selten aufangesäten Grasplätzen, z. B. in Norddeutschland, auf dem Donnersberg in der Pfalz,in Niederösterreich (Park von Rappoltenkirchen.)
Allgemeine Verbreitung: West- und Mitteleuropa, Skandinavien, Russland,Rumänien, Bulgarien, Gebirge von Kleinasien, Kaukasus.
Aendert nur wenig ab:
var. läxa Aschers, et Graebner (= var. remöta Fries, = P. remöta Hartm., = P. quadripedalisEhr]].). Rispe sehr locker ausgebreitet. Rispenäste dünn, stark verlängert, an der Spitze wenige, einander nichtsehr genäherte Aehrchen tragend. — Nicht selten, besonders auch auf angesäten Grasplätzen.
var. flavescens Ausserd. Aehrchen schön gelb. — Tirol.
var. virginea Aschers, et Graebner. Stengel ziemlich straff aufrecht. Blätter ziemlich allmählichzugespitzt. Rispenäste kurz, zahlreich, mitunter dunkelgefärbte Aehrchen tragend, wenigstens die grund-ständigen Zweige vom Grunde an mit Aehrchen besetzt. — Südliche Alpen (Wallis), Karpaten.
275. Poa hybrida Gaud. (= P. Juräna Genty, = P. Sudetica Haenke var. hybridaGriseb. et acutifölia Neilr. = Festüca montäna Sternb. et Hoppe). Bastard-Rispengras.
Hat mit der vorigen Art grosse habituelle Aehnlichkeit. Blattscheiden aber glatt,nicht rauh, gekielt. Blattspreite gewöhnlich schmäler (nur bis 5 mm breit), oberseits meistrauh, allmählich in eine lange Spitze verschmälert. Rispe bis fast 20 cm lang, meist etwasüberhängend und dadurch öfter etwas einseitswendig erscheinend. Deckspelzen am Grundemit sehr dünnen Zotten (Fig. 131 i und k), am Rücken und am Rande oft mit ganz kurzen, kaumsichtbaren, mitunter etwas silberig glänzenden Haaren oder fast kahl, meist 5 mm lang.—VII,VIII.
In feuchten Berg- und Alpenwäldern, in den Tälern des Alpensystems (inkl. Jura)auf schattigen Bergwiesen, in Legföhren- und seltener in Grünerlenbeständen, von ca. 1000bis 2200 m; kalkliebend.
Allgemeine Verbreitung: Alpen (von der Dauphine bis Niederösterreich,Krain und Kroatien), Jura, Siebenbürgen, Balkan, Gebirge von Nordost Kleinasien,Kaukasus.
276. Poa triviälis L. (= P. dubia Leers, = P. pratensis All., = P. scabra Ehrh.).
Gemeines Rispengras. Franz.: Paturin commun; engl.: Rougish meadon Grass;
ital.: Spannochina, sciamonica. Taf. 34, Fig. 6.
Ausdauernd, 50 bis 90 (selten noch höher) cm hoch, oberirdische, niederliegendeTriebe bildend, die sich bewurzeln und verzweigen. Stengel meist knickig aufsteigend,stielrund, bis fast zur Spitze gleichmässig beblättert, unter der Rispe meist rauh. Blatt-scheiden gekielt, meist rückwärts rauh. Spreite etwas schmal, flach, meist nicht über 4 mmbreit, zugespitzt, meist stark rauh, schlaff, grasgrün. Blatthäutchen (wenigstens der obern