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umscheidete Knospen bildend, die sofort auswachsen, durch Verwitterung der Scheidenbald frei werden und nach Bildung von neuen Seitentrieben über kurz oder lang wiederblühen. Blätter mit glatter, wenig zusammengedrückter Scheide und schmaler, 2 bis 5 mmbreiter, glatter, an der Spitze etwas kapuzenförmig zusammengezogener, auch am Randeschwach rauher Spreite. Blatthäutchen der untern Blätter ganz kurz (bis 1 mm lang), der oberenlänglich (bis 2 mm lang). Rispe locker pyramidal, einseitswendig, bis 8 cm lang, seltenlänger). Rispenäste wagrecht abstehend oder fast herabgeschlagen. Unterster Rispenastmit einem grundständigen Zweig, nach der Blüte herabgeschlagen. Aehrchen meist 4- bis 5-(7-)blutig, bis 3 mm lang, meist grün (var. viridis Lejeune et Courtois), seltener violettüberlaufen (var. picta Beck). Untere Blüten zweigeschlechtig, die obersten 1 bis 2 weiblich,die oberste auf einem höchstens 1 /a ihrer Länge erreichenden Achsengliede (die Gipfelblüte öffnetsich zuerst!). Staubbeutel weisslich, 0,6 bis 0,8 mm lang. Hüllspelzen klein, untere 1-, obere 3-nervig(Fig. 131f und e). Deckspelzen breit hautrandig, 2 1 ji bis 3 mm lang (Fig. 131 d). Frucht vonder Seite her zusammengedrückt, mit schmaler Rückenfurche, 2 mm lang. — I bis XII.
Gesellig an Rainen, auf Grasplätzen, an Wegen, in Höfen, zwischen Strassenpflaster,auf oft begangenen Wiesen, auf wüstem und bebautem Boden, auf Aeckern und Gartenland,oft ein lästiges Unkraut; von der Ebene bis in die Alpen, bis ca. 2600 m.
Allgemeine Verbreitung: Fast über die ganze Erde, nördlich bis Lappland(im Himalaya bis 3800 m).
Aendert ab:
var. aquätica Aschers. Pflanze sehr zart und schlaff, an Catabrosa aquatica erinnernd. Stengelzuweilen stark verlängert. Rispe sehr locker. — Selten an sumpfigen Stellen, zuweilen im Wasser schwimmend.
var. reptans Haussknecht. Stengel verlängert, niederliegend, stark verzweigt, an den Knotenwurzelnd. Wahrscheinlich ausdauernd. — Selten auf feuchtem, begrastem Sandboden.
var. pauciflöra Fiek. Stengel aufrecht, niedrig. Blätter sehr schmal. Rispe mit nur 1 bis 4haardünnen, meist einährigen Aesten. Aehrchen 1- bis 3-blütig. — Gern auf Kieswegen.
var. flavescens Dalla Torre et Sarntheim nee Hausmann. Aehrchen schön gelb.
Diese Art besitzt keine Periodizität des Wachstums. Sie wächst oft mehrereJahre hindurch ununterbrochen fort, blüht zu allen Zeiten und ist nicht ausge-sprochen einjährig (über die Biologie vgl. Oesterr. botan. Zeitschrift LIV [1904]pag. 273). Die Stengel sind weich und haben einen süsslichen Geschmack. Sie werdendeshalb von Kindern oft gekaut (daher auch der wendische Name „Mjodlicka" =Honiggras). In der alpinen Region kommt ausser dem Typus häufig die folgendeausdauernde Nebenart (Uebergänge zwischen beiden sind vorhanden) vor:
subsp. snpina (Schrad.) Rchb. Fig. 122. Pflanze in der Regel ausdauernd,meist kleiner und gedrungener als der Typus. Rispe schlaff. Aehrchen meistgrösser (bis über 4 mm lang), dunkelviolett überlaufen, stumpfer und breiter als beimTypus (Fig. 122 b) — Sehr verbreitet auf Lagerstellen der Tiere, unter Felsen, auf über-düngten oder getretenen Stellen um die Alp- und Sennhütten, in Schneetälchen,an quelligen Stellen, hier zuweilen zusammen mit Cerastium trigynum, Cerastiumcaespitosum var. fontanum, Epilobium anagallidifolium und E. alsinifolium, CarexGoodenowii und C. echinata, Eriophorum Scheuchzeri, verschiedenen Laubmoosen(Philonotis fontana-tomentella, Cratoneuron falcatum, Bryum Schleicheri) etc. (z.B.Frauenalpe im Wettersteingebirge). — Sehr selten adventiv im Tiefland (z. B.auf der Mannheimer Schafweide beobachtet). Diese Form, die in der Umgebungvon Sennhütten, auf Lagerplätzen des Viehes (zuweilen auch unter Felsen, woSchafe nächtigen) in den Alpen sehr häufig schon von weitem sichtbare, pelzartige,hellgrüne Rasen bildet, wird trotz der saftigen, weichen Blätter vom Weideviehverschmäht und zwar wohl deshalb, weil das Vieh überhaupt auf düngerreichenStellen nicht gerne weidet. Sie ist in den Alpen bis 3176 m (Cima Tosa in derBrentagruppe in Tirol), in den Karpaten, Sudeten, im Böhmerwald und Erzgebirge,ig. . oa annua su sp. sow ; e m den Gebirgen von West- und Nordeuropa und Abyssinien verbreitet. —-
supina (Schrad.) Rchb. «Ha- a r J
bitus (>/s natürlicher Grösse) Auch von dieser Nebenart werden einige Formen unterschieden:
b Aehrchen. var. minima Höchst. Pflanze äusserst klein. — Höchste Alpen.
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