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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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269. Cynosurus echinätus L. (= C. fertihs De Lens, = Chrysürus echinätus P. B.,= Ch. giganteus Ten., = Phalona echinäta Dum.). Stacheliges Kammgras.

Ital.: Covetta, Ventolana. Fig. 120.

Einjährig überwinterndes, 20 bis 70 cm hohes,am Grunde büschelig verzweigtes Gras. Stengel oberwärtssehr dünn. Blattscheiden glatt oder rückwärts schwachrauh, an den obern Blättern öfters aufgeblasen. Blatt-spreite meist flach, bis 7 (10) mm breit, glatt oder meistbeiderseits mehr oder weniger rauh. Blatthäutchen ver-längert, bis 7 mm lang, spitz. Rispe kurz, eiförmig bisein wenig länglich, dicht, oft pyramidal, 1 bis 5 cm langund (ohne Grannen) 1 bis 2 cm breit, allseitig stachelig.Aehrchen (ohne Grannen!) bis 7 mm lang, später meistsilberig schillernd. Nichtblühende Aehrchen kurz (nicht1 mm lang) gestielt. Deckspelzen der unfruchtbarenAehrchen lang begrannt (Fig. 120 b), linealisch, kürzer alsdie Grannen, allmählich in eine lange Granne übergehend,weisslich-gelb, mit der Granne ca. 8 mm lang. Deck-spelzen der blütentragenden Aehrchen eiförmig, derb, bis5 mm lang, mit einer ca. 1 cm langen Granne. Frucht3,5 bis 4 mm lang. V.

Selten auf trockenen, sandigen, oft buschigenHügeln, auf Wegen, in Saat- und Getreidefeldern; wild nurim südlichen Teile. Wird vielfach durch Getreide- und Gras-samen verschleppt, weshalb das ursprüngliche Verbreitungs-gebiet schwer festzustellen ist. In Deutschland nirgendswild, aber vereinzelt eingeschleppt beobachtet, z. B. beiBremen, Hamburg, um Berlin, bei Prenzlau, in Sachsenbei Zwickau, Ichenheim in Baden, um München, hie und dain Württemberg etc. In Oester reich einheimisch nurin Steiermark (zerstreut in ganz Untersteiermark bis gegenMarburg), Tirol (wild wohl nur am westlichen Ufer desGardasees), in Krain, Kroatien und Istrien; ausserdemhie und da verschleppt, z. B. in Tirol (an der Suganertal-bahn bei Pergine, 1854 am Etschdamme zwischen Kurtinigund Salurn, bei Gola am Gardasee), in Ober- und Niederösterreich (1833 bei Steyr beobachtet,von dort aus sich weiter verbreitend, jetzt bei Waidhofen a. d. Ybbs, Seitenstetten undKrems konstatiert). In der Schweiz wild nur in den Kantonen Tessin und Wallis(am Griespass bis 2000 m); ausserdem selten auch verschleppt (bei Genf und mehrfachin den Kantonen Zürich und Zug).

Selten adventiv Cynosurus elegans Desf. aus dem Mittelmeergebiet (Hafen von Mannheim, 1889).

CIV. Scleröchloa 1 ) P. B. Hartgras.

Die Gattung enthält nur 2 Arten im Mittelmeergebiet; ausser nr. 270 noch S. procumbens P. B.

Fig-. 120. Cynosurus echinätus L.a Habitus ( l ß). b Fruchtbares und un-fruchtbares Aehrchen. c Aehrenrispe,(von der Seite).

*) Von griech. 0Kh]QÖg (sklerös) = hart und yXoa (chlöa) = Gras, wegen 4er starren Rispe.