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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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häufigen Vorkommens in Hofstätten wird es in der Schweiz auch als Hofstattgr a s bezeichnet. Im Kanton Bern wird esim Unterschied zum eigentlichen Fromental (Arrhenatherum elatius, vgl. pag. 260) Alp en-Fromental genannt.

Ausdauernd, 10 bis 120 cm hoch, horstbildend, dicht rascnförmig, mehr oderweniger graugrün. Seitentriebe umscheidet. Ausläuferartig verlängerte Wurzelstockgliederfehlen durchaus. Stengel aufrecht oder am Grunde knickig aufsteigend. Blätter in derKnospenlage gefaltet. Blattscheiden rückwärts meist rauh, die grundständigen braungefärbt,sehr derb, lange erhalten bleibend, geschlossen. Spreite schmal oder bis fast 1 cm breit,rauh oder fast glatt, gekielt. Blatthäutchen länglich, bis 4 mm lang, spitz, meist zerschlitzt.Rispe einseitswendig, bis 18 cm lang, fast stets aufrecht. Aehrchen am.Ende der dicken,steifen, meist einzeln stehenden Rispenästen geknäuelt, 3- bis 4-blütig, seltener mehrblütig,an der Spitze nach einer Seite gekrümmt, länglich-eiförmig, ca. 7 mm lang, bleichgrün, oftviolett überlaufen. Hüllspelzen derb, grün, kurz stachelspitzig; die untere 1- bis 3-nervig,die obere länger, 3- bis 5-nervig, am Kiel steif haarig bewimpert. Deckspelzen wenigstens amGrunde undeutlich 3- bis 5-nervig, rückwärts rauh, am Kiel steif haarig bewimpert, auf derFläche öfters feinhaarig, gegen die Spitze zu scharf gekielt, stachelspitzig. Fruchtknotenkahl, verlängert. V, VI, zuweilen nochmals im VIII.

Sehr verbreitet auf Wiesen, Fettmatten, auf Grasplätzen, an Rainen, Wegen, inlichten Wäldern, in Baumgärten, auf wüsten Plätzen, im Grünerlengebüsch, von der Ebenebis in die alpine Region, bis gegen 2320 m (Bernina); ausserdem oft angebaut.

Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt in der Arktis), gemässigtes Asien,Nordafrika; in Amerika (wenigstens sicher in Uruguay und Brasilien), Australien und Neil-Seeland als Futtergras (Orchardgrass) eingeführt und vollständig eingebürgert.

Aendert ziemlich stark ab : var. typica Aschers, et Graebner. Scheiden und Hüllspelzen (ausser denKielwimpern) kahl. Rispe pyramidal, dicht geknäuelt, deutlich gelappt. Aehrchen grün oder schwach violettüberlaufen, seltener gelb-grün (f. flavescens Schröter).

var. maritima Hallier. Aehnlich, jedoch Aehrchen und Rispenäste lebhaft violett gefärbt. Seltener.

var. pendula Dumort (= var. lobäta Drejer, = var. nemorosa Klett et Richter). Pflanze meistschlaffer. Rispe schlanker, locker, öfters überhängend. An schattigen Stellen.

var. abbreviäta Drejer. Pflanze 10 bis 30 cm hoch. Rispe sehr kurz, kurz zusammengezogen.Aehrchenknäuel fast ungestielt. An trockenen und nährstoffarmen Orten.

var. ciliäta Peterm. (= var. hfrta Marsson). Blattscheiden und Hüllspelzen dicht rauhhaarig.

var. longe aris t ät a Beck. Hüllspelzen mit kurzen Grannen. Deckspelzen in lange (fast halb solang als die Spelzen) Grannen zugespitzt.

var. pubescens Op. Scheiden und Blätter kurzhaarig.

var. pubicüTmis Rohlena. Nicht nur die Scheiden und Blätter, sondern auch die Halme bis zurSpitze kurzhaarig. In Böhmen (Pfepychy bei Opocno) beobachtet.

var. Reichenb ächii Hausm. Blätter graugrün. Blütenähre sehr verkürzt, sehr kompakt. Aehrchenlang bewimpert. Dolomitform, Tirol.

var. striata O. Kuntze. Blattspreiten längsgestreift. Zuweilen in Gärten kultiviert.

var. flava Mortenses. Blätter und Aehrchen gelb.

Weitere buntblätterige Zierformen sind: f. föliis aüreo- vari egätis (Blätter breit-linealisch, gelb-lich gestreift), f. föliis alb o - v ariegätis (Blätter breit-linealisch, reinweiss gestreift), f. Sibthörpii au reo-lineäta Voss (Blätter sehr schmal und lang, gelbgestreift).

Ausserdem wurde in Tirol (an der Suganertalbahn bei Persen und St. Cristoph) D. glomerätaL. subsp. Hispänica Koch var. Sibthörpii Portenschlag adventiv beobachtet. Blätter starr, obere Blatt-scheiden aufgeblasen. Stengel dünn, binsenartig. Rispe klein, bis 25 mm lang, dicht kopfig. Aehrchen ziemlichgross, bis 10-blütig. Deckspelzen rauhhaarig, mit deutlicher Stachelspitze.

1. vivi'para Bruhin. Aehrchen in Laubtriebe auswachsend.

Das Knaulgras ist eines der wertvollsten Wiesengräser. Es ist ertragreich, nährstoffreich, aus-dauernd, widerstandsfähig und liefert, wenn es im richtigen Stadium geschnitten wird (es muss zur Blütezeitoder noch besser kurz vorher geschnitten werden), ein gutes Futter. Beschattung erträgt es gut und kanndaher auch in Baumgärten und Hofstätten gepflanzt werden. Häufig ist es vergesellschaftet mit Arrhenatherumelatius, Poa trivialis, Festuca elatior, Trisetum flavescens etc. Mit Ausnahme von ganz armen, losen Sand-