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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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und Heideböden gedeiht es auf allen Böden; allerdings zeigt es besondere Vorliebe für einen düngerkräftigenBoden. Die Handelsart stammt meist aus der Dauphine, aus Neu-Seeland (die Pflanze ist jetzt daselbst einlästiges Unkraut) und Nordamerika.

267. Dactylis Aschersoniäna 1 ) Graebner (= D. glomerata L. var. nemörosa Klett etRichter, = var. lobata Drejer, = var. decalcäta Doli, = var. flaccida Cel.) Ascherson's

Knaulgras.

50 bis über 100 cm hoch, lebhaft hellgrün. Grundachse kriechend, bis 10 cm langedünne Ausläufer treibend. Stengel schlank, schlaff. Blätter schlaff überhängend (an Melicaerinnernd). Blattscheiden glatt. Spreite meist schmal (bis ca. 7 mm breit), bis über 30 cmlang. Blatthäutchen sehr verlängert, bis 5 mm lang, spitz, meist nicht zerschlitzt. Rispeschlank, verlängert, nicht geknäuelt, bis 20 cm lang, überhängend, die einzelnen Teile fastährenförmig. Rispenäste bis 10 cm lang, anliegend, nur zur Blütezeit abstehend. Aehrchenlänglich, bis 8 mm lang, meist 6-blütig. Beide Hüllspelzen (die untere wenigstens im unternTeil) 3-nervig, kahl, durchsichtig häutig. Deckspelzen schmal, kahl, weisslich häutig, mit3 stark vorspringenden, grünen und 2 undeutlicheren Nerven, auf dem Rücken rauh,begrannt. V, VI.

Stellenweise auf buschigen, sonnigen Hügeln, in Laub- (besonders Buchen-) Wäldern,auf Waldwegen. In Deutschland anscheinend verbreitet im Mittelgebirge von Westfalenbis Schlesien; im norddeutschen Flachlande nur im östlichen Teile (westlich bis Nauenbei Spandau). Im südlichen Teile noch wenig beobachtet (kürzlich bei Regensburg undEnsisheim bei Colmar konstatiert). In Oesterreich anscheinend selten in Niederösterreichund Böhmen (bei Beraun, zwischen Rejkovice und Lachovice). In der Schweiz bis jetztnoch nicht nachgewiesen.

Steht durch Uebergangsformen mit der vorigen Art in Verbindung.

Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa nördlich bis südlich Schweden, östlichbis westlich Russland, selten in Südeuropa (Fiume).

Diese Art erinnert in der Tracht an Phalaris arundinacea, wird auch leicht mit D. glomeratavar. pendula verwechselt.

CHI. Cynosüms 2 ) L. Kammgras.Einjährige oder ausdauernde Gräser. Rispe ähren- oder köpfchenförmig, einseits-vvendig. Aehrchen von zweierlei Art: 1. blütentragende, 2- bis 3- (10- bis 5-) blutige und2. blütenlose (kammförmige Hülle) mit begrannten oder zugespitzten Deckspelzen (Taf. 33,Fig. 5 a), in deren Achseln sich nur ausnahmsweise Blüten entwickeln. Spelzen der un-fruchtbaren Aehrchen zweizeilig abstehend. Fruchtknoten kahl.

Zu dieser Gattung gehören nur 5 bis 6 Arten der gemässigten Zonen der alten Welt; nr. 269

ist in Amerika eingebürgert.

1. Ausdauerndes Wiesengras. Scheinähre lineal. Deckspelze mit kurzer Stachelspitze. C. cristatus nr. 268-1*. Einjähriges, überwinterndes Ackerunkraut. Scheinähre eiförmig. Deckspelze lang begrannt.

(Fig. 120 b). C. echinatus nr. 269.

268. Cynosurus cristätus L. (= Phleum cristätum Scop.). Gemeines Kammgras.Franz.: Cretelle; engl.: Dog's Tail-Grass; ital.: Gramigna canaiuola; tschech.: Chänka.

Taf. 33, Fig. 5.

Nach der kammförmig gestalteten Rispe heisst diese Art Kammgras. Lieber die Bezeichnung Wieren-gras (Oldenburg) vgl. unterWier" = Zostera marina, vgl. pag. 142. Da das Gras auf fettigen (= herdigen)

') Nach Geheimrat Dr. med. et phil. Paul Ascherson (geb. 4. Juni 1834), Professor der Botanik ander Universität Berlin, hochverdient um die Erforschung der Flora von Europa und der Nilländer. Verfasser(mit Dr. Paul Gräbner) der Synopsis der mitteleuropäischen Flora.

s ) Griech.<ov (kyon) = Hund und ovgd (urä) = Schwanz, nach der Gestalt der Rispe (besondersim nichtblühenden Zustande).