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dem Kalvarien- und Mitterberge bei Baden, auf der Südseite des Haglersberges bei Goysz),in Mähren (um Znaim) und in Istrien. In der Schweiz nur in den Kantonen Waadt,Wallis (von Martigny bis Gampel, bis 950 m) und (?) Tessin.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, Balkan (hier auch die subsp.Chinensis Maximovicz), südliches Russland (nördlich bis Podolien, Poltawa), Kaukasus-länder, Cilicischer Taurus, Ostasien.
Sehr selten wurde schon vereinzelt adventiv Diplachne füsca P. B. aus dem tropischen Asien,Australien und Afrika beobachtet. Blätter mit glatter Scheide. Blatthäutchen bis 5 mm lang. Aehrchen
4- bis 9 blutig. Hüllspelzen ausgerandet stumpf. Deckspelzen von 3 starken Nerven durchzogen, stumpf lich,an der Ausrandung stachelspitzig.
XCVII. Eragröstis 1 ) Host. Liebesgras.
Einjährige Gräser. Blätter in der Knospenlage gerollt, an der Scheidenmündungbärtig. Aehrchen von der Seite zusammengedrückt, endständige Aehrchen viel- (10- bis20-) blutig, an den unteren Rispenästen oft wenig (3-) blutig. Rispe ausgebreitet, locker.Rispenäste spiralig. Hüllspelzen kurz, meist einnervig. Deckspelzen 3-nervig (Taf. 32,Fig. 4b), wehrlos (vgl. nr. 249); eirund, kahnförmig, gekielt. Vorspelzen mit den Rändernnach der Aehrchenachse zu umo-eschlagen, bei der Reife mit der Aehrchenachse stehen-bleibend (Taf. 32, Fig. 4a). Frucht nackt, kugelig^oder eiförmig, mit der Deckspelze ab-fallend. Nabelfleck rundlich, vertieft.
Die Gattung mit ca. 100 Arten ist namentlich in den wärmeren Teilen der Erde verbreitet. InEuropa kommen nur wenige (5) Arten vor. Im eigentlichen Mitteleuropa haben die 3 folgenden Arten stellenweise nuradventiven Charakter. Allerdings haben sie sich in einzelnen Gegenden fest eingebürgert (vor allem E. minor).
1. Untere Rispenäste halbquirlig, zu 3 bis 5...............E. pilosa nr. 247.
1*. Rispenäste ohne oder höchstens mit einem grundständigen Zweige. Blätter am Rande drüsig gezähnelt 2.
2. Deckspelzen vorn stumpf. Aehrchen 8- bis 16-blütig. Scheiden lang behaart. E. minor nr. 248.2*. Deckspelzen an der Spitze etwas ausgerandet, in der Ausrandung mit einer ganz kurzen Stachel-spitze. Aehrchen 15- bis 20- (oder noch mehr) blutig. Scheiden glatt, kahl . . E. m egas t achy a nr. 249.
247. Eragröstis pilösa (L.) P. B. (= E. verticillata P. B., = Pöa pilosa L., = P. Era-gröstis AU., = P. capilläris Falk, = P. verticillata Cav.). Franz.: Eragrostide ä manchettes,Behaartes Liebesgras. Taf. 32, Fig. 3.
5 bis 30 (50) cm hoch. Pflanze am Grunde büschelig verzweigt. Stengel meist knickigaufsteigend oder steif aufrecht (f. erecta F. Zimm.) und dicht gedrängt. Blattscheiden kahl,glatt, nur am Scheidenmund gebartet. Blattspreite nur oberseits und am Rande schwach rauh,jedoch ohne Drüsen. Rispe bis 15 cm lang, zuletzt locker. Rispenäste sehr dünn, glatt, wie dieZweige zuletzt fast oder ganz rechtwinkelig abstehend, mit 3 bis 4 grundständigen Zweigen,am Grunde meist mit einem Büschel von langen Haaren. Aehrchen 4 bis 5 mm lang, meist
5- bis 12-blütig, schwärzlich violett. Hüllspelzen ungleich, die untere sehr klein. Deck-spelzen spitz, mit ganz schwachen, seitlichen Nerven. — VII bis X.
Hie und da auf Strassenpflaster, Oedland, auf Aeckern, sandigen Plätzen, anBahndämmen, auf Schutt, an Wegen. In Deutschland wild nur in Baden und imElsass, von Basel bis Rastatt und Karlsruhe; ausserdem vielerorts eingeschleppt, z. B. seitlanger Zeit bei Halle a. S. an Felsen zwischen Giebichenstein und Trotha. InOesterreichwild im Gebiete der pannonischen Flora in Niederösterreich (im Talwege der March, vonDürnkrut talwärts bis Theben), in den Tälern von Steiermark, Kärnten, Tirol (in Kloben-stein am Ritten bis 1180 m) und in Istrien. In der Schweiz hie und da adventiv.
') Griech. egag (eros) = Liebe und äygcoozig (vgl. pag. 222, Anm. 3); wohl nach dem zierlichenAussehen des Grases.