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var. serötina Van Hall. Aehnlich. Stengelblätter jedoch meist stark verlängert. — Blüht imAugust bis September.
var. lutescens (Fouc.) Lej. Aehrchen bleich, gelblich. — Selten.
var. älbida Lej. Aehrchen grünlich-weiss. — Ziemlich selten.
var. pallescens Murr. Aehrchen bleich, klein, an B. minor erinnernd.
var. alpestris Beck. Pflanze in allen Teilen üppiger, oft ganz gefärbt. Aehrchen gewöhnlich7- bis 12-blütig. Blüten 3,5 bis 4 mm lang. Spelzen purpurn überlaufen. — Voralpen und Alpen.
var. repens Rth. (= var. stolom'fera Schur). Grundachse lange Ausläufer treibend. — Auffeuchtem Sandboden.
Das Zittergras gehört zu den bessern Futtergräsern. Es findet sich häufig auf trockenen Wiesenmeist in Gesellschaft von andern Gräsern, häufig z. B. zusammen mit Bromus erectus und Nardus stricta.
CIL Däctylis 1 ) L. Knaulgras.Rispe einseitwendig. Aehrchen 2- bis 3-blütig (Taf. 33, Fig. 4a), dicht gehäuft, nachder Rispen- oder Seitenachse zu etwas konkav, meist 3- bis 6 (9) ^blutig; die oberste Blüteverkümmert. Hüllspelzen 1- bis 3-nervig, scharf gekielt. Deckspelzen kurz, stachelspitzig,gekielt, 2- bis 3-nervig, auf dem Kiel bewimpert. Aehrchenachse gliederweise mit denBlüten abfallend. Lodiculae ungleich zweiteilig. Fruchtknoten kahl. Frucht länglich-eiförmig. Nabelfleck oval.
Zu der Gattung gehören einzig die beiden folgenden Arten. Im Mi ttelm e er gebiet ausserdem nochdie subsp. Hispänica Koch (= D. Hispänica Roth). Rispe dicht, ährenförmig. Deckspelzen ausgerandet, inder Ausrandung kurz begrannt oder stachelspitzig.
1. Pflanze dicht rasenförmig, keine Ausläufer bildend, etwas graugrün. Rispe aufrecht, dicht büscheliggeknäuelt. Aehrchen 3- bis 5-blütig.....,.............D. glomerata nr. 266.
1*. Pflanze lebhaft grün, bis 10 cm lange Ausläufer treibend. Rispe schlank, verlängert, nicht typischgeknäuelt, überhängend. Aehrchen meist 6-blütig ...........D. Aschersoniana nr. 267.
266. Däctylis glomerata L. (= Brömus glomerätus Scop., = Festtica glomerata All.)Gemeines Knaulgras, Knäuelgras. Franz.: Gramen pelotonne, Dactyle pelotonne ouD. agglomere; engl.: Rougle Cocks foot; ital.: Mazzolina, Erba Mazzolina; tschech.: Srha,
Klubenka uzlita. Taf. 33, Fig. 4.
Der Name Knäuelgras bezieht sich, wie die meisten Volksnamen dieser Grasart, auf die dicht ge-drängt stehenden, knäuelig zusammengehäuften Aehrchen: Knopf gras (Niederösterreich), Knöpf gras (Elsass),Chnopfgras, Chnopf ries el e (Schweiz: Thurgau), Chnopfhalm (nördl. Schweiz); Chlotzhalmä,Chlötzhalm [von Klotz] (Schweiz: Waldstätten); Schlegelhalm (Graubünden), Chlungeligras (Aargau),Bolleschmale (Thun). Pflegelhalmä [schwäb. „Pflegel" = Dreschflegel] (Schweiz: Waldstätten); Chnollä-gras (Schweiz: St. Gallen); Knedlgras [Knödel e= Kloss] (Niederösierreich); Dickkopp (Hannover: AlteLand); Kepflain [= Köpflein]. Go ttainherrns ch- Pols terlain [= Gott des Herrn Polster] (Krain:Gottschee). Ebenso heisst das Gras nach den zottigen, bürstenähnlichen Rispen: Zo tt e] s chmalä (Schweiz:Waldstätten), Zötteligras (Schweiz: Bern); Bärätapä [= Bärentatze, vgl. Lycopodium clavatum pag. 66](Schweiz: Waldstätten); Bürsteligras (Schweiz: Thurgau); Schrippengras [„Schrubber" = Scheuerbesen,vgl. schraben = kratzen, schaben und engl, to scrub = scheuern] (Anhalt: Dessau). Von einer entferntenAehnlichkeit mit dem Roggen rühren wohl die Bezeichnungen her: Roghalm (Schweiz: St. Gallen). Chorä-halm [von Korn] Schweiz: St. Gallen). Da das Gras zur Blütezeit ausgiebig „stiebt", d. h. sehr viel Pollenentlässt, wird es in der Schweiz auch Stübergras (St. Gallen, Churfirstengebiet) genannt. Weil es angeblich„hart zu fressen ist", heisst es Rossgras, Rossschmälä, Rosshalm (Schweiz: St. Gallen); damit wärevielleicht zu vergleichen: GaislagräsfvonGeis] (Schweiz: St. Gallen, Bern), Katzengr as[vgl. auch das Folgende!](Schweiz : Bern). Da es besonders diese Grasart sein soll, welche wetterlaunige Hunde und Katzen fressen, um Knochen-splitter oder Haare durch Erbrechen aus dem Magen zu entfernen, wird das Knäuelgras mancherorts auch Hunds-gras (Niederösterreich, Salzburg, Tirol, nördl. Schweiz) oder Katzen gras (Schweiz) genannt. Wohl wegen seineshohen Futterwertes heisst das Gras in St. Gallen (Schweiz): Schmärhalm [Schmeer = Fett]. In den Waldstätten(Schweiz) hofft man bei reichlichem Blühen dieses Grases auf eine ergiebige Heuernte, daher dort auch Heu-schmalä, Heuhälm genannt. In der Schweiz heisst es noch Hunggras [= Honiggras?] Schaffhausen,Thurgau), Fachs [vgl. unter Nardus stricta], Riessele (Thurgau), in Tirol Stockgras. Wegen seines
] ) Griech.: ddxzvÄog (däctylos) = Finger; die Rispenäste gleichen ausgespreizten Fingern.