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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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250. Koeleria glaüca (Schkuhr) DC (= P6a glaüca Schkuhr, = Aira glaüca Schrad.,= Festuca glaucescens Roth, = Airöchloa glaüca Link). Meergrüne Kammschmiele.

Tschech.: Smelek sivy. Fig. 115c.

Ausdauernd. Halme an der Basis durch die alten, zuletzt in gerade Fasern aufgelockertenBlattscheiden zwiebelartig verdickt, ca. 3 bis 7 dm hoch, meist kurzhaarig. Ganze Pflanzestark graugrün. Blätter schmal, zusammengerollt oder flach, kahl, rauh; die unterstenBlattscheiden kurzhaarig, die übrigen kahl. Rispen mehr oder weniger gelappt, seltenzylindrisch. Aehrchen blass, 2-bis 3-blütig, ca. 4 bis 5 mm lang (Fig. 115 c). Hüllspelzenwenig kürzer als die Aehrchen, kahl, stumpflich. Deckspelzen kahl oder kurzhaarig,stumpflich bis sehr stumpf, unbegrannt. VI bis VII.

In sandigen Kiefernwäldern, auf Sandfluren, auf sandigen Heiden; oft bestand-bildend. Fehlt gänzlich in der Schweiz und in den Alpen, dagegen ziemlich verbreitetin Nord-, Ost- und Mitteldeutschland, nicht aber in Süddeutschland (nur längs desRheines, wie in Baden). In Oesterreich häufig längs der Elbe in Böhmen, angeblichauch in Schlesien, fehlt aber in Mähren; ausserdem hie und da in Niederösterreich.

Eine für die Sandfluren sehr charakteristische Art, die durch ihre Farbe, die zwiebelartig verdicktenRhizome, die stumpflichen Deckspelzen etc. auf den ersten Blick zu erkennen ist. Mitunter behenscht sie inlichten Kieferwäldern grosse Strecken. Hie und da bildet sie Bastarde mit der K. gracilis; zu diesenhybriden Kombinationen gehört auch die K. Asch ers öniana Domin bei Berlin.

Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa (selten in Frankreich, Nord- undSüdosteuropa, Russland zum grössten Teil (bis zu 70° n. Br.), Westsibirien bis nachTransbajkalien.

Von den Formen dieser verhältnismässig wenig veränderlichen Art kommen in Betracht:

f. lobäta (Marss.) Domin. Aehrenrispen stark gelappt, die Rispenzweige besonders im unteren Teilestark unterbrochen. Zerstreut.

f. coloräta Domin. Spelzen violett gefärbt. Selten.

f. glabricülmis Domin. Der ganze Halm kahl. Selten.

f. longiglümis Domin. Hüllspelzen deutlich länger als die Aehrchen. Selten.

f. vivi'para Domin. Aehrchen vivipar. Selten.

f. gracilis Aschers. Blätter schmäler. Halme niedrig. Rispen nicht gelappt. Zerstreut, besondersin Norddeutschland. Annäherungsformen an die var. intermedia.

var. intermedia (Ahlq.) Domin (= K. intermedia Ahlq., = K. albescens. d. B. = K. Cimbrica Aschers,et Graebner) Grundstock zwiebelartig verdickt, lang kriechend. Halme niedrig (ca. 2 dm hoch), meist nur miteinem einzigen Blatte. Blätter kurz, schmal, alle zusammengerollt. Rispe dicht, nicht gelappt. Zerstreutam Meeresstrand in Norddeutschland.

251. Koeleria hirsüta Gaud. (== Aira hirsüta Hall, = Festuca hirsüta Lam., = Airöchloahirsüta Link). Rauhe Kamm Schmiele. Fig. 116.

Ausdauernd. Halme an der Basis durch die alten, zarten, nicht zerfasernden Blatt-scheiden zwiebelartig verdickt, zart, 2 bis 3 dm hoch, unter der Rispe oder ganz kurzzottig.Blätter seegrün, schmal, vollkommen kahl, meist zusammengerollt; die untersten Blattscheidenunbedeutend kurzhaarig, alle andern vollkommen kahl. Die Ligulae verlängert (ca. 2 mmlang). Aehrenrispe locker, länglich-zylindrisch, unterwärts etwas unterbrochen, violett ge-färbt, schwach überhängend. Aehrchen 2- bis 4blütig, 4 1 ji bis 6 mm lang (Fig. 116b).Hüllspelzen spitz, kürzer als die Aehrchen, mehr oder weniger behaart. Deckspelzenzugespitzt, behaart, aus der Spitze mit einer ca. P/2 bis 2 mm langen Granne begrannt.VI bis VIII.

Wächst auf trockenen Alpenwiesen, auf Felsen und in Spalten, im Geröll, in derZone von 1J00 bis 3100 m, besonders häufig aber zwischen 2000 bis 2500 m, so in