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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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x\ 11 gemeine Verbreitung-: Weit verbreitet im wärmeren Gürtel beider Erd-hälften. In Europa verbreitet im Mittelmeergebiet und im Südosten; nördlich bis Nord-frankreich, in Russland bis Minsk, Mohilew, Kostroma, Perm.

248. Eragrostis mfnor Host (= E. poseoides P. B., = E. poaeförmis Link, = Pöa

Eragrostis L.). Kleines Liebesgras. Taf. 32, Fig. 4.

10 bis 30 (45) cm hoch. Pflanze am Grunde büschelig verzweigt. Stengel meistknickig, oft aus niederliegendem Grunde aufsteigend. Blattscheiden und Spreitenränderlangwimperig behaart. Scheidenmund gebartet, ohne Blatthäutchen. Blattspreite schmal,bis 4 mm breit, am Rande mit einer Drüsenreihe besetzt. Rispe locker, aufrecht, bis 15 cmlang, länglich-eiförmig. Rispenäste einzeln oder zu zwei, etwas steif, sparrig, zuletzt fastwagrecht abstehend, ziemlich dünn, geschlängelt. Aehrchen bis 8 mm lang und 2 mmbreit, meist 8- bis 16-blütig, bis 5 mm lang gestielt, länglich bis lanzettlich, meist schwarz-violett. Hüllspelzen länglich, spitz, auf dem Kiel meist mit einer oder 2 Drüsen. Deck-spelze (Taf. 32, Fig. 4b) stumpf, eisengrau, violett überlaufen, ca. 1 mm lang. Vorspelzeam Kiel bewimpert. VII bis XI.

rlie und da auf Aeckern, an Wegen, an Bahnkörpern, auf Feldern, auf Gartenland,Schuttplätzen. Wild nur im Gebiete der Mittelmeer- und pannonischen Flora (in Niederösterreichin der Ebene und im Bergland), sonst aber häufig verschleppt und stellenweise eingebürgert.

Allgem_eine Verbreitung: Mittelmeergebiet, südliches Russland (nördlich bisPodolien, Kiew, Kasan), südliches Sibirien, Ostindien, Nord- und Zentralamerika.

249. Eragrostis megastächya 1 ) (Koeler) Link (= E. Cilianensis [AU]. Vignolo- Lutati,

= E. multiflöra Aschers., = E. maior Host, = Poa multifiora Forsk., = P. megastächya Koeler,= Briza Eragrostis L., = B. oblonga Moench). Grossähriges Liebesgras. Franz.:

Eragrostide amourette; ital.: Gramignone.

10 bis 30 (60) cm hoch, büschelig verzweigt. Stengel aufrecht oder meist knickigaufsteigend. Blattscheiden glatt, kahl, nur am Scheidenmund bebärtet. Spreite ziemlichschmal, glatt oder schwach rauh, am Rande mit einer Drüsenreihe besetzt. Rispe bis über20 cm lang, ausgebreitet, pyramidenförmig, bis über 10 cm breit. Rispenäste ohne oderhöchstens mit einem grundständigen Zweige, ziemlich rauh und starr, am Grunde mitBüscheln von langen Haaren versehen, etwas kürzer als bei nr. 248, die Aehrchen deshalbetwas dichter gebüschelt. Aehrchen bis über 1 cm lang gestielt, bis über 2 cm lang,2 bis 3 mm breit, viel- (bis 20- oder noch mehr) blutig (bei der f. Cilianensis Aschers,et Graebner [= Poa Cilianensis All.] Aehrchen klein, oft zahlreich und kaum über 5 mmlang und zuweilen nur 5- bis 6- [2- bis 4-] blutig). Hüllspelzen ca. 2 mm lang, meist sehrhinfällig. Deckspelzen eiförmig-länglich, aus der stumpfen, etwas ausgerandeten Spitze miteiner ganz kurzen Stachelspitze, blassgrün, violett überlaufen. V, VI, IX, X.

Selten auf sandigen Aeckern, in Weinbergen und Gärten, auf Oedland, im Bachkies,auf Gerolle. Wild nur im Gebiete der Mittelmeer- und pannonischen Flora, sonst hie undda verschleppt und stellenweise eingebürgert (z. B. im Gebiete des Oberrheins, Wester-hausen am Harz etc.).

Allgemeine Verbreitung: Wärmere Gebiete beider Erdhälften.

Ausserdem wird selten als Unkraut in botanischen Gärten neuerdings auch eingeschleppt (z. B.mehrfach um Hamburg) E. Caroliniäna Scribner (= E. Purshii Schrad., = Pöa tenella Pursh) aus denU. S. A. und aus dem nördlichen Mexiko beobachtet. Untere Rispenäste (wie bei E. pilosa) mit 2 (1) grund-ständigen Zweigen, rauh und (besonders die obern) wenige Aehrchen tragend. Deckspelzen zugespitzt, mit jeeinem starken, seitlichen Nerven. Ausserdem sehr selten adventiv E. Aegyptiaca Deüle.

1 )Vomgriech./,(f7aj(megas) gross u. ordzvg (stächys) = Aehre, wegen der verhältnismässig grossen Aehren.