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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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303
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303

var. racemdsa Schur. Rispe mit ganz kurzen Aesten. Aehrchen 5- bis 7-blütig.

var. rigi'dula Schur. Blätter starr, blaugrün. Rispenäste verlängert. Aehrchen kleiner, 3-blütig.

var. flavescens Ambrosi. Aehrchen gelblich.

273. Poa compressa L. Plattes Rispengras. Ital.: Ruba-lana. Taf. 34, Fig. 1.

Ausdauernd, graugrün, 20 bis 40 (80) cm hoch. Grundachse bis mehrere dm langeAusläufer treibend. Laubsprosse gestreckt. Stengel zweischneidig zusammengedrückt,meist knickig aufsteigend, mit 3 bis 7, kahlen, graugrünen Blättern. Blattscheiden glatt,oberste Scheide länger als das Blatt. Blattspreite schmal (hie und da bis 5 mm breit),glatt oder oberwärts meist rauh, allmählich zugespitzt. Blatthäutchen kurz, gestutzt. Rispemeist klein, oft ganz kurz, meist 3 bis 6 cm lang, meist schmal-länglich, abstehend oderzusammengezogen, ziemlich einseitswendig. Rispenäste rauh, steif. Aehrchen meist ca. 4 mmlang, (1) 5- bis 8- (11) blutig (Fig. 131 a), trübgrün, braun oder violett, kurz gestielt. Hüllspelzenlanzettlich, spitz, am Kiele rauh, oberwärts öfter gelblich bis bräunlich oder violett, dieobere ca. 2,5 mm lang, die untere kürzer. Deckspelzen 2 bis 2 1 /i mm lang, stumpf, un-deutlich fünfnervig, oben mit trockenhäutigem Rande (Fig. 131 b). Rückenhaare oft spärlichentwickelt oder ganz fehlend. VI, VII.

Stellenweise gesellig auf trockenen sonnigen Abhängen, an Mauern, Weg-, undStrassenrändern, auf Felsen, steinigen Hügeln, von der Ebene bis ins Alpengebiet, bisca. 1260 m; besonders auf Lehm- und Kalkboden.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt in der Arktis und stellen-weise in Südeuropa), Kleinasien, Kaukasusländer, Nordamerika.

Aendert wenig ab:

var. umbrösa Beck. Rispe ausgebreitet, sehr gelockert. Rispenäste sehr dünn, untere oft wirtelig.Aehrchenstiele sichtbar. Selten.

var. murälis Aschers, et Graebner (= P. murälis With.). Pflanze starr, klein. Blüten durch dieZotten zusammenhängenbleibend. An trockenen Orten.

var. arenösa Schur. Pflanze lang kriechend. Stengel schlaff.

subsp. Langiäna (Rchb.) Koch (= var. diffusa Neilr., = P. Langeäna Rchb.). Pflanze meist kräftiger.Stengel meist höher, 5 bis 8 dm hoch. Blattspreiten bis 5 mm breit. Blatthäutchen bis 3 mm lang. Rispegrösser, bis über 10 cm lang. Aehrchen 8- bis 11-blutig, an Eragrostis erinnernd. Deckspelzen rauh, nichtzottig behaart. Zerstreut.

var. psammöphila Beck. Rispe schmal-lineal, sehr verlängert. Aehrchen 1- bis 2-, höchstensdie obern 3-blütig. Auf sehr trockenen Sandheiden. In Niederösterreich (auf dem Marchfelde beobachtet).

var. polynöda Aschers, et Graebner (= P. polynöda Parn.). Stengel sehr stark zusammengedrückt,starr, über der Erde 4 bis 7, kurze, meist nicht über 4 cm lange Blätter tragend, oft knickig hin- und her-gebogen. Blattscheiden locker anliegend, oft etwas abstehend und dann meist weit geöffnet. Spreiteziemlich plötzlich in eine scharfe Spitze verschmälert. Rispe eng zusammengezogen, gelappt. Rispenäste etwaszweizeilig gestellt. Sonnige Hügel, Abhänge. Oestliche Provinzen von Norddeutschland (Westpreussen, Posen,Schlesien), Mähren, Istrien.

274. Poa Chafxü 1 ) Vill. (= P. Sudetica Haenke, =. P. silvätica Vill., = P. trinervataLam. et DC, = P. silvätica Vill., = P. rübens Moench). Berg-Rispengras. Taf. 34, Fig. 2.

Ausdauernd, 50 bis 150 cm, dicht horstförmig, zuweilen mit deutlichen, kriechendenAusläufern. Laubsprosse stark zweischneidig zusammengedrückt, gestaucht. Blattspreites ehr lang, plötzlich in eine kapuzenförmige, breite Spitze zusammengezogen, freudiggrün,breit (mindestens 5 mm). Scheiden der Stengelblätter rauh. Blatthäutchen sehr kurz, ca.

*) Nach dem Abbe Dominique Chaix (geb. 1730, gest. 1799); lebte im Dep. Hautes-Alpes, wo erS1 ch (ein seiner Familie entlaufener Bauernbursche) zu einem tüchtigen Arzte und Floristen entwickelte. Hattes ich bereits mit 16 Jahren verheiratet.