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241. Sesleria autumnälis (Scop.) F.Schultz (= S. elongäta Host, = S. argentea Savi var.aütumnalis Richter, = Phleum autumnäle Scop., = Aira alba Wulf.). Herbst-Kopfgras.
Fig. 109 c und d.
Ausdauernd, bläulichgrün, dichte Rasen bildend und bis mehrere cm lange Ausläufertreibend. Blattscheiden glatt oder an den untern Blättern wenig rauh. Blattspreiten ca. 4 mmbreit, meist flach oder etwas rinnig gefaltet, an den Rändern stark rauh, allmählich in einesehr rauhe, mit scharfen Zähnchen versehene Stachelspitze ausgezogen. Rispe schmal,ährenförmig, verlängert, bis über 10 cm lang, meist ein wenig gelappt oder sogar etwasverzweigt, locker, mindestens 6 (bis 20) mal so lang als breit. Aehrchen ca. 9 mm lang,2- bis 3-blütig (Fig. 109 d), meist weisslich, oder etwas dunkelviolett überlaufen. Hüllspelzenschmal-lanzettlich, allmählich in eine rauhe, grannenartige, die Deckspelze weit überragendeSpitze verschmälert. Deckspelze breit, ca. 4 mm lang (ohne Granne), mit 7 (3 stärkereund 4 schwächere) Nerven, an der Spitze mit 4 kleinen Borsten und einer starken, bis über1 mm langen Granne. — Meist IX und X, einzeln bis IV oder schon im VI.
Stellenweise auf trockenen Wiesen, kurzgrasigen Hügeln, in lichten Wäldern,zwischen Geröll der südöstlichen Voralpen und Ausläufer der Alpen (bis ca. 1500 ansteigend).In Oesterreich nur in Krain, im Küstenland (verbreitet), an der kroatischen Küste undin Dalmatien; jedoch nicht in Tirol und nicht in der Schweiz (im Tessin).
Allgemeine Verbreitung: Südöstliche Alpen, nordwestlicher Balkan, Krim.
Als Seltenheit wurde vereinzelt (z. B. bei Zürich) S. argentea Savi aus Südeuropa angetroffen.
Steht S. caerulea nahe. Blätter aber allmählich in eine lange, rauhe Stachel-spitze ausgezogen. Aehrenrispe etwas verlängert, schmal-lanzettlich. Hüll-spelzen lang stachelspitzig. Deckspelzen kahl.
XCII. Aründo 1 ) L. Pfahlrohr.
Ausdauernde, hochwüchsige Gräser mit fast holzigemStengel. Aehrchen 2- bis 7-blütig, seitlich zusammengedrückt.Deckspelzen behaart, an der Spitze dreispaltig (Fig. 110a),mit zwei kurzen Seiten und einer grannenartig verlängertenMittelspitze. Aehrchenachse kahl. Alle Blüten 2-geschlechtig.
6 Arten, die über die wärmeren Gebiete der Erde verbreitetsind. In Europa nur 2 Arten, im Süden (nr. 242 und A. Pli'nii TurraFarsetla [= A. Mauntänica Desf.])
242. Arundo dönax 2 ) L. (= A. sativa Lam., = Dönaxdonax Aschers, et Graebner, = D. arundinäceus P. B.,= Scolochlöa arundinacea Mert. et Koch). Pfahlrohr,italienisches Rohr, Klarinettenrohr. Franz.: Grand roseau,roseau ä quenouille, canne de Provence, roseau de Frejus;ital.: Canna, Canna montana, canna di pesca. Fig. 110.
Ausdauernd, 2 bis 4 m hoch, graugrün bis etwasgrasgrün. Grundachse dick, knollig verdickt, nicht sehrlang kriechend. Stengel starr aufrecht, bis 2 cm dick.Blätter meist einfach grün, seltner (besonders im kultivierten
') Name des Rohres (Phragmites) bei den alten Schriftstellern (Varro, Vergilius, Horaz, Ovid usw.);bezieht sich auch auf die aus dem Rohre gefertigten Gegenstände.2 ) öova'i, Name des Rohres bei den alten Griechen.
Fijr. 110. Arundo donax L. a Aehrchen.b — c Habitus (oberer Teil der Pflanze).